Portrait of Count Palatine Ottheinrich
Oil On Canvas
WallArt
Renaissance
1550
94.0 x 73.0 cm
Eremitage Museum
Giclée / Kunstdruck
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Portrait of Count Palatine Ottheinrich
Giclée / Kunstdruck
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Portrait of Count Palatine Ottheinrich by Georg Pencz
Georg Pencz (c. 1500 – 11 October 1550) was a German engraver, painter and printmaker. Pencz was probably born in Westheim near Bad Windsheim/Franconia. He travelled to Nuremberg in 1523 and joined Albrecht Dürer’s atelier. Like Dürer, he visited Italy and was profoundly influenced by Venetian art; it is believed he worked with Marcantonio Raimondi. In 1525, he was imprisoned with the brothers Barthel Beham and Hans Sebald Beham, the so-called “godless painters”, for spreading the radical views of Thomas Müntzer by asserting disbelief in baptism, Christ, and transubstantiation. The three were pardoned shortly afterwards and became part of the group known as the “Little Masters” because of their tiny, intricate, and influential prints. In Nuremberg, influenced by works he had seen in Italy, Pencz painted a number of trompe-l'œil ceilings in the houses of patrician families; one, for which a drawing survives, showed workmen raising building materials on a hoist, against an open sky, to create the illusion that the room was still under construction. This masterful technique exemplifies Pencz’s dedication to realism and his ability to capture spatial depth—a hallmark of Venetian painting, which he embraced wholeheartedly during his formative years in Italy. Around 1539, Pencz briefly returned to Italy, visiting Rome for the first time, returning to Nuremberg in 1540, where he became the city painter and earned his greatest success as a portraitist. As an engraver, he ranks among the best of the German “Little Masters”. Notable prints include Six Triumphs of Petrarch and Life of Christ (26 plates). The best of his paintings are portraits, such as Portrait of a Young Man, Portrait of Marshal Schirmer, and Portrait of Erhard Schwetzer and his wife. Pencz’s meticulous attention to detail—the subtle shading, the precise rendering of fabrics—reveals an unparalleled understanding of artistic principles. The present portrait exemplifies Pencz's skill in conveying character through visual representation. Count Ottheinrich, Regent of Pfalz-Neuburg, is depicted in a dignified pose, dressed in hunting costume emblematic of his noble status and active role in the political landscape of his time. The crimson robe symbolizes royal authority, while the rings adorning his breast—one bearing a ruby and the other an emerald—represent wealth and remembrance of his deceased wife Susanna, highlighting themes of piety and familial devotion. Pencz skillfully captures Ottheinrich’s gaze, conveying both seriousness and intelligence, inviting contemplation on the sitter's inner life. The painting’s composition is balanced and harmonious, reflecting the humanist ideals prevalent during the Renaissance. The red curtain serves as a dramatic backdrop, enhancing the visual impact of the portrait and emphasizing its central figure. Pencz’s masterful use of color—particularly the rich hues of the robe and jewelry—creates an atmosphere of grandeur and sophistication. It stands as a testament to Pencz's artistic vision and his ability to transform a simple subject into a profound statement about human dignity and accomplishment. The artwork resides in The State Hermitage Museum, accession number ГЭ-4766, acquired in 1920 from the State Museum Fund. Its provenance traces back to Nuremberg, where it was created around 1550. Georg Pencz’s legacy continues to inspire artists and collectors alike, securing his place as one of the most celebrated figures of German Renaissance art.Ähnliche Kunstwerke
Über den Künstler
Ein Leben, eingraviert in die deutsche Renaissance: Die Welt des Georg Pencz
Georg Pencz, geboren um 1500 in der fränkischen Kleinstadt Bad Windheim, ist eine faszinierende Gestalt der deutschen Renaissance – ein Meister des Kupferstichs, der Malerei und des Drucks, dessen Wirken vor dem Hintergrund religiöser Umbrüche und künstlerischer Innovationen stattfand. Während die genauen Details seines frühen Lebens im Dunkeln bleiben, wissen wir, dass er um 1eb23 eine Reise nach Nürnberg antrat, eine Stadt, die damals unter dem Einfluss von Albrecht Dürer vor kreativer Energie pulsierte. Der Eintritt in Dürers Werkstatt erwies sich als entscheidend; hier verfeinerte Pencz seine Fähigkeiten und sog die technische Brillanz in sich auf, die seinen eigenen künstlerischen Weg prägen sollte. Doch Pencz war nicht bloß ein Nachahmer. Er besaß eine einzigartige Sensibilität, die tief mit den wechselnden Strömungen des Denkens und Ausdrucks verwoben war, die ganz Europa erfassten. Seine Reisen führten ihn weit über Nürnberg hinaus, insbesondere nach Italien, wo er der lebendigen Kunst Venedigs begegnete – eine Erfahrung, die seine ästhetische Vision zutiefst prägte.Der „Kleinmeister“ und die Macht der Druckgrafik
Pencz etablierte sich schnell als herausragendes Talent auf dem aufstrebenden Gebiet der Druckgrafik. Im Jahr 1525 brachte eine dramatische Wendung der Ereignisse dazu, dass er gemeinsam mit Barthel Beham und Hans Sebald Beham inhaftiert wurde, da er mit dem radikalen Reformator Thomas Müntzer in Verbindung gebracht wurde. Diese gemeinsame Erfahrung schmiedete ein Band zwischen den drei Künstlern und führte zu ihrer kollektiven Bezeichnung als die „Kleinmeister“. Trotz ihres vergleichsweise geringen Maßstabs – ihre Drucke waren oft winzig klein – übten diese Werke einen enormen Einfluss auf nachfolgende Generationen von Grafikern aus. Pencz’ Stiche zeichnen sich durch ihre filigrane Detailtreue, eine raffinierte Linienführung und eine scharfsinnige Beobachtung des menschlichen Charakters aus. Er bewegte sich über die traditionelle religiöse Ikonografie hinaus und erkundete säkulare Themen sowie humanistische Sujets mit einer frischen Perspektive. Seine Serie Die sechs Triumphe des Petrarca verdeutlicht diesen Wandel, indem sie Szenen zeigt, die von den Sonetten des italienischen Dichters inspiriert sind – ein Zeugnis seiner Auseinandersetzung mit der klassischen Literatur und den Idealen der Renaissance. Das Leben Christi, bestehend aus 26 Platten, demonstriert seine Fähigkeit, komplexe biblische Geschichten mit Klarheit und emotionaler Tiefe zu erzählen.Jenseits des Stichs: Malerei und die Illusion des Trompe-l’œil
Obwohl er primär als Graveur gefeiert wurde, war Pencz auch ein versierter Maler. Besonders berühmt wurde er für seine Trompe-l’œil-Deckenmalereien in Nürnberg – optische Täuschungen, die darauf ausgelegt waren, das Auge zu überlisten und einen dreidimensionalen Raum vorzutäuschen, wo keiner existierte. Eine erhaltene Zeichnung zeigt eine Szene, in der Bauarbeiter Baumaterialien an einem Hebezeug gegen einen offenen Himmel hochziehen, was den Eindruck erweckt, der Raum befinde sich noch im Bau. Diese Werke offenbaren Pencz’ Meisterschaft der Perspektive und sein spielerisches Engagement mit dem Illusionismus – eine Technik, die von Renaissance-Künstlern bevorzugt wurde, die die Grenzen zwischen Kunst und Realität verwischen wollten. Seine Porträts, ausgeführt mit akribischer Detailgenauigkeit und psychologischem Scharfsinn, unterstreichen seine Vielseitigkeit als Maler weiter. Werke wie das Porträt eines jungen Mannes, das Porträt von Marschall Schirmer sowie das Porträt von Erhard Schwetzer und seiner Frau fangen die Individualität und den sozialen Status ihrer Dargestellten mit bemerkenswerter Sensibilität ein.Eine höfische Ernennung und ein bleibendes Vermächtnis
Im Jahr 1539 kehrte Pencz kurzzeitig nach Italien zurück, besuchte zum ersten Mal Rom und kehrte 1540 nach Nürnberg zurück. Diese Periode markierte einen Wendepunkt in seiner Karriere; er wurde zum Stadtmaler ernannt und feierte beachtliche Erfolge als Porträtist. Sein Ruf wuchs stetig an und gipfelte im Jahr 1550 in seiner Ernennung zum Hofmaler durch Albrecht, den Herzog von Preußen. Tragischerweise verstarb Pencz im selben Jahr in Leipzig, noch bevor er seine neue Position antreten konnte. Trotz seines relativ kurzen Lebens hinterließ Georg Pencz einen unauslöschlichen Eindruck in der deutschen Kunst. Er schlug die Brücke zwischen der spätgotischen Tradition und den aufkommenden Stilen der Hochrenaissance, indem er technische Präzision mit humanistischen Idealen und einem tiefen Verständnis der menschlichen Psychologie verband. Seine Drucke faszinieren Betrachter bis heute durch ihre detailreiche Komplexität und Ausdruckskraft, während seine Gemälde einen Einblick in das Leben und die Empfindsamkeit des Deutschlands des 16. Jahrhunderts gewähren.Historische Bedeutung und Wiederentdeckung
Die Geschichte von Georg Pencz ist nicht frei von Schatten. Im März 1939 wurde während der NS-Zeit sein Gemälde Junges Paar in einer Landschaft dem jüdischen Sammler Arthur Feldmann entzogen, der tragischerweise im Holocaust ums Leben kam. Das Kunstwerk tauchte 1946 bei Sotheby’s wieder auf und gelangte schließlich in die Sammlung von Rosi Schilling, die es großzügig dem British Museum spendete. Im Jahr 2013 einigte sich das Museum nach jahrelanger Forschung und Fürsprache auf einen Anspruch wegen NS-Raubkunst durch Feldmanns Enkel und gab das Gemälde an dessen rechtmäßige Erben zurück – eine bewegende Erinnerung an die dauerhafte Bedeutung von Restitution und der Bewahrung des kulturellen Erbes. Heute wird Georg Pencz als einer der bedeutendsten deutschen Künstler der Renaissance anerkannt, seine Werke befinden sich in großen Museen und Sammlungen weltweit. Sein Vermächtnis inspiriert weiterhin Künstler und Gelehrte gleichermaßen und stellt sicher, dass sein Name für immer in den Annalen der Kunstgeschichte verankert bleibt.Georg Pencz
1500 - 1550 , Deutschland
Kurzinfos
- Artistic Movement Or Style: Hochrenaissance
- Artists Or Movements Influenced By This Artist: ['Da-Vinci-Familie']
- Artists Who Influenced This Artist: ['Andrea del Verrocchio']
- Date Of Birth: 15. April 1452
- Date Of Death: 2. Mai 1519
- Full Name: Leonardo di ser Piero da Vinci
- Nationality: Italienisch
- Notable Artworks:
- Mona Lisa
- Das Abendmahl
- Vitruvianischer Mensch
- Place Of Birth: Vinci, Italien

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