Das Begräbnis der Sardine
Francisco José de Goya y Lucientes (1746–1828) gilt als einer der bedeutendsten spanischen Künstler des späten 18. und frühen 19. Jahrhunderts und wird oft als der letzte Meister des Alten Werks betrachtet sowie als Vorläufer der Moderne angesehen. Sein Werk umfasst Gemälde, Zeichnungen und Druckgrafiken und spiegelt historische Umwälzungen wider und beeinflusste wichtige Künstler des 19. und 20. Jahrhunderts.
Goya wurde am 30. März 1746 in Fuendetodos, Aragón geboren und studierte von seinem vierzehnten Lebensjahr unter José Luzán y Martínez Malerei. Er zog später nach Madrid und studierte mit Anton Raphael Mengs und erwarb sich schnell Anerkennung für seine technische Begabung und Fähigkeit, Erscheinungsbilder einzufangen.
Er heiratete Josefa Bayeu im Jahr 1773, Schwester von Francisco Bayeu, einem weiteren Maler. Er wurde ein Maler zum Königlichen Haus im Jahr 1786 und dieser frühe Teil seines Wirkens ist geprägt von Porträts der spanischen Aristokratie und Königsfamilie sowie Rococo-Stil Tapetenkarten, die für das königliche Schloss entworfen wurden.
Obwohl wenig über seine Gedanken bekannt ist, lässt sich sein Werk durch seine zunehmende Düsternis und Pessimismus erklären. Er litt seit 1793 unter einer schweren Erkrankung, die ihn taub ließ und nach diesem Zeitpunkt seinen künstlerischen Stil prägte. Seine späteren Leinwandbilder und Druckgrafiken scheinen eine düstere Sichtweise auf persönliche, soziale und politische Ebenen zu vermitteln und stehen im Kontrast zu seinen frühen Arbeiten, die von Farbe und Jugendlichkeit geprägt waren.
Das Gemälde „Das Begräbnis der Sardine“ wurde zwischen 1793 und 1819 entstanden und gilt als eines seiner wichtigsten Werke. Es ist ein Öl auf Holz und befindet sich im Museo Nacional Prado in Madrid.
Die Darstellung zeigt eine lebhafte Szene von Menschen, die einen großen Maskenkopf feiern, der eine sardine enthält. Die Sardine wurde nach drei Tagen Karneval im Jahr 1812 begraben und ist ein zentrales Motiv für Goya’s Kunstgeschichte. Das Gemälde wird oft als Ausdruck der politischen Stimmung seiner Zeit interpretiert.
Goya verwendete eine außergewöhnliche Technik, um die Szene einzufangen und ihre Emotionen zu vermitteln. Er arbeitete mit Öl auf Holz und achtete besonders auf Details und Farbgebung. Seine Verwendung von Licht und Schatten verstärkte die Dramatik der Darstellung und trug zur Gesamtwirkung des Gemäldes bei.
„Das Begräbnis der Sardine“ ist ein Meisterwerk der romantischen Kunst und wird bis heute für seine künstlerische Qualität bewundert. Es gilt als eines der wichtigsten Werke Goya’s und beeinflusste zahlreiche Künstler nach ihm.