Torschrank des Donnergottes Raijin und des Windgottes Fujin beim Kinryuzan Tempel in Asakusa
Ein Blick auf den Eingang zum Tempel Kinryuzan und die Götter des Donner und des Windes
Die Darstellung von Katsushika Hokusais Gemälde „Der Eingang zum Tempel Kinryuzan und die Götter des Donner und des Windes“ ist mehr als nur eine Landschaftsaufnahme; es ist ein Fenster in die Welt der japanischen Kunst und Philosophie des frühen 19. Jahrhunderts. Dieses beeindruckende Werk, entstanden um das Jahr 1790, gehört zur berühmten Serie „Neue Perspektiven von Erscheinungen“ (Shinpan uki-e) und zählt zu den ikonischsten Bildern der Edo-Zeit. Die Komposition ist geprägt von einer ruhigen Einfachheit, die jedoch eine tiefere Bedeutung trägt. Ein großer Eingangstor dominiert das Bild und wird von zwei großen Sonnenschirmen flankiert – ein auf der linken Seite und einer etwas rechterhand gelegen. Diese Elemente symbolisieren nicht nur Schutz und Geborgenheit, sondern auch eine Verbindung zur Natur und zu den göttlichen Kräften, die über das Leben und die Landschaft herrschen. Die Darstellung ist außergewöhnlich detailliert und nutzt die Technik des Holzschnitts auf Papier mit beeindruckender Präzision und Farbgebung. Hokusai setzte dabei auf eine besondere Drucktechnik namens „Alo“, bei der mehrere Schichten von Farbe aufgetragen werden, um einen tiefen Eindruck zu erzielen und eine hohe Auflösung zu gewährleisten – ein Verfahren, das bis heute für seine außergewöhnliche Qualität geschätzt wird. Die Szene zeigt eine Gruppe von Menschen, die sich friedlich um den Tempel bewegen und einen besonderen Blick auf dieses heilige Gebäude werfen. Diese Darstellung unterstreicht die Bedeutung des Tempels Kinryuzan als Ort der Kontemplation und Verehrung sowie die Rolle des Einzelnen im Kontext einer größeren kosmischen Ordnung. Hokusai war ein Meister der Perspektive und setzte diese Technik gekonnt ein, um eine beeindruckende Tiefenwirkung zu erzielen und den Betrachter unmittelbar in die Atmosphäre dieser besonderen Zeit einzutauchen. Die Farbgebung spielt eine entscheidende Rolle bei der Gestaltung des Gesamtbildes. Die dominante Farbe ist tiefrotes Ochre, das nicht nur für einen starken Kontrast zum Hintergrund sorgt sondern auch eine Verbindung zur japanischen Kultur und Religion aufweist – insbesondere zum Konzept des „Vermächtnisses“ (Kinryu), welches hier zentrale Bedeutung besitzt. Dieses Vermächtnis steht für Stärke und Schutz und wird durch die Darstellung des Eingangstors und der Sonnenschirme verstärkt. Durch diese Kombination von Technik, Symbolik und Farbgebung schafft Hokusai ein Kunstwerk, das bis heute fasziniert und inspiriert. Die Serie „Neue Perspektiven von Erscheinungen“ gilt als eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung des japanischen Landschaftsgemäldes und beeinflusste maßgeblich die europäische Impressionismusbewegung. Hokusais Werk ist ein beeindruckendes Beispiel für die Fähigkeit der Kunst, Schönheit und Bedeutung zugleich zu vermitteln und somit einen wichtigen Beitrag zur Geschichte der europäischen Kunst zu leisten. Ein außergewöhnliches Kunstwerk von einem außergewöhnlichen Künstler!Katsushika Hokusai (1760 – 1849)
Entdecken Sie Katsushika Hokusai (1760-1849), den Meister des japanischen Ukiyo-e! Erleben Sie 'Die große Welle', Landschaften, Manga & Holzschnitte. Beeinflusste Impressionismus uvm!
Über dieses Kunstwerk
- Titel: Torschrank des Donnergottes Raijin und des Windgottes Fujin beim Kinryuzan Tempel in Asakusa
- Künstler: Katsushika Hokusai
- Format: Querformat
- Urheberrechtlicher Status: Gemeinfreiheit
- Medium: Acryl auf Leinwand
- Technik: Wandkunst
- Verwendungszweck: Akzentuierung
- Schlagworte: kinryuzan tempel , japanisch druckkunst , ukiyo-e stil
- Farbton: Ocker bis Sepia
- Farbintensität: Ausgewogen
Eckdaten
- Year: 1790
- Influences: Japanische Tradition
- Title: Tor zum Donner und Windgott bei Tempel Kinryuzan in Asakusa
- Notable elements or techniques: Farbe und Perspektive
- Medium: Holzschnittdruck
- Location: Museum of Fine Arts
- Artistic style: Landschaftsmalerei
