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Die letzte Begegnung zwischen Jacopo Foscari und seiner Familie vor der Verbannung

Das letzte Treffen zwischen Jacopo Foscari und seiner Familie vor der Verbannung

Francesco Hayez’s „Das letzte Treffen zwischen Jacopo Foscari und seiner Familie vor der Verbannung“ steht als monumentaler Meilenstein der romantischen Malerei da, indem es nicht nur ein historisches Ereignis einfängt, sondern auch den tiefen emotionalen Aufruhr, der in der familiären Pflicht und dem politischen Verrat liegt. Dieses Werk, das von Kaiser Ferdinand I. von Österreich für die Belvedere Galerie in Wien in Auftrag gegeben wurde, transzendiert seine formale Schirmherrschaft und wird zu einem bleibenden Sinnbild venezianischer Tragödie und künstlerischer Brillanz. Nach seiner Vollendung im Jahr 1840 erlangte es schnell Anerkennung durch die ständige Malereikommission der Accademia di Brera, welche die außergewöhnliche Qualität des Werkes pries – ein Zeugnis für Hayez' meisterhafte Technik und seine Fähigkeit, komplexe psychologische Zustände zu vermitteln.
  • Gegenstand: Das Gemälde zeigt Jacopo Foscari, den Dogen von Venedig, wie er seinem Sohn vor dem Rat der Zehn gegenübersteht, um eine Anschuldigung des Hochverrats zu verhandeln. Es porträtiert ein ergreifendes Familiendrama, das mit politischen Intrigen verwoben ist und die Ängste jener Ära hinsichtlich dynastischer Nachfolge und imperialer Ambitionen widerspiegelt.
  • Stil & Technik: Hayez’ Stil verkörpert den romantischen Idealismus, wobei er eine dramatische Komposition und expressive Farbpaletten über akribischen Realismus stellt. Er nutzt das Chiaroscuro – die geschickte Manipulation von Licht und Schatten –, um die emotionale Intensität zu steigern und die Figuren mit bemerkenswerter Präzision zu formen. Gedämpfte Töne dominieren die Szene und schaffen eine Atmosphäre feierlicher Kontemplation, die durch vereinzelte leuchtende Farbakzente unterbrochen wird, um Schlüsselelemente wie die Geste von Jacopos Mutter hervorzuheben.
  • Historischer Kontext: Das Kunstwerk schöpft seine Inspiration aus Pierre Darus „Histoire de la République de Venise“, das die erzwungene Akzeptanz des Dogen gegenüber der Verbannung seines Sohnes nach einer fingierten Hochverratsanklage schildert. Darüber hinaus diente Lord Byrons Tragödie „Die beiden Foscaris“ als anfänglicher Impuls für die künstlerische Erkundung, während Giuseppe Verdis Oper das theatralische Erbe des Themas festigte.
  • Symbolik: Das Gemälde ist reich an symbolischen Gesten. Die unerschütterliche Haltung von Jacopos Vater repräsentiert die Last der Traditionspflege und den Widerstand gegen persönliche Sentimentalität. Der verzweifelte Flehen seiner Mutter verkörpert die kindliche Hingabe und das quälende Dilemma derer, die zwischen der Loyalität zur Familie und der Bindung an die rechtliche Autorität gefangen sind. Der Rat der Zehn symbolisiert die unerbittliche Durchsetzung des venezianischen Gesetzes und hebt die Ungerechtigkeit im Kern der Erzählung hervor.
  • Emotionale Wirkung: Hayez beschwört meisterhaft Gefühle von Trauer, Besorgnis und moralischem Konflikt herauf. Die spürbare Spannung, die von den Figuren ausgeht – das stille Leiden der Frauen, der eisige Blick Loredanos – fängt das psychologische Drama ein, das sich vor den Augen des Betrachters entfaltet. Es ist eine Szene, die dazu anregt, über Themen wie Ehre, Pflicht und die verheerenden Folgen politischer Machenschaften nachzusinnen.
Provenienz: Die Leinwand wurde 1928 in der Galleria Scopinich in Mailand zusammen mit anderen italienischen Gemälden aus kaiserlichen Sammlungen versteigert und schließlich von Antonio Bernocchi erworben – einer prominenten Figur des aufstrebenden unternehmerischen Mittelstandes Mailands und Senator des Königreichs Italien –, was ihren dauerhaften Wert innerhalb der Kunstlandschaft unterstreicht. Größe: 233 x 165 cm Datum: Unbekannt

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Über dieses Kunstwerk

Eckdaten

  • Ort: Gallerie degli Uffizi
  • Medium: Öl auf Leinwand
  • Künstlerischer Stil: Historienmalerei
  • Einflüsse: Lord Byron
  • Künstler: Francesco Hayez
  • Thema oder Motiv: Politische Allegorie; Familientragedie
  • Strömung: Romantik

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