Doppelporträt eines jungen Mädchens (Mademoiselle Lafuite.)
Handgefertigte Ölreproduktion
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Doppelporträt eines jungen Mädchens (Mademoiselle Lafuite.)
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Das Echo der Unschuld: Gauguins Doppelporträt
Vor Paul Gauguins Doppelporträt eines jungen Mädchens (Mademoiselle Lafuite.) zu stehen bedeutet, einen Moment zu betreten, der zwischen kindlichem Staunen und künstlerischer Rebellion schwebt. Dieses 1883 entstandene Ölgemälde auf Leinwand geht weit über die bloße Darstellung zweier Mädchen hinaus; es fängt eine emotionale Resonanz ein, ein lebendiges Echo der Jugend, das vor dem Hintergrund der aufstrebenden Strömungen der modernen Kunst steht. Die unmittelbare Anziehungskraft ist unbestreitbar: zwei Figuren, beide in auffällige rote Kleider gehüllt, ihr passendes rotes Haar zu ordentlichen Pferdeschwänzen gebunden, was eine gemeinsame Erzählung oder vielleicht eine gespiegelte Kontemplation suggeriert. Gauguin rahmt sie meisterhaft in einem intimen häuslichen Umfeld ein – ein Stuhl mit Kissen, der in der Nähe eines Fensters zu stehen scheint – und verleiht der Szene eine spürbare Wärme, die den Betrachter in ihre stille Umarmung einlädt.
Eine Abkehr vom Naturalismus: Die Vision des Postimpressionismus
Dieses Werk ist ein tiefgreifendes Zeugnis für Gauguins revolutionären Geist und markiert eine bedeutende Abkehr von den flüchtigen Beobachtungen des Impressionismus. Während seine Zeitgenossen danach strebten, das vergängliche Spiel des Lichts im modernen Leben einzufangen, sehnte sich Gauguin nach etwas Tieferem, etwas, das in Emotionen und symbolischer Bedeutung verwurzelt ist. Dies ist der Kern des Postimpressionismus: eine Kunst, die die subjektive Erfahrung über die objektive Realität stellte. Man beachte, wie die Farben – insbesondere jene leuchtenden Rottöne – nicht einfach nur existieren; sie singen mit einer gewissen Absicht. Die kräftigen Pinselstriche sind nicht bloß Technik; sie sind sichtbare Kanäle für Gauguins inneren Dialog und legen nahe, dass das eigentliche Thema nicht die Mädchen selbst sind, sondern die kraftvollen Gefühle, die sie umgeben.
Symbolik und der gemeinsame Blick
Die Interaktion zwischen den beiden Subjekten fügt dem Werk Ebenen symbolischer Tiefe hinzu. Das Mädchen auf der linken Seite, mit leicht geöffnetem Mund, scheint mitten im Sprechen eingefangen zu sein, vielleicht teilt sie ein Geheimnis oder beginnt ein Lied. Ihre Gefährtin auf der rechten Seite spiegelt diesen Fokus wider, indem sie in dieselbe Richtung blickt, wodurch ein starkes Gefühl gemeinsamer Aufmerksamkeit entsteht, die über die Leinwand hinaus nach außen gerichtet ist. Diese Dualität – das Sprechen und das Zuhören, der individuelle Gedanke, der sich in der Kameradschaft widerspiegelt – sagt viel über die menschliche Verbindung aus. Die roten Kleider selbst sind kraftvolle Symbole, die oft mit Leidenschaft, Vitalität und Lebenskraft assoziiert werden und die Szene trotz ihrer Darstellung von Unschuld in einer fast urwüchsigen Energie verankern.
Gauguin nach Hause holen: Dekorieren mit Emotion
Für all jene, die einen Raum mit der Tiefe und Lebendigkeit des künstlerischen Eifers des späten 19. Jahrhunderts bereichern möchten, bietet diese Reproduktion einen unvergleichlichen Charakter. Die reiche Palette und die kühne Komposition ermöglichen es dem Werk, in verschiedensten Innenräumen wunderschön zu wirken – von einem klassisch eingerichteten Salon, der einen Farbakzent benötigt, bis hin zu einem modernen, minimalistischen Raum, der sich nach einer Infusion erzählerischer Wärme sehnt. Ein Stück zu besitzen, das Gauguins Vision widerspiegelt, ist nicht einfach nur Dekoration; es ist das Kuratieren eines Gesprächsstücks, das eloquent von der künstlerischen Evolution und dem beständigen Geheimnis menschlicher Verbundenheit spricht.
Ähnliche Kunstwerke
Über den Künstler
Eugène Henri Paul Gauguin: Ein Leben in Farbe und Symbolik
Frühes Leben und Hintergrund
- Geboren am 7. Juni 1848 in Paris, Frankreich, war Eugène Henri Paul Gauguin eine komplexe Persönlichkeit, die von einer ungewöhnlichen Erziehung geprägt war.
- Sein Vater war Journalist, und seine Mutter stammte aus einer Familie mit peruanischen Wurzeln – ihre Großmutter, Flora Tristan, war eine Pionierin der feministischen und sozialistischen Schriftstellerin.
- Im Jahr 1850 zog die Familie nach Peru, wo Gauguin vier prägende Jahre in einer anderen Kultur verbrachte. Diese Erfahrung beeinflusste seine Kunst später nachhaltig.
- Nach dem Tod seines Vaters kehrte Gauguin nach Frankreich zurück und erhielt eine formale Ausbildung, wählte aber schließlich eine Karriere als Börsenmakler.
Von Börsenmakler zum Künstler
- Gauguin begann in seiner Freizeit zu malen, wobei er zunächst von den Impressionisten beeinflusst wurde.
- Eine Finanzkrise im Jahr 1882 veranlasste ihn, seine Geschäftskarriere aufzugeben und sich voll und ganz der Kunst zu widmen.
- Er studierte bei Camille Pissarro, der seine künstlerische Entwicklung förderte und ihn mit anderen avantgardistischen Malern bekannt machte.
Künstlerische Entwicklung und Einflüsse
- Gauguins frühe Werke spiegelten impressionistische Techniken wider, aber er suchte bald einen ausdrucksstärkeren und symbolischen Stil.
- Er experimentierte mit kräftigen Farben, flachen Formen und vereinfachten Kompositionen und weicht von den Naturalismen des Impressionismus ab.
- Seine Reisen nach Brittany, Martinique und schließlich nach Tahiti waren entscheidend für die Gestaltung seiner künstlerischen Vision. Er suchte einen „primitiveren“ Lebenswandel, in dem er eine größere spirituelle Authentizität glaubte.
- Er war von japanischen Holzschnitten (Japonismus) und mittelalterlicher Kunst beeinflusst, die zu seinem unverwechselbaren Ästhetik beitrugen.
Tahitianische Periode und wichtige Werke
- Gauguin kam im Jahr 1891 nach Tahiti, um Zuflucht vor der europäischen Zivilisation und Inspiration aus der polynesischen Kultur zu suchen.
- Diese Zeit markierte den Höhepunkt seiner künstlerischen Kreativität und führte zu ikonischen Gemälden wie “Vahine no te miti”, “Manao Tupapau” (Beobachtet vom Geist der Toten) und “The Day of Gods”.
- Seine tahitianischen Werke sind durch leuchtende Farben, exotische Themen und ein Gefühl von Mysterium und Spiritualität geprägt.
- Er stellte oft polynesische Frauen, Landschaften und religiöse Überzeugungen dar und interpretierte sie durch seine eigene symbolische Linse.
Spätere Jahre und Kämpfe
- Gauguin hatte während seiner Zeit in Tahiti und später auf den Marquesasinseln finanzielle Schwierigkeiten und Gesundheitsprobleme.
- Trotz dieser Herausforderungen malte er weiterhin produktiv und erkundete Themen wie Leben, Tod und Spiritualität.
- Er starb am 8. Mai 1903 auf der Insel Hiva Oa in den Marquesasinseln.
Vermächtnis und historische Bedeutung
- Gauguins Werk wurde während seines Lebens weitgehend unerkannt, erlangte aber nach seinem Tod posthumane Anerkennung.
- Er gilt heute als eine zentrale Figur in der Entwicklung der modernen Kunst, die die Lücke zwischen Impressionismus und Symbolismus schloss.
- Seine Verwendung von Farbe, vereinfachten Formen und symbolischen Bildern beeinflusste zahlreiche Künstler, darunter Pablo Picasso, Henri Matisse und die Fauves.
- Gauguins Erforschung „primitiver“ Kulturen und seine Ablehnung westlicher künstlerischer Konventionen werden bis heute debattiert und neu interpretiert.
- Er bleibt eine umstrittene Figur aufgrund bestimmter Aspekte seines Privatlebens, aber sein künstlerischer Beitrag ist unbestreitbar.
Eugène Henri Paul Gauguin
1848 - 1903 , Frankreich
Kurzinfos
- Artistic Movement Or Style: Post-Impressionismus, Symbolismus
- Artists Or Movements Influenced By This Artist:
- Pablo Picasso
- Henri Matisse
- Artists Who Influenced This Artist: ['Camille Pissarro']
- Date Of Birth: 7. Juni 1848
- Date Of Death: 8. Mai 1903
- Full Name: Eugène Henri Paul Gauguin
- Nationality: Französisch
- Notable Artworks:
- Vahine no te miti
- Manao Tupapau
- Der Tag der Götter
- Place Of Birth: Paris, Frankreich



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