Grabplatte Für Graf Alexander von der Mark
Bronzeskulptur
Neoclassical Sculpture
1790
370.0 x 623.0 cm
Alte Nationalgalerie
Handgefertigte Ölreproduktion
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Grabplatte Für Graf Alexander von der Mark
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-
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$ 288
Beschreibung des Kunstwerks
Ein Monumentaler Marmortomb für einen Prinzen: Johann Gottfried Schadows Meisterwerk
Die Alte Nationalgalerie in Berlin präsentiert ein außergewöhnliches Kunstwerk – eine beeindruckende Marmortomb für Graf Alexander von der Mark, geschaffen von Johann Gottfried Schadow im Jahr 1790. Dieses Werk ist mehr als nur eine Darstellung eines historischen Ereignisses; es ist eine tiefgründige Untersuchung menschlicher Existenz und eine Verkörperung des klassischen Ideals der Schönheit und Harmonie. Schadows Tombstone für Graf Alexander von der Mark ist ein Schlüssel zum Verständnis der deutschen Kunstgeschichte des frühen 19. Jahrhunderts und ein beeindruckendes Beispiel für Neoklassik als künstlerische Bewegung.Die Geschichte hinter dem Bild: Eine Tragödie im Dienste der Kunst
Graf Alexander von der Mark, ein illegitimes Sohn Friedrich Wilhelms II., starb unerwartet bevor er sein Erwachsenenalter erreichte. Sein Tod löste eine umfassende Trauerfeier aus und führte zu einer außergewöhnlichen künstlerischen Herausforderung für Schadow – nämlich die Gestaltung eines Monumentaltombsteins, der sowohl die Würde des Verstorbenen als auch die tiefgreifenden Prinzipien der klassischen Philosophie widerspiegeln sollte. Dieser Auftrag wurde nicht nur von Bedeutung für die Erinnerung an einen Prinzen, sondern auch von großer sozialer und kultureller Tragweite geprägt. Schadows Entscheidung, sich einem außergewöhnlichen künstlerischen Projekt zu widmen, zeigt sein Engagement für höchste ästhetische Standards und seine Fähigkeit, historische Ereignisse in eine Sprache der Kunst zu übersetzen.Ein Meisterwerk der Neoklassik: Stil und Technik
Schadows Tombstone zeichnet sich durch einen unverwechselbaren Stil aus – die Neoklassik. Diese Bewegung orientierte sich intensiv an den Idealen griechischer und römischer Antike und strebte danach, eine klare und ausgewogene Form zu erreichen, die sowohl Schönheit als auch Ausdruckskraft vereinigte. Die Technik wurde mit außergewöhnlicher Präzision eingesetzt: Ein erfahrenes Meisterhandwerk sorgte für eine perfekte Verarbeitung des Marmors und ermöglichte eine beeindruckende Darstellung von Volumen und Lichtspiel. Besonders hervorzuheben ist die Verwendung von Reliefs auf der Vorderseite und den Seitenwänden, die mit einer außergewöhnlichen Detailtreue ausgeführt wurden und eine lebendige Darstellung der klassischen Figuren und Symbole ermöglichen. Die Oberfläche wurde sorgfältig poliert und verleiht dem Tombstone einen beeindruckenden Glanz und betont gleichzeitig die Konturen der Skulptur.Symbolik und Bedeutung: Eine Reise zum Ursprung des Guten
Die Tombstone für Graf Alexander von der Mark ist reich an Symbolik und steht für zentrale Ideen der klassischen Philosophie und Religion. Besonders auffällig ist das zentrale Bildnis eines jungen Mannes, der seinen Helm und sein Schwert abgelegt hat – eine Darstellung von Ruhe und Gelassenheit inmitten der Vergänglichkeit des Lebens. Darüber befindet sich ein Relief, das die Geburt von Saturn und Minerva zeigt: Saturn greift den jungen Mann vom Boden auf und bringt ihn in die Unterwelt, während Minerva versucht, ihn zurückzuholen und ihm eine militärische Zukunft zu eröffnen. Diese Darstellung spiegelt die Konflikte zwischen Vernunft und Gefühl wider und betont gleichzeitig die Bedeutung von Wissen und Tugend für ein erfülltes Leben. Die drei Fäden der Schicksalsgöttinnen – Clotho, Atropos und Lachesis – symbolisieren das unvermeidliche Gesetz des Lebens und Todes und erinnern daran, dass menschliches Glück und Leid letztendlich einem höheren Ordnung dienen.Ein Eindruck von Schönheit und Ehrfurcht: Emotionale Wirkung und Inspiration
Schadows Tombstone für Graf Alexander von der Mark beeindruckt durch seine emotionale Tiefe und ihre Fähigkeit, beim Betrachter ein Gefühl von Ehrfurcht und Kontemplation hervorzurufen. Die ruhige Komposition und die ausgewogene Gestaltung schaffen eine Atmosphäre der Würde und Erinnerung und laden zum Nachdenken über die großen Fragen menschlicher Existenz ein. Dieses Werk ist nicht nur ein Meisterwerk der Neoklassik, sondern auch eine Quelle von Inspiration für Künstler und Designer gleichermaßen – eine Aufforderung zur Suche nach Schönheit und Harmonie in jeder künstlerischen Tätigkeit und eine Erinnerung daran, dass Kunst eine Sprache der Wahrheit und des Ausdrucks ist, die über die Zeit hinaus Bestand hat.Ähnliche Kunstwerke
Über den Künstler
Johann Gottfried Schadow: Ein Leben in der Skulptur
- Geboren: Berlin, Deutschland (1764)
- Gestorben: 1850
Johann Gottfried Schadow war ein bedeutender deutscher preußischer Bildhauer, der eine bleibende Spur in der Kunstwelt hinterließ. Geboren in Berlin als Sohn eines armen Schneiders, nahm sein frühes Leben einen bemerkenswerten Wendepunkt, als er Lehrling bei Antoine Tassaert wurde, einem renommierten Bildhauer, der von Friedrich dem Großen gefördert wurde. Diese Mentorenschaft erwies sich als entscheidend, führte jedoch auch zu einer dramatischen persönlichen Veränderung – Schadow heiratete heimlich Marianne Devidel, eine jüdische Frau, und widersetzte sich damit Tassaerts Erwartungen und begab sich auf eine Reise, die seine künstlerische Entwicklung prägen sollte.
Frühe Ausbildung und künstlerische Entwicklung
Nach seiner Heirat erhielt Schadow finanzielle Unterstützung von Tassaert für ein dreijähriges Studium in Italien. Diese Zeit in Rom war entscheidend und beeinflusste seinen Stil maßgeblich und festigte seine Grundlage in der klassischen Bildhauerei. Nach seiner Rückkehr nach Berlin im Jahr 1788 trat er die Nachfolge von Tassaert als Hofbildhauer und Sekretär der Preußischen Akademie der Künste an – eine Position, die er über ein halbes Jahrhundert lang innehatte.
Hauptwerke und künstlerischer Stil
- Monumentale Statuen: Schadow schuf ein beeindruckendes Œuvre von mehr als zweihundert Werken. Zu seinen ambitioniertesten Projekten gehörten monumentale Statuen von Friedrich dem Großen in Stettin, Blücher in Rostock und Luther in Wittenberg.
- Porträtkunst: Er zeichnete sich im Porträtdibildhauer aus und schuf bemerkenswerte Werke wie "Friedrich der Große beim Flötenspiel" und die "Krone-Prinzessin Louise und ihre Schwester Frederica". Sein Können erstreckte sich auch auf Büsten, von denen über hundert entstanden sind, darunter siebzehn kolossale Köpfe für das Walhalla in Regensburg.
- Eklektischer Stil: Schadows Stil war durch seine Vielfalt gekennzeichnet und umfasste sowohl klassische Einflüsse als auch eine einzigartige künstlerische Vision. Er wird besonders für seine Beiträge zum Neoklassizismus gefeiert, wie sie sich an der Quadriga am Brandenburger Tor und dem allegorischen Friesade des Königlichen Münzwerks in Berlin zeigen.
Einfluss und Vermächtnis
Schadows Einfluss reichte über seine bildhauerischen Leistungen hinaus. Als Direktor der Berliner Akademie übte er eine beträchtliche künstlerische Führung aus. Er schrieb ausführlich zu Themen wie den Proportionen des menschlichen Körpers und der nationalen Physiognomie und leistete damit einen Beitrag zur Kunsttheorie und -pädagogik. Sein Interesse an der Physiognomik wird durch eine Zeichnung belegt, die er von Harry Maitey, dem ersten Hawaiianer in Preußen, fertigte.
- Freundschaft mit Goethe: Schadow entwickelte eine enge Freundschaft zu Johann Wolfgang von Goethe, was sich darin zeigt, dass Goethes Sohn Schadow in Weimar besuchte. Schadow schuf zwölf Bronzemedaillons von Goethe, eines davon befindet sich im British Museum und wurde 2009 Dr. Daisaku Ikeda für seine Beiträge zum Frieden und Goethes Philosophie verliehen.
- Familienvermögen: Seine Söhne Rudolph und Friedrich Wilhelm erlangten ebenfalls Anerkennung als Bildhauer bzw. Maler, während sein Enkel, Admiral Felix von Bendemann, in der Deutschen Kaiserlichen Marine diente.
- Ausstellung der Werke: Schadows Skulpturen und Büsten können heute in Institutionen wie der Friedrichswerderschen Kirche und der Alten Nationalgalerie in Berlin bewundert werden.
Historische Bedeutung
Obwohl Johann Gottfried Schadow nicht ausschließlich als christlicher Bildhauer kategorisiert wird, gilt er für seine bedeutenden Beiträge zum deutschen Neoklassizismus und zur Porträtkunst. Seine Arbeit an der Quadriga am Brandenburger Tor ist ein ikonisches Symbol Berlins und festigt seinen Platz als einer der wichtigsten preußischen Bildhauer.
Johann Gottfried Schadow
1764 - 1850 , Deutschland
Kurzinfos
- Beeinflusste Kunstrichtungen: ['Berliner Bildhauerschule']
- Beeinflusste Künstler:
- Antoine Tassaert
- Antonio Canova
- Bemerkenswerte Werke:
- Draped Female Figure
- Frederick der Große mit Flöte
- Blücher in Rostock
- Luther in Wittenberg
- Geburtsdatum: 20. Mai 1764
- Geburtsort: Berlin, Deutschland
- Künstlerische Richtung: Neoklassizismus
- Nationalität: Deutsch
- Sterbedatum: 27. Januar 1850
- Vollständiger Name: Johann Gottfried Schadow

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