Lollichon Feld
Handgefertigte Ölreproduktion
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Obwohl Sondermaße verfügbar sind, empfehlen wir, eine Größe aus der vordefinierten Liste zu wählen, um die ursprünglichen Proportionen beizubehalten.
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Lollichon Feld
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-
Gesamtpreis
$ 263
Beschreibung des Kunstwerks
Die Geburt eines Symbols: Paul Gauguin und "Lollichon Field"
Paul Gauguins Gemälde “Lollichon Field”, geschaffen im Jahr 1886 in Pont-Aven, Frankreich, ist weit mehr als eine idyllische Landschaftsbildnis. Es markiert einen entscheidenden Wendepunkt in der Entwicklung des Künstlers und verkörpert die Essenz des Post-Impressionismus – eine Bewegung, die sich gegen die rein naturalistischen Ansprüche der Impressionisten wandte und den Ausdruck von Emotionen und innerer Welt stärker betonte. Dieses Werk, heute im Los Angeles County Museum of Art zu bewundern, ist ein Fenster in Gauguins Suche nach einer authentischeren, spirituelleren Kunstform, fernab vom bürgerlichen Paris seiner Jugend.
Die Szene entfaltet sich auf einem grünen Feld vor einem kleinen Dorf mit roten Backsteinhäusern. Die Komposition ist bewusst einfach gehalten, doch die Farbpalette – von warmen Gelbtönen bis zu erdigen Brauntönen und frischen Grüntönen – erzeugt eine Atmosphäre der Ruhe und des Friedens. Mehrere Gestalten sind in das Bild integriert: Ein Mann steht am linken Rand, ein weiterer im Zentrum, und zwei weitere auf der rechten Seite. Im unteren linken Bereich befindet sich ein Hund, der die Szene mit seiner Anwesenheit zusätzlich belebt. Es ist jedoch nicht die Darstellung der Figuren selbst, sondern vielmehr ihre Platzierung und Interaktion mit der Landschaft, die den Blick des Betrachters fesselt.
Der Synthetische Stil: Farbe als Ausdruck von Emotion
Gauguin brach radikal mit den Impressionisten, die sich vor allem auf die Wiedergabe des flüchtigen Lichts konzentrierten. Er entwickelte seinen eigenen Stil, den sogenannten "Synthetischen Stil". Dabei wurden Farben nicht naturalistisch eingesetzt, sondern dienten dazu, Emotionen und innere Zustände auszudrücken. In “Lollichon Field” ist dies besonders deutlich zu erkennen: Die leuchtenden Gelbtöne des Grases und die warmen Farbtöne der Häuser wirken fast schon surreal und verstärken den Eindruck einer traumhaften Welt. Die lockeren, expressiven Pinselstriche sind ein charakteristisches Merkmal seines Werkes und verleihen dem Bild eine lebendige, dynamische Qualität.
Pont-Aven und die Bretonische Tradition
Die malerische Landschaft von Pont-Aven, in der sich Gauguin während dieser Zeit aufhielt, spielte eine wichtige Rolle für seine künstlerische Entwicklung. Die Region, bekannt für ihre traditionelle Kultur und ihre Nähe zur Natur, inspirierte ihn zu einer Darstellung des einfachen Lebens und der ländlichen Idylle. “Lollichon Field” ist somit auch ein Ausdruck seiner Bewunderung für die Bretonische Tradition und seine Sehnsucht nach einer authentischeren Lebensweise. Die Anspielungen auf das Dorfleben und die Bauernhäuser erinnern an die Werke von Jean-François Millet, einem französischen Maler, der sich ebenfalls mit dem Leben der Landbevölkerung auseinandersetzte.
Ein Vermächtnis der Moderne
Obwohl Gauguin in seiner Zeit wenig Anerkennung für seine innovativen Ansätze fand, gilt “Lollichon Field” heute als ein Schlüsselwerk des Post-Impressionismus und hat die Entwicklung der modernen Kunst maßgeblich beeinflusst. Seine Verwendung von Farbe, Komposition und Symbolik ebnete den Weg für nachfolgende Künstler wie Vincent van Gogh und Henri Matisse. Das Gemälde ist somit nicht nur eine wunderschöne Darstellung einer ländlichen Szene, sondern auch ein Zeugnis des künstlerischen Schaffensprozesses und der Suche nach neuen Ausdrucksformen.
Ähnliche Kunstwerke
Über den Künstler
Eugène Henri Paul Gauguin: Ein Leben in Farbe und Symbolik
Frühes Leben und Hintergrund
- Geboren am 7. Juni 1848 in Paris, Frankreich, war Eugène Henri Paul Gauguin eine komplexe Persönlichkeit, die von einer ungewöhnlichen Erziehung geprägt war.
- Sein Vater war Journalist, und seine Mutter stammte aus einer Familie mit peruanischen Wurzeln – ihre Großmutter, Flora Tristan, war eine Pionierin der feministischen und sozialistischen Schriftstellerin.
- Im Jahr 1850 zog die Familie nach Peru, wo Gauguin vier prägende Jahre in einer anderen Kultur verbrachte. Diese Erfahrung beeinflusste seine Kunst später nachhaltig.
- Nach dem Tod seines Vaters kehrte Gauguin nach Frankreich zurück und erhielt eine formale Ausbildung, wählte aber schließlich eine Karriere als Börsenmakler.
Von Börsenmakler zum Künstler
- Gauguin begann in seiner Freizeit zu malen, wobei er zunächst von den Impressionisten beeinflusst wurde.
- Eine Finanzkrise im Jahr 1882 veranlasste ihn, seine Geschäftskarriere aufzugeben und sich voll und ganz der Kunst zu widmen.
- Er studierte bei Camille Pissarro, der seine künstlerische Entwicklung förderte und ihn mit anderen avantgardistischen Malern bekannt machte.
Künstlerische Entwicklung und Einflüsse
- Gauguins frühe Werke spiegelten impressionistische Techniken wider, aber er suchte bald einen ausdrucksstärkeren und symbolischen Stil.
- Er experimentierte mit kräftigen Farben, flachen Formen und vereinfachten Kompositionen und weicht von den Naturalismen des Impressionismus ab.
- Seine Reisen nach Brittany, Martinique und schließlich nach Tahiti waren entscheidend für die Gestaltung seiner künstlerischen Vision. Er suchte einen „primitiveren“ Lebenswandel, in dem er eine größere spirituelle Authentizität glaubte.
- Er war von japanischen Holzschnitten (Japonismus) und mittelalterlicher Kunst beeinflusst, die zu seinem unverwechselbaren Ästhetik beitrugen.
Tahitianische Periode und wichtige Werke
- Gauguin kam im Jahr 1891 nach Tahiti, um Zuflucht vor der europäischen Zivilisation und Inspiration aus der polynesischen Kultur zu suchen.
- Diese Zeit markierte den Höhepunkt seiner künstlerischen Kreativität und führte zu ikonischen Gemälden wie “Vahine no te miti”, “Manao Tupapau” (Beobachtet vom Geist der Toten) und “The Day of Gods”.
- Seine tahitianischen Werke sind durch leuchtende Farben, exotische Themen und ein Gefühl von Mysterium und Spiritualität geprägt.
- Er stellte oft polynesische Frauen, Landschaften und religiöse Überzeugungen dar und interpretierte sie durch seine eigene symbolische Linse.
Spätere Jahre und Kämpfe
- Gauguin hatte während seiner Zeit in Tahiti und später auf den Marquesasinseln finanzielle Schwierigkeiten und Gesundheitsprobleme.
- Trotz dieser Herausforderungen malte er weiterhin produktiv und erkundete Themen wie Leben, Tod und Spiritualität.
- Er starb am 8. Mai 1903 auf der Insel Hiva Oa in den Marquesasinseln.
Vermächtnis und historische Bedeutung
- Gauguins Werk wurde während seines Lebens weitgehend unerkannt, erlangte aber nach seinem Tod posthumane Anerkennung.
- Er gilt heute als eine zentrale Figur in der Entwicklung der modernen Kunst, die die Lücke zwischen Impressionismus und Symbolismus schloss.
- Seine Verwendung von Farbe, vereinfachten Formen und symbolischen Bildern beeinflusste zahlreiche Künstler, darunter Pablo Picasso, Henri Matisse und die Fauves.
- Gauguins Erforschung „primitiver“ Kulturen und seine Ablehnung westlicher künstlerischer Konventionen werden bis heute debattiert und neu interpretiert.
- Er bleibt eine umstrittene Figur aufgrund bestimmter Aspekte seines Privatlebens, aber sein künstlerischer Beitrag ist unbestreitbar.
Eugène Henri Paul Gauguin
1848 - 1903 , Frankreich
Kurzinfos
- Artistic Movement Or Style: Post-Impressionismus, Symbolismus
- Artists Or Movements Influenced By This Artist:
- Pablo Picasso
- Henri Matisse
- Artists Who Influenced This Artist: ['Camille Pissarro']
- Date Of Birth: 7. Juni 1848
- Date Of Death: 8. Mai 1903
- Full Name: Eugène Henri Paul Gauguin
- Nationality: Französisch
- Notable Artworks:
- Vahine no te miti
- Manao Tupapau
- Der Tag der Götter
- Place Of Birth: Paris, Frankreich



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