Selbпортрет Nr. 7
Handgefertigte Ölreproduktion
Handgemaltes Ölgemälde auf Leinwand in Ihrer Wunschgröße und mit Rahmen, auf Bestellung von unseren Künstlern angefertigt. ( Druck bestellen
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Selbпортрет Nr. 7
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Giorgio de Chirico – Ein Selbstporträt im Atelier (1935)
Das Werk von Giorgio de Chiricos „Selbstporträt im Atelier“ aus dem Jahr 1935 ist mehr als nur eine Abbildung des Künstlers selbst; es ist ein Fenster in die komplexe und oft melancholische Welt, die ihn zu einem der bedeutendsten Vertreter der Metaphyschen und des Surrealismus gemacht hat. In dieser Darstellung, die von einer distanzierten Distanz und einer subtilen Bedrohung durchzogen ist, offenbart sich eine tiefgründige Auseinandersetzung mit Identität, Erinnerung und der Flüchtigkeit der Realität – Themen, die das gesamte Werk de Chiricos prägen.
Das Gemälde selbst ist ein Beispiel für seine charakteristische Technik. De Chirico verwendet eine reduzierte Farbpalette, dominiert von gedämpften Grautönen und warmen Ockerfarben, um eine Atmosphäre der Stille und des Geheimnisses zu erzeugen. Die sparsame Anwendung von Farbe verstärkt die Wirkung der Konturen und die subtilen Texturen der Oberfläche. Der Hintergrund ist verschwommen und fragmentiert, was den Eindruck einer surrealen Landschaft vermittelt – ein Ort, der gleichzeitig vertraut und fremd wirkt. Die Komposition ist streng und geometrisch, mit klaren Linien, die das Gesicht des Künstlers und die umgebenden Elemente definieren. Diese strenge Struktur steht im Kontrast zu den flüchtigen, traumhaften Elementen, die das Bild durchziehen.
Der Einfluss der Metaphyschen
De Chiricos Werk entstand in einer Zeit tiefgreifender gesellschaftlicher und intellektueller Umbrüche. Nach dem Ersten Weltkrieg suchten Künstler und Intellektuelle nach neuen Wegen, um die Welt zu verstehen und sich darin zurechtzufinden. Die Metaphyschen, eine philosophische Strömung, die von Arthur Schopenhauer und Friedrich Nietzsche beeinflusst war, bot hierfür einen Rahmen. Sie betonte die Bedeutung der subjektiven Erfahrung, die Illusion der Realität und die Macht des Unterbewusstseins. De Chirico ließ sich von diesen Ideen inspirieren und schuf eine Kunst, die nicht die äußere Welt widerspiegeln, sondern die innere Welt des Künstlers und seine Wahrnehmung der Realität erforschen sollte.
Die „Metaphyschen“ – ein Begriff, den de Chirico selbst geprägt hat – beschreibt seinen Stil als eine Art Kunst, die sich von der traditionellen Malerei abhebt. Sie zeichnet sich durch die Darstellung von scheinbar alltäglichen Objekten und Szenen in einer surrealen und oft bedrohlichen Umgebung aus. Man findet hier Architekturen, Statuen, mannequins und andere Symbole, die eine tiefergehende Bedeutung haben, die dem Betrachter offenbart werden muss. Die Werke de Chiricos sind oft von einem Gefühl der Melancholie, des Verlusts und der Isolation geprägt – ein Spiegelbild seiner eigenen inneren Welt.
Symbolik und Emotionale Wirkung
Das Selbstporträt selbst ist reich an Symbolik. Der Künstler, der sich mit dem Blick in die Ferne wendet, scheint eine Art Distanz zu sich selbst aufgebaut zu haben. Die halb geschlossene Hand vor dem Mund deutet auf Zurückhaltung, Geheimnis oder sogar Angst hin. Die Statue im Hintergrund, ein Fragment einer klassischen Form, könnte für Erinnerung, Tradition und das Vergangene stehen – Elemente, die de Chirico in seinem Werk immer wieder thematisierte. Der kleine Orange, der im Vordergrund platziert ist, könnte eine Anspielung auf den Tod sein, oder einfach nur ein Symbol für Hoffnung und Licht in der Dunkelheit.
Die emotionale Wirkung des Gemäldes ist komplex und vielschichtig. Es erzeugt ein Gefühl von Melancholie, Sehnsucht und Unbehagen. Gleichzeitig weckt es aber auch Neugierde und den Wunsch, die verborgenen Bedeutungen zu entschlüsseln. De Chiricos Kunst fordert den Betrachter heraus, sich mit seinen eigenen Ängsten, Träumen und Erinnerungen auseinanderzusetzen. Es ist ein Werk, das uns daran erinnert, dass die Realität oft eine Illusion ist und dass die Wahrheit in unserem Inneren liegt.
Technische Details und Kontext
Das Gemälde wurde vermutlich um 1935 gemalt, eine Zeit, in der de Chiricos Stil sich weiterentwickelte. Er experimentierte mit neuen Techniken und Materialien und verfeinerte seine charakteristische Bildsprache. Die Verwendung von Ölfarben auf Leinwand ist typisch für seine Arbeit. Die sorgfältige Detailverarbeitung und die subtilen Schattierungen zeugen von seiner Meisterschaft als Maler. Das Gemälde wurde Teil der Sammlung des Toledo Museum of Art, wo es bis heute ausgestellt wird.
De Chiricos Werk hat einen nachhaltigen Einfluss auf die Kunstgeschichte gehabt. Er gilt als einer der wichtigsten Vertreter der Metaphyschen und des Surrealismus. Seine Bilder haben Künstler aller Generationen inspiriert und beeinflusst. Das Selbstporträt im Atelier ist ein eindrucksvolles Beispiel für seine einzigartige Vision und sein tiefes Verständnis der menschlichen Psyche.
Ähnliche Kunstwerke
Über den Künstler
frühes Leben und Einflüsse
Giorgio de Chirico, ein renommierter italienischer Künstler, wurde am 10. Juli 1888 in Volos, Griechenland, geboren, der Mutter war eine Genueserin und der Vater sizilianisch. Sein frühes Leben war geprägt von der Beschäftigung mit Kunst an der Athener Polytechnik unter der Anleitung griechischer einflussreicher Maler Georgios Roilos und Georgios Jakobides. Diese Grundlage prägte später seinen einzigartigen künstlerischen Stil.Die Metaphysche Kunstbewegung
Im Jahr 1910 gründete de Chirico die Metaphysche Kunstbewegung, die den Surrealisten nachhaltig beeinflusste. Seine Werke aus dieser Zeit, die von unheimlichen Stimmungen und traumhaften Szenarien geprägt sind, werden in Gemälden wie die Verwirrungen des Denkers (verfügbar auf ArtsDot's Plattform) und das Rätsel der Stunde (anschaulich auf ArtsDot) dargestellt. Diese Werke erwecken ein Gefühl von Geheimnis, oft mit scharfen Kontrasten von Licht und Schatten.Postmetaphysche Periode
Nach 1919 verschob sich de Chiricos Interesse hin zu traditionellen Maltechniken und übernahm einen neoklassischen oder neobarocken Stil. Diese Veränderung ist in seinen späteren Werken erkennbar, die zwar nicht die gleiche Kritikerlob wie seine früheren Werke erhielten, aber eine reife Entwicklung in seinem künstlerischen Ansatz demonstrieren.Vermächtnis und Einfluss
De Chiricos Einfluss auf den Surrealismus ist unbestreitbar, wobei Künstler wie André Breton von seinen metaphysischen Gemälden beeinflusst wurden. Obwohl sein späteres Werk nicht so breit gefeiert wurde, bleibt de Chirico eine zentrale Figur in der Geschichte der modernen Kunst. Sein Vermächtnis inspiriert weiterhin, und seine Werke sind in Sammlungen auf der ganzen Welt zu finden, darunter das Museum von Giorgio de Chirico, das sich in der Nähe der Spanischen Treppe in Rom befindet.- Erforsche mehr Werke von Giorgio de Chirico auf ArtsDot
- Entdecke die Metaphysche Kunstbewegung und ihren Einfluss auf Surrealismus durch dieses informative Artikel auf ArtsDot
- Lerne mehr über de Chiricos Leben und Werke auf Wikipedia
Giorgio de Chirico
1888 - 1978 , Griechenland
Kurzinfos
- Beeinflusste Künstler: ['André Breton']
- Bemerkenswerte Werke:
- Die Verwirrungen des Denkers
- Das Rätsel der Stunde
- Das Lied der Liebe
- Geburtsdatum: 10. Juli 1888
- Geburtsort: Volos, Griechenland
- Künstlerische Bewegung: Metaphysische Kunst
- Künstlerische Einflüsse:
- Arnold Böcklin
- Max Klinger
- Friedrich Nietzsche
- Arthur Schopenhauer
- Nationalität: Italienisch
- Vollständiger Name: Giorgio de Chirico



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