Vita alpina. Dreifaltigkeitsbild 1
Handgefertigte Ölreproduktion
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Vita alpina. Dreifaltigkeitsbild 1
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Beschreibung des Kunstwerks
Vita alpina. Triptico 1 – Ein Ausdrucksstück der deutschen Expressionismus
Ernst Ludwig Kirchner, ein Name, der für die ungezügelte emotionale Kraft des deutschen Expressionismus steht, wurde in einer Welt geboren, die sich auf dem Weg zum dramatischen Wandel befand. Seine Geburt in Aschaffenburg, Bayern, im Jahr 1880, prägte den Beginn eines Lebens tief verbunden mit künstlerischer Innovation und persönlicher Turbulenzen. Die wechselnden Landschaftsbilder seiner Kindheit – bestimmt von seinem Vaters Beruf –, vermittelten ihm ein Gefühl der Entwurzelung, das sich später in seinem Werk widerspiegeln würde. Von Frankfurt nach Perlen und schließlich nach Chemnitz zog sich junge Kirchner durch die zunehmende Modernisierung Deutschlands und ließ sich von den Ängsten einer Zeit prägen, die Künstler wie ihn herausforderte. Obwohl zunächst für Architektur am Königlichen Technischen Hochschule Dresden vorgesehen, fand sein Interesse zum Malen durch Bewunderung für Meister wie Albrecht Dürer und eine Abkehr von akademischer Konvention seinen Weg. Er fand Gleichgesinnte unter Rebellen – Fritz Bleyl und Karl Schmidt-Rottluff –, die gemeinsam den Kampf gegen etablierte künstlerische Normen aufgriffen und einen neuen Ausdruck für ihre Erfahrungen suchten.- Überblick: Das Werk präsentiert eine lebendige und stilisiert dargestellte Alpenlandschaft. Es zeichnet sich durch kräftige Farben, vereinfachte Formen und eine dynamische Komposition aus, die ein Gefühl von Energie und Bewegung vermittelt. Die Szene spielt sich in einer Gebirgsregion ab, inmitten der Hügel gelegen, und wird von Gebäuden sowie Figuren begleitet, die mit Vieh ausgestattet sind.
- Komposition: Die Perspektive ist leicht flach gehalten und schafft eine unmittelbare Wirkung. Die Berge dominieren den oberen Bereich des Leinwandbildes und bilden einen starken Hintergrund für die Aktivitäten im unteren Bereich. Gebäude gruppieren sich auf der linken Seite und Figuren sowie Tiere nehmen den zentralen Vordergrund ein. Eine diagonale Linie, die durch die Anordnung von Gebäuden und Figuren zieht, lenkt das Auge über die gesamte Komposition.
- Farbenpalette: Die Farbpalette ist auffällig und nicht naturgetreu gestaltet. Helle Gelb-, Rosa-, Blau-, Grüntöne und Rottöne werden eingesetzt, um eine emotionale Wirkung zu erzielen und nicht auf eine realistische Darstellung abzielen. Farben werden großzügig aufgetragen und schaffen Bereiche intensiver Farbe.
- Linienführung: Linien sind generell dick und expressiv und tragen zur Gesamtdynamik des Gemäldes bei. Umrisse von Formen werden betont, insbesondere in den Bergen und Gebäuden. Winkelnde Linien definieren die Gipfel der Berge und erzeugen ein Gefühl von Zerstörung.
- Formen: Formen sind vereinfacht und geometrisch dargestellt. Gebäude werden als blockartige Formen dargestellt und die Berge haben scharfe, dreieckige Silhouetten. Figuren werden ebenfalls stilisiert mit wenig Detailarbeit.
Ähnliche Kunstwerke
Über den Künstler
Ernst Ludwig Kirchner: Leben und Vermächtnis
Frühes Leben und Ausbildung
Ernst Ludwig Kirchner, eine zentrale Figur des deutschen Expressionismus, wurde am 6. Mai 1880 in Aschaffenburg, Bayern, geboren. Sein Familienhintergrund – preußischer Herkunft väterlicherseits und hugenottische Abstammung mütterlicherseits – prägte seine künstlerische Identität maßgeblich. Häufige Umzüge während seiner Kindheit – aufgrund der Stellensuche seines Vaters – führten dazu, dass Kirchner Schulen in Frankfurt und Perlen besuchte, bevor er sich mit seiner Familie in Chemnitz niederließ, als sein Vater eine Position an der örtlichen Technischen Hochschule annahm.
Im Jahr 1901 begann Kirchner ein Studium der Architektur an der Königlichen Technischen Hochschule (RTH) in Dresden. Er wandte sich jedoch bald der Malerei zu und fand Inspiration in den Werken von Künstlern wie Albrecht Dürer, wobei er zusammen mit seinem Freund Fritz Bleyl eine radikale Kunstauffassung entwickelte.
Gründung von Die Brücke
Ein Wendepunkt in Kirchners Karriere war die Gründung von Die Brücke („Die Brücke“) im Jahr 1905, zu der er sich mit Bleyl, Karl Schmidt-Rottluff und Erich Heckel zusammenschloss. Diese Gruppe strebte danach, die Kluft zwischen traditionellen akademischen Stilen und einer emotional aufgeladenen, modernen Form des Ausdrucks zu überbrücken. Sie suchten Inspiration in primitiver Kunst, insbesondere aus Afrika und Ozeanien, sowie in den Werken von Vincent van Gogh und Edvard Munch.
Künstlerischer Stil und Haupteigenschaften
Kirchners künstlerischer Stil zeichnet sich durch kräftige Farben, expressive Pinselstriche und oft verstörende Kompositionen aus. Er stellte häufig urbane Szenen dar und porträtierte so die Entfremdung und Ängste des modernen Lebens im frühen 20. Jahrhundert in Deutschland. Seine Werke umfassen auch eine bedeutende Anzahl von Aktzeichnungen in natürlichen Landschaften, die seine Faszination für Bewegung und Form zeigen.
- Kräftige Farbpaletten: Kirchner setzte lebendige, oft nicht-naturalistische Farben ein, um Emotionen zu vermitteln.
- Expressiver Pinselstrich: Seine Pinselstriche sind energiegeladen und sichtbar und tragen so zur emotionalen Intensität seiner Gemälde bei.
- Verzerrte Formen: Figuren und Objekte werden oft verzerrt oder verlängert, was eine subjektive anstelle einer objektiven Realität widerspiegelt.
- Urbanes Thema: Viele seiner Werke zeigen belebte Stadtstraßen und die psychologischen Auswirkungen des modernen urbanen Lebens.
Wichtige Werke und Errungenschaften
Zu Kirchners bedeutendsten Werken gehören:
- Die Straße (1908) – Eine typische Darstellung des Berliner Straßenlebens, die seine Energie und Entfremdung einfängt.
- Tanzende Springerin, Gret Palucca (1912) – Zeigt sein Interesse an ausdrucksvoller Bewegung und der menschlichen Form.
- Selbstbildnis mit einer Modellin (1910) - Ein eindrucksvolles Beispiel für seine Selbsterkundung durch Kunst.
- Fünf Frauen auf der Straße (1913)
Späteres Leben, Herausforderungen und Vermächtnis
Kirchners Leben war von persönlichen Turbulenzen geprägt. Er erlitt während des Ersten Weltkriegs einen psychischen Zusammenbruch und zog sich daraufhin nach die Schweiz zurück. Der Aufstieg des Nationalsozialismus brachte weitere Not mit sich; über 600 seiner Werke wurden beschlagnahmt und als "entartete Kunst" gebrandmarkt. Kirchner beging im Juni 1938 in Davos, Schweiz, unter dem Druck von Verfolgung und gesundheitlichem Niedergang tragischerweise Selbstmord.
Trotz dieses tragischen Endes lebt Ernst Ludwig Kirchners Vermächtnis fort. Er bleibt eine zentrale Figur des deutschen Expressionismus und beeinflusst mit seinem kühnen Stil und seinen emotional aufgeladenen Darstellungen des modernen Lebens Generationen von Künstlern. Seine Werke werden weiterhin in wichtigen Museen auf der ganzen Welt ausgestellt und sind bei Sammlern sehr begehrt.
Einflüsse & Wirkung
Beeinflusst von: Albrecht Dürer, Vincent van Gogh, Edvard Munch, Primitive Kunst (Afrikanisch & Ozeanisch)
Beeinflusste: Kirchners Werk hatte einen tiefgreifenden Einfluss auf nachfolgende Generationen von Expressionisten und Modernen Künstlern. Seine Erforschung psychologischer Themen und seine innovative Verwendung von Farbe und Form inspirieren bis heute zeitgenössische Kunstpraktiken.
Ernst Ludwig Kirchner
1880 - 1938 , Deutschland
Kurzinfos
- Beeinflusste Künstler:
- Expressionistische Künstler
- Moderne Künstler
- Bemerkenswerte Werke:
- Die Straße
- Tanzende Gret Palucca
- Selbstbildnis mit Modell
- Fünf Frauen auf der Straße
- Geburtsdatum: 6. Mai 1880
- Geburtsort: Aschaffenburg, Deutschland
- Künstlerische Bewegung: Expressionismus, Die Brücke
- Künstlerische Einflüsse:
- Albrecht Dürer
- Vincent van Gogh
- Edvard Munch
- Nationalität: Deutsch
- Todestag: 15. Juni 1938
- Vollständiger Name: Ernst Ludwig Kirchner


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