Die Jungfrau mit dem Christuskind und Johannes dem Täufer
Michelangelo Buonarroti (1475 – 1564)
Michelangelo (1475-1564): Renaissance Meister! Entdecken Sie ikonische Skulpturen wie David & Pietà, Fresken der Sixtinischen Kapelle und seinen Einfluss auf die Hochrenaissance und Manierismus Kunst.
Royal Academy of Arts (London, Vereinigtes Königreich)
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Die Verkündigung Marias und Jesu zum Kind – Taddei Tondo
Diese Marmorskulptur von Michelangelo stellt einige bekannte Figuren aus dem Alten Testament dar. Auf der rechten Seite befindet sich Maria, Mutter Jesu, die als junge Frau ihre Arme öffnet und ihren Sohn aufnimmt. Auf der linken Seite steht das Infantbild St. Johannes Baptist mit seinem Taufeimer – ein Objekt, das er häufig in Kunstwerken zeigt. St. Johannes Baptist präsentiert eine Taube dem kleinen Christus. Die Taube wird weitgehend dafür angesehen, dass sie den „Sühnezeit“ Christi repräsentiert (die Zeit des Leidens vor der Kreuzigung), denn eine Taube soll einen Dornenkranz von Christus entfernt haben, als er den Kreuzweg zum Ort trug, wo er gekreuzigt werden sollte. Während es oft angenommen wird, dass Christus sich abwendet und auf seine Mutter deutet, argumentieren jüngere Wissenschaftler, dass Johannes' Pose spielerisch sei – die Taube war eine häufige Haustierart zu dieser Zeit. Diese Marmor wurde zwischen 1504 und 1505 während Michelangelos erster Periode in Florenz gemeißelt und blieb bis zum frühen 19. Jahrhundert im Hause des wohlhabenden Textilhändlers und Kunstsammlers Taddeo Taddei unverändert. Trotz seines prächtigen, kirchlichen Aussehens diente das Werk ursprünglich einem privaten Wohnraum und wurde erst im frühen 19. Jahrhundert für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht.- Künstler: Michelangelo Buonarroti
- Geburtsjahr: 1475
- Sterbdatum: 1564
- Geburtsort: Caprese Michelangelo
- Geburtsland: Italien
Michelangelo Buonarroti, ein Renaissance-Künstler von außergewöhnlicher Vielseitigkeit und künstlerischem Können, prägte das italienische Kunstleben des 16. Jahrhunderts nachhaltig. Geboren am 6. März 1475 in Caprese Michelangelo, einem kleinen Ortsteil der Valtiberina nahe Arezzo, Italien, führte sein Leben zu einer beeindruckenden Begegnung von Talent, Ambition und göttlicher Inspiration. Obwohl sein Vater zunächst eine künstlerische Karriere ablehnte, erwies sich Michelangelos natürliche Begabung für Zeichnungen bald als unbestreitbar und setzte ihn auf einen Weg zur Neuordnung der Grenzen von Skulptur, Malerei und Architektur. Seine frühe Ausbildung unter Domenico Ghirlandaio vermittelte ihm grundlegende Fähigkeiten in Fresko und Drahtzeichnung, doch war es innerhalb der Medici-Gärten – einem Zufluchtsort der klassischen Antike – dass seine künstlerische Seele wirklich erwachte. Umgeben von Studien griechischer und römischer Skulpturen ließ sich Michelangelo die Prinzipien der Anatomie, Proportion und idealisierte Schönheit aufnehmen, die zu Kennzeichen seines Stils wurden. Diese Ausbildung prägte sein gesamtes Werk und ermöglichte ihm eine außergewöhnliche Darstellung menschlicher Körperlichkeit und Emotionen.
Die Marmorskulptur wurde zwischen 1504 und 1505 während Michelangelos erster Periode in Florenz gemeißelt und blieb bis zum frühen 19. Jahrhundert im Hause des wohlhabenden Textilhändlers und Kunstsammlers Taddeo Taddei unverändert. Trotz seines prächtigen, kirchlichen Aussehens diente das Werk ursprünglich einem privaten Wohnraum und wurde erst im frühen 19. Jahrhundert für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Giorgio Vasari, ein bedeutender Kunsthistoriker und Schriftsteller des 16. Jahrhunderts, beschrieb Michelangelo als „den größten Künstler seiner Zeit“ und hob hervor, dass seine Werke über die anderer Künstler hinausgingen und „die höchste Leistung darstellen“, indem sie eine tiefgreifende Ehrfurcht und Ergriffenheit bei den Betrachtern hervorriefen. Diese Aussage spiegelt die allgemeine Anerkennung Michelangelos als eines der wichtigsten Figuren der italienischen Renaissance wider und unterstreicht dessen Einfluss auf die Entwicklung europäischer Kunstgeschichte.
Ein besonderes Augenmerk gilt der Symbolik des Bildes. Die Taube, die St. Johannes Baptist dem kleinen Christus präsentiert, steht für den Heiligen Geist und symbolisiert damit die göttliche Gegenwart und Hoffnung. Ihr Geschenk ist eine klare Anspielung auf das Evangelium und erinnert an die zentrale Rolle Jesu Christi im christlichen Glauben.
Die Darstellung Marias und Jesu zum Kind ist ein Meisterwerk der Renaissancekunst und wird bis heute für ihre Schönheit und Ausdruckskraft bewundert. Das Werk verkörpert nicht nur die religiöse Bedeutung des christlichen Glaubens, sondern auch die künstlerische Perfektion und menschliche Größe des großen Michelangelo Buonarroti.
Über dieses Kunstwerk
- Titel: Die Jungfrau mit dem Christuskind und Johannes dem Täufer
- Künstler: Michelangelo Buonarroti
- Jahr: 1505
- Format: Quadratisch
- Urheberrechtlicher Status: Gemeinfreiheit
- Ausstellung/Standort: Royal Academy of Arts
- Schöpferische Phase: Early Renaissance
- Farbpalette: Neutrale Töne
- Hauptfarbe: Spachtelgrau
- Verwendungszweck: Akzentuierung
Eckdaten
- Notable elements or techniques: Direkter Angriffstechnik
- Year: 1504–1505
- Movement: Hochrenaissance
- Title: Die Verkündigung
- Artistic style: Mannierismus
- Medium: Marmorrelief
- Artist: Michelangelo Buonarroti


