Sitzende Frau mit angezogenen Beinen, 1917, Narodni Galerie
Handgefertigte Ölreproduktion
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Sitzende Frau mit angezogenen Beinen, 1917, Narodni Galerie
Art der Reproduktion
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Gesamtpreis
$ 263
Beschreibung des Kunstwerks
Ein Porträt stiller Verzweiflung: Egon Schieles „Sitzende Frau mit angezogenen Beinen“, 1917
- Der Bildinhalt: Dieses fesselnde Gemälde zeigt eine einsame Frau, die auf dem Boden sitzt, ihre Beine eng an die Brust gezogen, begleitet von einem treuen Hund, der friedlich zu ihren Füßen ruht. Die Szene ist mit einem unerbittlichen Realismus dargestellt, der das tiefe emotionale Gewicht, das sie trägt, kaum erahnen lässt.
- Die Vision des Künstlers: Dieses 1917 von Egon Schiele, einer Schlüsselfigur des Wiener Expressionismus, geschaffene Werk verkörpert seinen zutiefst persönlichen und oft beunruhigenden Ansatz der Porträtmalerei. Schiele war berühmt für seine Fähigkeit, nicht nur die physische Ähnlichkeit, sondern auch den psychischen Zustand seiner Motive einzufangen – eine Fertigkeit, die er durch jahrelange Beobachtung und ein scharfes Verständnis menschlicher Verletzlichkeit perfektionierte.
Stil und Technik: Die Sprache der Angst
- Expressionistischer Stil: „Sitzende Frau mit angezogenen Beinen“ ist fest in der Bewegung des Expressionismus verwurzelt, die durch die Verzerrung von Formen gekennzeichnet ist, um Emotionen statt der objektiven Realität zu vermitteln. Schieles Verwendung von eckigen Linien, einer flachen Perspektive und einer bewusst unbehaglichen Komposition trägt zu einem spürbaren Gefühl der Unruhe und Introspektion bei.
- Zeichentechnik: Das Gemälde zeigt Schieles meisterhafte Beherrschung von Kohle und Pastell – Techniken, die er wegen ihrer Fähigkeit schätzte, reiche Texturen und subtile Tonabstufungen zu erzeugen. Beachten Sie die akribische Darstellung der Haut der Frau, die sowohl ihre zarte Schönheit als auch die zugrunde liegende Spannung in ihrer Haltung einfängt. Der lockere Farbauftrag verstärkt die rohe, fast viszerale Qualität des Werkes.
Historischer Kontext und Symbolik
- Die Wiener Kunstszene: Schiele arbeitete in einer Zeit immenser sozialer und politischer Umwälzungen in Wien – einer Stadt, die mit den Folgen des Ersten Weltkriegs, dem Aufstieg des Faschismus und einem allgegenwärtigen Gefühl der Desillusionierung kämpfte. Seine Kunst spiegelt diese Atmosphäre der Angst und Ungewissheit wider.
- Symbolische Elemente: Die Haltung der Frau – die Beine an die Brust gezogen – ist voller symbolischer Bedeutung. Sie deutet auf Verletzlichkeit, Selbstbeobachtung und vielleicht sogar einen Rückzug aus der Welt hin. Der Hund, ein ständiger Begleiter, repräsentiert Loyalität und bedingungslose Liebe – ein ergreifender Kontrast zur offensichtlichen Isolation der Frau. Die Farbspritzer auf ihrer Kleidung könnten als Zeichen des Kampfes oder als bewusste Ablehnung konventioneller Schönheit interpretiert werden.
Emotionale Wirkung und künstlerisches Erbe
- Psychologische Tiefe: Schieles Fähigkeit, solch tiefgreifende emotionale Reaktionen bei seinen Betrachtern hervorzurufen, unterscheidet ihn als einen der bedeutendsten Künstler des 20. Jahrhunderts. „Sitzende Frau mit angezogenen Beinen“ ist nicht bloß ein Porträt; es ist eine Erkundung menschlicher Zerbrechlichkeit, Einsamkeit und der fortwährenden Suche nach Sinn in einer chaotischen Welt.
- Ein zeitloses Meisterwerk: Dieses Gemälde findet auch heute noch Anklang beim Publikum, dank seiner rohen Ehrlichkeit und der unerschütterlichen Darstellung des menschlichen Zustands. Seine Kraft liegt nicht nur in Schieles technischem Geschick, sondern auch in seiner Fähigkeit, universelle Emotionen anzusprechen – Gefühle, die Zeit und Kultur transzendieren.
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Über den Künstler
Egon Schiele: Leben und Werk
Frühes Leben und Einflüsse
- Geboren am 12. Juni 1890 in Tulln an der Donau, Niederösterreich, erlebte Egon Schiele ein Kindheitsleben, das von künstlerischem Interesse und persönlicher Notlage geprägt war.
- Sein Vater, Adolf Schiele, war Stationsmeister und vermittelte seinem Sohn eine Faszination für Züge – ein Motiv, das sich später subtil in seiner Arbeit wiederfinden würde.
- Der frühe Tod seines Vaters durch Syphilis im Alter von 14 Jahren hatte einen tiefgreifenden Einfluss auf ihn und führte zu seiner Erziehung durch seinen Onkel mütterlicherseits, Leopold Czihaczek.
- Czihaczek bot Unterstützung, übte aber auch eine kontrollierende Einflüsse aus, die zur komplexen emotionalen Landschaft beitrugen, die in Schieles Kunstwerke reflektiert werden.
Künstlerische Reise und Entwicklung
- Schieles künstlerisches Ausbildung begann an der Kunstgewerbeschule (Kunstgewerbeschule) in Wien, aber er wechselte bald an die Akademie der bildenden Künste (Akademie der Bildenden Künste).
- Er wurde schnell disillusioned mit dem konservativen Ansatz der Akademie und fand ihn behindernd für seine ausdrucksstarke Vision. Er verließ schließlich die formale Ausbildung.
- Frühe Einflüsse waren Gustav Klimt, eine führende Figur der Wiener Secession, dessen dekorativer Stil und die Erforschung von Symbolik Schiele resonierten. Schiele entwickelte jedoch bald einen eigenständigen Stil.
- Seine frühen Werke zeigten oft verstörender Portraits und Selbstporträts, die durch verzerrte Figuren und intensive Emotionalität gekennzeichnet waren.
Wesentliche Merkmale und Themen
- Schieles Kunst ist bekannt für ihre Rohheit, Ehrlichkeit und psychologische Tiefe. Er erforschte mutig Themen wie Sexualität, Tod, Angst und Isolation.
- Sein unverwechselbarer Stil zeichnet sich durch verlängerte Figuren, verzerrte Posen und ausdrucksstarke Linien aus, die ein Gefühl von Verletzlichkeit und emotionalem Aufruhr vermitteln.
- Selbstporträts machen einen bedeutenden Teil seines Œuvres aus und bieten intime Einblicke in seine innere Welt.
- Er schuf auch zahlreiche Porträts anderer Personen, die oft mit unverblümender Realismus und psychologischem Verständnis dargestellt wurden.
- Landschaftsbildung spielte eine Rolle in seiner Arbeit und demonstrierte sein Können in Form und Farbe, obwohl sie weniger zentral war als seine figurativen Werke.
Wichtige Leistungen und Anerkennung
- Trotz Zensur und rechtlicher Herausforderungen (einschließlich einer kurzzeitigen Inhaftierung wegen angeblichen Korrupterns von Minderjährigen mit seiner Kunst) erlangte Schiele innerhalb der Wiener Avantgarde Anerkennung.
- Er gründete 1909 die Neues Wiener Kunstgruppe (Neue Wiener Künstlergruppe) und präsentierte seine Werke neben anderen progressiven Künstlern.
- Signifikante Werke sind unter anderem Selbstporträt mit Physalis, Paar Umarmend und Feldschlag (Kreuzberg bei Krumau).
- Bis zu seinem frühzeitigen Tod hatte sich Schiele als eine führende Figur des österreichischen Expressionismus etabliert.
Historische Bedeutung und Vermächtnis
- Egon Schiele starb 1918 während der Spanischen Grippeepidemie im Alter von 28 Jahren und beendete damit eine vielversprechende Karriere.
- Seine Arbeit beeinflusste nachfolgende Generationen von Künstlern, insbesondere diejenigen, die sich für die Erforschung psychologischer Themen und die Herausforderung konventioneller künstlerischer Normen interessierten.
- Schieles mutiger Ansatz in Bezug auf Form und Gegenstandsmaterial spiegelt sich bis heute wider und macht ihn zu einer der wichtigsten und einflussreichsten Figuren der frühen 20. Jahrhunderts Kunst.
- Seine Gemälde werden heute in wichtigen Museumsammlungen weltweit aufbewahrt, und Reproduktionen seiner Werke sind weit verbreitet, was sein künstlerisches Vermächtnis sicherstellt.
Egon Schiele
1890 - 1918 , kroatien
Kurzinfos
- Beeinflusste Künstler: ['Nachfolgende Generationen']
- Bemerkenswerte Werke:
- Selbstporträt mit Wucherblume
- Paar Umarmend
- Feldbild (Kreuzberg bei Krumau)
- Einflussreiche Künstler: ['Gustav Klimt']
- Geburtsdatum: 12. Juni 1890
- Geburtsort: Tulln, Österreich
- Künstlerische Richtung: Expressionismus
- Nationalität: Österreichisch
- Todatum: 1918
- Vollständiger Name: Egon Schiele



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