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St George (Fragment eines Polyptyche von Roverella)

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Ein Fragment der Ferraraer Renaissance: Cosmè Tura’s St George

Die Darstellung von Sankt Georg und dem Drachen, Teil eines großformatigen Polyptyche des wohlhabenden Bankiers Giovanni Battista Roverella aus Padua, ist ein beeindruckendes Beispiel für die künstlerische Entwicklung Ferraras im frühen XV. Jahrhundert. Künstler wie Francesco Squarcione experimentierten zu dieser Zeit intensiv mit der Perspektive nach Filippo Brunelleschi und erschufen illusionistische Räume, die die Realität überzeugend nachbildeten – eine Entwicklung, die sich auch in Tura’s St George widerspiegelt. Dieses Werk wurde 1474 von Cosmè Tura geschaffen und gilt als eines der prägendsten Werke seiner Zeit und steht für den künstlerischen Dialog zwischen Florenz und Ferrara.
  • Das Motiv und die Erzählung: Das zentrale Bildmotiv ist Sankt Georg selbst, dargestellt mit königlicher Würde und unbeugsamer Entschlossenheit. Er blickt direkt auf den Betrachter hinauf und wirkt wie jemand, der sich einem unsichtbaren Gegner stellt – eine Geste, die auf die Stärke des Heiligen zurückblickt und christliche Tugenden wie Mut und Gottesfürchtigkeit verkörpert.
  • Stil und Technik: Tura orientiert sich eng an florentinischen künstlerischen Strömungen und legt Wert auf Klarheit der Form und sorgfältige Beobachtung. Er verwendet Ölfarbe auf Leinwand – eine relativ neue Methode zu seiner Zeit –, wodurch reichhaltige Farbtiefe und subtile Farbnuancen entstehen, die zur allgemeinen atmosphärischen Tiefe beitragen. Achten Sie auf die präzise Darstellung von Gewändern und Rüstungsplatten; diese Details zeigen Tura’s Meisterschaft bei der anatomischen Genauigkeit und sein Engagement für eine realistische Darstellung von Texturen.
Der Roverella Polyptyche-Projekt war ein bedeutendes Unterfangen und spiegelt Paduas Status als aufblühende Kunstzentrum während Lorenzo Medicis Herrschaft wider. Künstler wie Squarcione waren aktiv dabei, die Perspektive nach Filippo Brunelleschi zu perfektionieren – eine revolutionäre Technik –, um illusionistische Räume zu schaffen, die die Realität überzeugend nachbildeten. Diese Ambition zur Darstellung der Welt wahrhaftig wird auch in Tura’s St George deutlich, wo das Drachenreich mit beeindruckender Tiefe und Textur dargestellt wird.
  • Symbolik: Über seine biblische Erzählung trägt die Iconographie von Sankt Georg tiefgreifende symbolische Bedeutung bei. Der Drache steht für das Böse und Versuchung – Herausforderungen, denen sich alle Christen stellen müssen, die danach streben, geistliche Reinheit zu erreichen. Sankt Georg’s Lanze symbolisiert Glauben und Rechtschaffenheit – das Werkzeug göttlicher Übermacht über Dunkelheit. Darüber hinaus wird die Darstellung von Sankt Georg von Traditionen der klassischen Bildkunst beeinflusst, insbesondere Darstellungen männlicher Figuren, die gegen monströse Gegner kämpfen.
„St George“ geht über seine formale Ausführung als religiöses Gemälde hinaus und spricht universelle Themen wie Mut, Glauben und Triumph über Widrigkeiten an. Sein ruhiger Blick und seine würdige Haltung inspirieren zum Nachdenken über moralische Stärke – eine Qualität, die sich durchgehend über die Renaissanceperiode zieht. Eine hochwertige Reproduktion dieses Meisterwerks bietet Ihnen die Möglichkeit, persönlich die Schönheit und intellektuelle Raffinesse des künstlerischen Erbes Ferraras zu erleben.

Über dieses Kunstwerk

Eckdaten

  • Movement: Frührenaissance
  • Title: St George (Fragment eines Polyptyche von Roverella)
  • Influences:
    • Galasso Galassi
    • Francesco Squarcione
  • Artist: Cosmè Tura
  • Year: 1474
  • Notable elements or techniques: Lineares Perspektivsystem
  • Artistic style: Realistisch

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