Die Kirche St. Nikolaus am Fluss Mala Neva
Aquarell
Wandkunst
Russian Landscape Impressionism
1880
50.0 x 35.0 cm
Eremitage Museum
Giclée / Kunstdruck
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Die Kirche St. Nikolaus am Fluss Mala Neva
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Sammlerstück-Beschreibung
Die Kirche St. Nikolajs auf der Malaya Neva – Ein Meisterwerk Russischer Landschaftsmalerei
Die Kirche St. Nikolajs auf der Malaya Neva, gemalt von Albert Benois im Jahr 1880, ist mehr als nur eine religiöse Gebäude Darstellung; sie verkörpert einen Schlüsselmoment in der russischen Kunstgeschichte und ein beeindruckendes Beispiel für die Sprache der Aquarelltechnik. Dieses Werk befindet sich heute im Hermitage Museum und zieht Besucher aus aller Welt an, die fasziniert sind von seiner Schönheit und seinem tiefen Ausdruckskraft. ### Ein Blick auf den Künstler und seine Zeit Albert Nikolayevich Benois (1852-1936) war ein außergewöhnlicher russischer Maler und Kunsthistoriker, dessen Leben und Werk untrennbar mit der Entwicklung des russischen Impressionismus verbunden sind. Geboren in Sankt Petersburg, entstammt er einer Familie mit tiefen künstlerischen Wurzeln – sein Vater, Nicholas Benois, war ein renomierter Architekt und verantwortlich für zahlreiche prächtige Gebäude in der Stadt, darunter das Prinzipal Stables bei Peterhof. Diese familiäre Verbindung zu Architektur und Kunst prägte seinen eigenen künstlerischen Blickwinkel maßgeblich. Benois gründete gemeinsam mit anderen Künstlern die „Kreis der russischen Aquarellisten“ (*Russkoe Kratokrasnoye Obshchestvo*) im Jahr 1880, eine Bewegung, die sich für die Anerkennung des Aquarells als ernsthafte Kunstform einsetzte und damit einen wichtigen Beitrag zur Debatte über künstlerische Ausdruckskraft innerhalb der russischen Kunstwelt leistete. Diese Gruppe setzte neue Maßstäbe für die Darstellung von Landschaft und Architektur und beeinflusste zahlreiche junge Künstler nachhaltig. Das Werk entstand im Kontext einer Zeit großer kultureller Veränderung und sozialer Aufbruch – eine Epoche, in der Russland sich zunehmend dem europäischen Einfluss öffnete und gleichzeitig seine eigene künstlerische Identität stärken wollte. ### Stil und Technik: Eine Symphonie von Farbe und Licht Benois’ Aquarell ist ein beeindruckendes Beispiel für die Kunst des Impressionismus und zeichnet sich durch eine besondere Sensibilität für Licht und Atmosphäre aus. Er verwendete eine raffinierte Farbpalette, wobei er hauptsächlich warme Gelb- und Rottöne setzte, um die Wärme der Sonne und die Schönheit der Kirche zu einfangen. Durch geschickte Verwendung von verschiedenen Aquarelltechniken – insbesondere das sogenannte „Verwenden von mehreren Schichten“ (*Многослойное использование красок*) – gelang es ihm, eine außergewöhnliche Tiefe und Plastizität zu erreichen. Dabei wurde besonderes Augenmerk auf die Darstellung von Lichtreflexionen auf der Fassade und den Kirchengläsern gelegt, wodurch ein beeindruckendes Gefühl für Raum und Perspektive entstand. Die Verwendung von leicht verschwommenen Linien und Formen verstärkte zusätzlich den romantischen Charakter des Gemäldes und unterstreicht dessen Fähigkeit, Emotionen zu vermitteln. Eine besondere Herausforderung bestand darin, die komplexen Strukturen der Kirche und ihrer Umgebung möglichst genau wiederzugeben, ohne dabei eine gewisse künstlerische Freiheit aufzugeben. ### Symbolik und Ausdruckskraft: Mehr als nur ein Landschaftsbild Die Kirche St. Nikolajs ist nicht nur eine Darstellung eines Gebäudes; sie steht für Glauben, Tradition und Gemeinschaft – Werte, die tief in der russischen Kultur verwurzelt sind. Durch seine ruhige Komposition und seine ausgewogene Farbgebung wirkt das Gemälde beruhigend und einladend zugleich. Die Kirche wird hier als zentrales Element dargestellt und umgeben von Figuren, die verschiedene Aktivitäten ausüben – Menschen spazieren entlang des Flusslaufs und beobachten die Kirchengebäude mit Ehrfurcht und Aufmerksamkeit. Diese Darstellung spiegelt eine tiefere Bedeutung wider: Sie erinnert daran, dass Kunst nicht nur Schönheit vermitteln kann, sondern auch zum Nachdenken über fundamentale Fragen der menschlichen Existenz anregen kann. Benois gelang es damit, ein Werk zu schaffen, das sowohl ästhetisch beeindruckend als auch philosophisch tiefgründig ist und bis heute Besucher fasziniert. Das Gemälde wird oft als Ausdruck eines bestimmten Lebensgefühls betrachtet – eines Gefühls von Wärme, Geborgenheit und Verbindung zur Natur und zum Glauben. Es erinnert uns daran, dass Kunst eine Sprache ist, die über Worte hinausgeht und unsere Emotionen direkt anspricht.Ähnliche Kunstwerke
Über den Künstler
Albert Nikolayevich Benois: A Watercolorist of Russian Landscapes and Cultural Bridges
Born in St. Petersburg on March 14, 1852, into a family deeply intertwined with the artistic and intellectual currents of Russia, Albert Nikolayevich Benois (died May 16, 1936) emerged as a significant figure in late 19th and early 20th-century Russian art. His lineage—descended from Louis Jules Benois, a French confectioner who became a royal headwaiter—combined European sophistication with the rich traditions of his homeland, shaping an artistic sensibility that would ultimately bridge diverse cultural landscapes. Benois’s life was not merely one of artistic creation; it was a tapestry woven with family legacies, academic pursuits, and extensive travels, all contributing to the unique perspective reflected in his evocative watercolor paintings.
His early years were steeped in artistic influence. Educated at the Imperial Academy of Arts from 1871 to 1877, Benois initially focused on architecture before discovering a profound passion for watercolor painting under the guidance of Luigi Premazzi. This shift proved pivotal, establishing his signature style—characterized by delicate washes, atmospheric perspective, and an intimate portrayal of Russian landscapes and architectural details. Crucially, he was part of the founding members of the “Circle of Russian Watercolorists” (Russkoe Kratokrasnoye Obshchestvo) in 1880, a group that championed watercolor as a serious artistic medium and challenged the dominance of oil painting within the Russian art establishment. This association exposed him to innovative techniques and fostered a spirit of experimentation that would inform his later work.
The Influence of Family and Travel
Benois’s family history profoundly shaped his artistic trajectory. His father, Nicholas Benois, was a renowned architect responsible for many iconic buildings in St. Petersburg, including the Principal Imperial Stables at Peterhof. His mother, Camilla Cavos, a granddaughter of Catterino Cavos (the designer of the Mariinsky Theatre), instilled within him an appreciation for elegance and theatricality. The family’s connections to prominent musicians—particularly Nikolai Tcherepnin, with whom he maintained a close relationship—further enriched his cultural awareness. However, it was Benois's own travels that truly broadened his artistic horizons. Beginning in 1890, he embarked on extensive journeys through Europe, North Africa, Central Asia, Korea, and Japan, meticulously documenting the landscapes, architecture, and people he encountered. These experiences weren’t merely sightseeing trips; they were immersive investigations into diverse cultures, resulting in a series of paintings that captured the essence of these faraway lands with remarkable sensitivity and detail.
A Curator and Artistic Collaborator
Beyond his painting practice, Benois played an active role in the Russian art world. He served as a keeper at the Alexander III Russian Museum from 1895 to 1903, gaining invaluable experience in museum management and collection curation. In 1894, he was appointed a professor of watercolor painting at the Imperial Academy of Arts, a position he held until 1905, shaping generations of young artists. His involvement extended beyond academia; he became a curator at the Russian Museum in 1903, contributing to its expansion and development. Notably, his collaboration with Sergei Diaghilev’s Ballets Russes proved transformative. Benois's stage designs—particularly for “Les Sylphides,” “Giselle,” and “Petrushka”—were groundbreaking, employing innovative color palettes, architectural elements, and a sense of theatricality that redefined ballet aesthetics. His work with the Moscow Art Theatre further solidified his reputation as a versatile artist and designer.
Legacy and Artistic Significance
Albert Nikolayevich Benois’s legacy extends far beyond his individual paintings. He was a pivotal figure in the development of Russian watercolor, elevating it from a secondary medium to one of serious artistic merit. His meticulous observation, atmospheric rendering, and ability to capture both the grandeur and intimacy of landscapes—from the vast expanse of the Finnish skerries to the bustling streets of St. Petersburg—established him as a master of his craft. His travels not only enriched his artistic repertoire but also fostered a deep appreciation for cultural diversity, reflected in the nuanced portrayals of foreign lands within his oeuvre. Benois’s work continues to be celebrated for its beauty, technical skill, and profound connection to Russian culture and history. His influence can still be felt today in the works of contemporary watercolor artists who draw inspiration from his innovative techniques and artistic vision.
albert nikolaevich benois
1852 - 1936
Kurzinfos
- Artistic Movement Or Style: Watercolor landscapes
- Artists Or Movements Influenced By This Artist: ['World of Art']
- Artists Who Influenced This Artist: ['Luigi Premazzi']
- Date Of Birth: March 14, 1852
- Date Of Death: May 16, 1936
- Full Name: Albert Nikolayevich Benois
- Nationality: Russian
- Notable Artworks:
- Sunset on the river
- Bay with sailboats, 1900
- Place Of Birth: St Petersburg, Russia

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