Das Leben der Jungfrau. 17. Der Tod Mariens
Giclée / Kunstdruck
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Das Leben der Jungfrau. 17. Der Tod Mariens
Giclée / Kunstdruck
Format der Reproduktion
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Sammlerstück-Beschreibung
Der tiefe Schmerz Mariens: Albrecht Dürers „Das Leben der Jungfrau, 17. Der Tod Mariens“
Albrecht Dürers „Das Leben der Jungfrau, 17. Der Tod Mariens“ ist weit mehr als nur die Darstellung eines ergreifenden Augenblicks der christlichen Ikonografie; es ist eine Meisterklasse der nordalpinen Renaissance-Druckgrafik, ein Zeugnis akribischer Beobachtungsgabe und tiefen emotionalen Verständnisses. Um 1504 entstanden, fängt dieser Kupferstich die letzten Stunden von Marias Leben mit einer Intensität ein, die über seine technische Brillanz hinausgeht und den Betrachter in einen Raum überwältigenden Kummers und spiritueller Ehrfurcht entführt. Die karge monochrome Palette des Werkes – ein sorgfältig orchestrierter Tanz zwischen Graustufen, Schwarz und Weiß – etabliert sofort eine Stimmung der Feierlichkeit, die die Schwere der Szene widerspiegelt.
Eine Sinfonie der Linie: Technik und Handwerkskunst
- Der Gravurprozess: Dürers Geschick liegt in seiner meisterhaften Beherrschung der Stichtechnik. Er ritzte akribisch Linien in eine Kupferplatte und nutzte sowohl die Schraffur (eng beieinander liegende parallele Linien) als auch die Kreuzschraffur, um Tonwerte aufzubauen und ein erstaunlich realistisches Gefühl von Volumen und Textur zu erzeugen.
- Präzision und Detailreichtum: Der Grad an Detailtiefe ist atemberaubend – von den zarten Falten der Gewänder Mariens bis hin zur kunstvollen Darstellung ihres Gesichts trägt jede einzelne Linie zu einem kraftvoll ausdrucksstarken Bild bei. Diese Präzision spiegelt Dürers obsessives Streben nach Genauigkeit wider, ein Markenzeichen seines künstlerischen Schaffens.
- Das architektonische Fundament: Die architektonische Umgebung mit ihren Bögen und schweren Stoffen ist nicht bloß eine Kulisse; sie ist ein integraler Bestandteil der Komposition, der die Erhabenheit und die Bedeutung unterstreicht, die dem Tod Mariens innewohnen.
Symbolik und emotionale Resonanz
Die Szene entfaltet sich in einem Gemach, das Bände über die Überzeugungen der Renaissance spricht. Der Baldachin über Maria, ein Symbol für königliche Würde und Göttlichkeit, erhebt sie in eine Position von unvergleichlicher spiritueller Bedeutung. Christus, der im Bild präsent ist, verkörpert sowohl Mitgefühl als auch göttliche Autorität – seine Hand, die sanft auf ihrem Haupt ruht, signalisiert Trost und Annahme. Die umgebenden Figuren, dargestellt mit unterschiedlichem Maß an Trauer und Ehrfurcht, repräsentieren die universelle menschliche Reaktion auf Verlust und Sterblichkeit. Dürer scheut sich nicht davor, rohe Emotionen darzustellen; die Gesichtsausdrücke der Trauernden sind förmlich greifbar und ziehen den Betrachter direkt in das Herz des Geschehens.
Historischer Kontext und künstlerischer Stil
„Das Leben der Jungfrau, 17. Der Tod Mariens“ ist ein Schlüsselbeispiel für die Druckgrafik der nördlichen Renaissance, die in Deutschland in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts ihre Blütezeit erlebte. Dürers Werk spiegelt die Faszination jener Epoche für Realismus, Humanismus und religiöse Themen wider. Im Gegensatz zu den idealisierten Formen, wie man sie oft in der italienischen Renaissance findet, besitzen Dürers Figuren eine greifbare Qualität, die sein Engagement widerspiegelt, die Welt um ihn herum genau zu beobachten und wahrheitsgetreu darzustellen. Sein Einfluss reichte weit über Nürnberg hinaus und prägte den Kurs der Druckgrafik für kommende Generationen.
Ein zeitloses Meisterwerk – Perfekt für die Präsentation
Diese handbemalte Reproduktion fängt nicht nur ein Bild ein, sondern die eigentliche Essenz von Dürers künstlerischer Vision. Ob zur Zierde eines prachtvollen Salons oder eines intimeren Raumes – dieses Kunstwerk bietet eine kraftvolle Verbindung zu einem der berühmtesten Künstler der Geschichte und seiner tiefgründigen Auseinandersetzung mit Glauben, Trauer und menschlicher Emotion. Seine zeitlose Anziehungskraft macht es zu einer wertvollen Bereicherung für jede anspruchsvolle Sammlung.
Ähnliche Kunstwerke
Über den Künstler
Albrecht Dürer: Leben und Vermächtnis
Frühes Leben und Ausbildung
Albrecht Dürer, eine herausragende Figur der deutschen Renaissance, wurde am 21. Mai 1471 in Nurnberg, Deutschland, geboren. Sein Vater, Albrecht Dürer der Ältere, war ein erfolgreicher Goldschmied, und es war in dieser künstlerischen Umgebung, dass sich bei dem jungen Albrecht die Neigung zum Kunsthandwerk entfaltete. Mit dreizehn Jahren begann er seine Ausbildung bei Michael Wolgemut, einem führenden Künstler in Nurnberg, wo er grundlegende Fähigkeiten in Malerei, Zeichnung und Holzschnitt erwarb. Ein Selbstporträt aus dem Jahr 1484, das sich im Albertina in Wien befindet, bietet beeindruckende Beweise für sein frühreifes Talent.
Aufstieg zur Prominenz und künstlerische Entwicklung
Bis zu seinem zwanzigsten Lebensjahr hatte sich Dürer als Meister des Holzschnitts etabliert und Anerkennung in ganz Europa erlangt. Er unternahm Reisen nach Italien, wo er die Werke von Renaissance-Meistern wie Raphael, Giovanni Bellini und Leonardo da Vinci kennenlernte. Diese Begegnungen beeinflussten seinen künstlerischen Stil nachhaltig und führten ihn dazu, klassische Motive und Techniken in seine nordeuropäische Ästhetik zu integrieren.
Schlüsselwerke und künstlerischer Stil
Dürers Œuvre umfasst eine breite Palette von Medien, darunter Gemälde, Radierungen, Holzschnitte und theoretische Schriften. Zu seinen bekanntesten Werken gehören:
- Die Apokalypse-Serie (1498): Eine Sammlung von vierzehn Holzschnitten, die das Buch der Offenbarung illustrieren und Dürers Können in diesem Medium zeigen, trotz seiner gotischen stilistischen Elemente.
- Melancholia I (1514): Vielleicht sein rätselhaftester Kupferstich, Melancholia I ist weiterhin Gegenstand intensiver wissenschaftlicher Analyse und Interpretation.
- St. Jerome in seinem Arbeitszimmer (1514): Eine meisterhafte Kupferätzung, die Dürers außergewöhnliche Beherrschung von Perspektive, Detail und symbolischer Darstellung demonstriert.
Dürers Stil ist durch akribische Realismus, präzise Draftsmanship und ein tiefes Verständnis von Anatomie und Perspektive gekennzeichnet. Er war auch Pionier bei der Verwendung von Aquarell als eigenständiges Medium.
Theoretische Beiträge
Über seine künstlerische Praxis hinaus leistete Dürer bedeutende Beiträge zur Kunsttheorie. Er verfasste mehrere Schriften über Geometrie, Proportionen und menschliche Anatomie, darunter Vier Bücher der menschlichen Proportion (1528). Diese Schriften demonstrieren seinen Glauben an die mathematischen Grundlagen der Kunst und sein Engagement für die Etablierung eines wissenschaftlichen Ansatzes zur künstlerischen Schaffung.
Vermächtnis und historische Bedeutung
Albrecht Dürers Einfluss auf die Kunstwelt ist unbestreitbar. Er schloss die Lücke zwischen nordeuropäischen Traditionen und italienischen Renaissance-Idealen, indem er klassische Motive in die nordeuropäische Kunst einführte, während er gleichzeitig ihren einzigartigen Charakter bewahrte. Seine theoretischen Schriften trugen dazu bei, den Status von Künstlern zu erhöhen und einen neuen intellektuellen Rahmen für künstlerliche Praxis zu etablieren. Er bleibt eine zentrale Figur in der Geschichte der Kunst und inspiriert bis heute Generationen von Künstlern mit seiner technischen Begabung, seinem innovativen Geist und seiner tiefgründigen Vision.
Einflüsse
- Michael Wolgemut
- Leonardo da Vinci
- Raphael
- Giovanni Bellini
Albrecht Dürer
1471 - 1528 , Italy
Kurzinfos
- Beeinflusste Künstler:
- Michael Wolgemut
- Raphael
- Giovanni Bellini
- Leonardo da Vinci
- Bemerkenswerte Werke:
- Apokalypse-Serie
- Melancholia I
- St. Hieronymus im Arbeitszimmer
- Geburtsdatum: 21. Mai 1471
- Geburtsort: Nürnberg, Italien
- Künstlerische Bewegung: Deutsche Renaissance
- Nationalität: Deutsch
- Sterbedatum: 1528
- Vollständiger Name: Albrecht Dürer



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