Wasser-Schlangen nach Gustav Klimt, Platte 39, Das Werk von Gustav Klimt
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Wasser-Schlangen nach Gustav Klimt, Platte 39, Das Werk von Gustav Klimt
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Sammlerstück-Beschreibung
Gustav Klimt’s “Wasserleiche” – Ein Tanz zwischen Sinnlichkeit und Melancholie
Gustav Klimts Gemälde "Wasserleiche" (1907), das sich im Kunsthistorischen Museum Wien befindet, ist weit mehr als nur eine Darstellung einer Frau im Wasser. Es ist ein tiefgründiges Porträt von Weiblichkeit, geprägt von einer ergreifenden Mischung aus Sinnlichkeit, Melancholie und der stillen Akzeptanz des Schicksals. Klimt, ein Meister der Wiener Secession, schuf hier ein Werk, das die Komplexität menschlicher Emotionen und die Schönheit des Vergänglichen auf eindringliche Weise einfängt. Das Gemälde ist ein Schlüsselwerk seines künstlerischen Werdegangs und bietet einen faszinierenden Einblick in seine einzigartige Vision.
Klimt’s Technik zeichnet sich durch eine außergewöhnliche Detailgenauigkeit und eine meisterhafte Verwendung von Farben aus. Er arbeitete mit einer Kombination aus Öl- und Temperamalen auf Leinwand, was ihm ermöglichte, sowohl die weiche Textur der Haut als auch die glitzernden Reflexionen des Wassers realistisch darzustellen. Die Farbpalette istdunkel und gedämpft, wobei er sich vor allem auf erdige Töne wie Braun-, Grau- und Ockerfarben verlässt. Diese Farbwahl trägt zur melancholischen Stimmung des Gemäldes bei. Die Verwendung von Goldmähnchen, ein typisches Merkmal Klimts’ “Goldener Phase”, verleiht dem Bild eine Aura von Luxus und Mystik, die jedoch nicht aufdringlich wirkt, sondern eher subtil in den Gesamtkomposition integriert ist.
Das Konzept der "Wasserleiche" – Eine Allegorie des Weiblichen
Der Begriff “Wasserleiche” (im Deutschen oft als “Leichentuch” übersetzt) hat eine lange Tradition in der Kunst und Literatur. Er symbolisiert die weibliche Natur, ihre Verbindung zur Erde, zum Wasser und zum Tod. Klimt interpretiert dieses Konzept auf seine Weise: Die Frau im Gemälde ist nicht einfach nur eine Person, sondern eine Verkörperung des Weiblichen – kraftvoll, sinnlich, aber auch verletzlich und dem Lauf der Zeit unterworfen. Ihre Pose, die sich zwischen Entspannung und Anspannung bewegt, spiegelt die Dualität der weiblichen Natur wider. Sie scheint in einen Zustand der Kontemplation versunken zu sein, während sie gleichzeitig von einer inneren Stärke durchdrungen ist.
Die Umstände des Gemäldes sind ebenfalls bedeutsam. Es wurde im Auftrag von Adele Bloch-Bauer I, einer wohlhabenden Wiener Industrielle und Kunstsammlerin, geschaffen. Bloch-Bauer war eine außergewöhnlich starke und unabhängige Frau für ihre Zeit, die sich aktiv in die Kunstwelt einmischte und Klimt zu ihren zahlreichen Aufträgen ermutigte. Das Gemälde könnte als Ausdruck ihrer Stärke und ihres Selbstbewusstseins interpretiert werden – eine Darstellung einer Frau, die ihre Rolle im Leben akzeptiert und gleichzeitig ihre innere Schönheit bewahrt.
Symbolik und Details – Ein Fenster in Klimts Welt
Die Komposition des Gemäldes ist reich an Symbolen. Das Wasser selbst steht für das Unterbewusstsein, die Emotionen und die Vergänglichkeit des Lebens. Die Frau im Wasser wird von einer Aura aus Licht umgeben, die ihre spirituelle Verbindung zur Natur betont. Die Details der Kleidung, insbesondere die zarten Falten und die filigranen Stickereien, sind ein Beweis für Klimts’ meisterhafte Detailgenauigkeit. Auch die subtilen Veränderungen in den Gesichtszügen der Frau – ein Hauch von Melancholie, eine Spur von Sehnsucht – tragen zur Tiefe des Bildes bei.
Besonders hervorzuheben ist das Spiel mit Licht und Schatten. Klimt verwendet Licht, um die Konturen der Frau zu betonen und ihre sinnliche Form zu enthüllen. Die dunklen Schatten verleihen dem Gemälde eine dramatische Atmosphäre und verstärken den Eindruck von Melancholie. Die Kombination aus Licht und Schatten erzeugt ein faszinierendes Zusammenspiel von Helligkeit und Dunkelheit, das die Aufmerksamkeit des Betrachters auf die wichtigsten Elemente des Bildes lenkt.
Emotionale Wirkung und zeitloser Reiz
"Wasserleiche" ist ein Gemälde, das den Betrachter tief berührt. Es weckt eine Vielzahl von Emotionen – Melancholie, Sehnsucht, aber auch eine gewisse Ehrfurcht vor der Schönheit des Vergänglichen. Klimts’ Fähigkeit, die menschliche Seele in all ihren Facetten darzustellen, macht dieses Werk zu einem zeitlosen Klassiker der Kunstgeschichte. Die Kombination aus sinnlicher Darstellung und tiefgründiger Symbolik macht "Wasserleiche" zu einem faszinierenden Porträt von Weiblichkeit, das bis heute nichts von seiner Anziehungskraft verloren hat.
Als Reproduktion bietet dieses Gemälde eine Möglichkeit, die Schönheit und Tiefe von Klimts’ Werk in den eigenen vier Wänden zu genießen. Es ist ein Kunstwerk, das zum Nachdenken anregt und einen Einblick in die Welt eines der bedeutendsten Künstler des 20. Jahrhunderts gewährt.
Ähnliche Kunstwerke
Über den Künstler
Gustav Klimt: Leben, Kunst und Vermächtnis
Frühes Leben und Ausbildung (1862-1883)
- Geboren am 14. Juli 1862 in Baumgarten, nahe Wien, Österreich.
- Sohn von Ernst Klimt, einem Goldschmied, und Anna Finster. Die Familie sah sich mit finanziellen Schwierigkeiten konfrontiert, was zu häufigen Umzügen innerhalb Wiens führte.
- Früben Talent: Zeigte schon früh zeichnerische Fähigkeiten, die durch den Beruf seines Vaters und familiäre künstlerische Neigungen gefördert wurden.
- Er studierte 1876 an der Wiener Kunstgewerbeschule (Schule für Angewandte Künste) Architekturmalerei bei Ferdinand Laufberger. Dies bot eine solide technische Ausbildung, aber auch die Exposition gegenüber traditionellen akademischen Stilen.
- Im Jahr 1877 gründete er mit seinem Bruder Ernst und Franz von Matsch die „Gesellschaft der Künstler“ und sichere Aufträge für dekorative Wandmalereien und Decken.
Die Gesellschaft der Künstler und Früher Erfolg (1883-1900)
- Arbeitete weiterhin mit der „Gesellschaft der Künstler“ nach dem Verlassen der Kunstgewerbeschule und erhielt Anerkennung für dekorative Projekte wie Wandmalereien im Theater von Karlsbad und Treppenhäuser im Burgtheater in Wien.
- Tragte zur Dekoration des Kunsthistorischen Museums in Wien bei, demonstrierte technische Fertigkeit, deutete aber auch auf ein Verlangen hin, künstlerische Zwänge zu brechen.
Die Decke der Universität Wien und Kontroversen (1900)
- Erfuhr um 1900 eine prestigeträchtige Beauftragung, Deckenmalereien für den Großen Saal der Universität Wien zu malen, die Philosophie, Jurisprudenz und Theologie darstellten.
- Kontroverse Werke: Die Wandmalereien, insbesondere *Philosophie*, wurden von Kritikern als provokativ und sogar pornografisch angesehen, was zu öffentlicher Empörung führte.
- Klimt lehnte nach der Kontroverse weitere öffentliche Aufträge ab und markierte damit einen Wendepunkt in seiner Karriere.
Die „Goldene Phase“ und künstlerische Reife (1901-1918)
- Betrat seine „goldene Phase“, die durch den luxuriösen Einsatz von Blattgold inspiriert vom byzantinischen Mosaik und mittelalterlichen illuminierten Handschriften gekennzeichnet war.
- Wichtige Werke: *Der Kuss* (1907-1908) veranschaulicht den opulenten Stil und die symbolische Fülle dieser Ära.
- *Porträts:* Porträts wie *Portrait of Adele Bloch-Bauer I* (1907) wurden sehr begehrt und zeigten seine Fähigkeit, sowohl physische Erscheinung als auch psychologische Tiefe einzufangen.
- Integriert zunehmend dekorative Elemente in Kompositionen und verwischte die Grenzen zwischen Malerei und Ornamentik.
Einflüsse und künstlerischer Stil
- Hans Makart: Frühe Bewunderung für den führenden Historienmaler Wiens beeinflusste seine anfängliche akademische Ausbildung.
- Japanische Kunst (Japonismus): Wurde tief von japanischen Holzschnitten beeinflusst, insbesondere durch ihre flache Perspektive, dekorative Muster und Betonung der Linie.
- Byzantinische Kunst: Der Einsatz von Blattgold und reicher Ornamentik in byzantinischen Mosaiken hatte einen tiefgreifenden Einfluss auf seine „goldene Phase.”
- Stilmerkmale: Ein einzigartiges Zusammenspiel von Symbolismus, Jugendstil und dekorativen Elementen; kräftige Farben, komplizierte Muster und sinnliche Darstellungen der weiblichen Form.
Späte Jahre und Vermächtnis (1918)
- Malte weiterhin produktiv bis zu seinem Tod am 6. Februar 1918 durch einen Schlaganfall.
- Seine späteren Werke erforschten abstraktere Formen und Landschaften und zeigten eine kontinuierliche künstlerische Entwicklung.
- Historische Bedeutung: Wird als eine der wichtigsten Figuren in der österreichischen Kunstgeschichte und als einer führenden Vertreter des Wiener Secessions anerkannt. Seine Gemälde erzielen hohe Preise auf Auktionen, und sein Einfluss ist in der zeitgenössischen Kunst und im Design zu sehen.
- Das Kunsthistorische Museum Wien beherbergt eine bedeutende Sammlung seiner Werke und sichert so das Vermächtnis, das weiterhin inspiriert.
Gustav Klimt
1862 - 1918 , Österreich
Kurzinfos
- Beeinflusste Künstler: ['Egon Schiele']
- Bemerkenswerte Werke:
- Der Kuss
- Adele Bloch-Bauer I
- Geburtsdatum: 1862-07-14
- Geburtsort: Baumgarten, Österreich
- Künstlerische Einflüsse:
- Hans Makart
- Japanische Kunst
- Byzantinische Kunst
- Künstlerische Richtung: Wiener Secession
- Nationalität: Österreichisch
- Todatum: 1918-02-06
- Vollständiger Name: Gustav Klimt




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