Poedua [Poetua], daughter of Oreo, chief of Ulaietea, one of the Society Isles
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A Glimpse of Paradise Lost: Poedua’s Portrait from Cook's Third Voyage
John Webber’s 1785 portrait of Poedua, daughter of Oreo, chief of Ulaietea in the Society Islands, transcends a simple likeness; it’s a poignant intersection of cultures, a carefully constructed narrative woven with threads of colonial ambition, political maneuvering, and the quiet dignity of a young woman caught between worlds. This remarkable painting, now housed at Te Papa in Wellington, offers a rare and unsettling window into the complexities of Captain James Cook's third Pacific voyage – a journey marked by both scientific discovery and profound cultural disruption.
Webber’s artistic approach is distinctly neoclassical, reflecting the prevailing aesthetic sensibilities of London society at the time. The composition itself is meticulously balanced: Poedua occupies a central position, her posture conveying an air of restrained grace despite the circumstances surrounding her depiction. Her gaze, directed slightly off-camera, suggests both awareness and a subtle melancholy – a quiet acknowledgement of her displacement. The tapa cloth draped around her shoulders, adorned with intricate patterns, speaks to her chiefly status and the rich traditions of her island home, while the fly whisk, a symbol of leadership and authority, subtly reinforces this narrative.
The Shadow of Hostage: Context within Cook’s Expedition
The story behind Poedua's portrait is inextricably linked to the fraught events that unfolded during Cook’s visit to Raiatea in 1777. Following a desertion by two crew members, Captain Cook, seeking to secure their return and maintain order, took the audacious step of holding Oreo’s daughter hostage alongside her husband and brother. This act, while seemingly pragmatic, was deeply unsettling for both the Māori population and Cook's own men, who had witnessed firsthand the potential for violence during previous encounters. Webber seized this opportunity – a delicate balance between observation and manipulation – to create this arresting image.
The painting’s creation occurred not within the lush confines of Ulaietea, but aboard the HMS Resolution, a stark contrast that subtly underscores the themes of displacement and cultural intrusion. The limited palette—primarily whites, creams, and muted browns—further emphasizes this sense of confinement and detachment. It's a deliberate choice, highlighting the artificiality of the portrait as a representation, rather than an authentic portrayal of Poedua’s life.
Symbolism and the Unspoken Narrative
Beyond the immediate depiction, the painting is laden with symbolic weight. The pregnant state of Poedua adds another layer of complexity to her story – a reminder of the potential for disruption and change within a society grappling with colonial expansion. Her pose, reminiscent of classical depictions of goddesses or virtuous women, elevates her status while simultaneously hinting at her vulnerability. The background, deliberately vague, avoids specific details of Ulaietea, suggesting a deliberate erasure of her cultural identity in favor of a European aesthetic.
The inclusion of the tapa cloth and fly whisk are particularly significant, serving as visual anchors to Poedua’s heritage and asserting her position within the traditional social hierarchy. However, even these symbols are presented through a European lens – a neoclassical drape rather than a naturally flowing garment, a formal fly whisk instead of a more organically crafted tool. This subtle manipulation speaks volumes about the power dynamics at play during this historical encounter.
A Legacy of Ambiguity: Reflections on Colonial Art
Poedua’s portrait remains a powerful and unsettling work of art, prompting us to consider the ethical implications of colonial representation. It's not simply a beautiful depiction of a young woman; it’s a testament to the complexities of cultural exchange, the manipulation of power, and the enduring legacy of colonialism. Webber’s skill as an artist is undeniable, but his role as a chronicler of a fraught encounter demands critical reflection. The painting serves as a poignant reminder that even seemingly objective representations can be deeply implicated in historical narratives – revealing both what was seen and what was deliberately obscured.
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Biografie des Künstlers
Frühes Leben und Ausbildung
- Geburt und Familie: John Webber wurde am 6. Oktober 1751 in London, Großbritannien, geboren. Sein Vater, Abraham Wäber, war ein Schweizer Bildhauer, der seinen Namen nach seinem Umzug nach London anglisierte und Mary Quant im Jahr 1744 heiratete.
- Frühe Ausbildung: Webber erhielt seine erste Ausbildung in Bern, Schweiz, wo er ab dem Alter von sechs Jahren bei seiner Tante mütterlicherseits lebte. Er begann seine künstlerische Ausbildung als Lehrling bei Johann Ludwig Aberli, einem renommierten Landschaftsmaler.
- Studien in Paris: Ab 1770 setzte Webber sein Studium vier Jahre lang an der Académie Royale in Paris fort und konzentrierte sich dabei auf Zeichnen und Ölmalerei. Diese Zeit verfeinerte seine Fähigkeiten und erweiterte seinen künstlerischen Horizont.
- Rückkehr nach London: Nach Abschluss seiner Ausbildung im Ausland kehrte Webber nach London zurück und perfektionierte seine Techniken weiter an der Royal Academy.
Die Pazifikexpedition mit Captain Cook
- Ernennung zum Künstler: Im Jahr 1776 wurde Webber als offizieller Künstler für Captain James Cooks dritte Entdeckungsreise in den Pazifik ausgewählt. Diese Gelegenheit ergab sich durch eine Empfehlung von Daniel Solander, einem Botaniker, der Cook auf seiner ersten Reise begleitet hatte.
- Reise und Dokumentation: Von 1776 bis 1780 dokumentierte Webber akribisch die Landschaften, Menschen und Kulturen, denen er während der Expedition begegnete. Er schuf zahlreiche Zeichnungen und Aquarelle von Szenen in Neuseeland, Hawaii (damals bekannt als Sandwichinseln), Alaska und anderen pazifischen Regionen.
- Erster europäischer Kontakt mit Hawaii: Webber wurde der erste europäische Künstler, der Kontakt zu Hawaii aufnahm und bedeutende visuelle Aufzeichnungen von den Inseln und ihren Bewohnern anfertigte. Seine Aquarelllandschaften von Kauai und Hawaii Island, einschließlich Kealakekua Bay und Kowroaa Village, sind besonders bemerkenswert.
- Porträts indigener Völker: Webber fertigte auch Porträts prominenter Persönlichkeiten wie Tereoboo, König von Owyhee, an, die wertvolle Einblicke in das Aussehen und die Bräuche der Bewohner des Pazifiks bieten.
- Illustrationen für den Admiralty-Bericht: Seine Arbeit war entscheidend für die Illustration des offiziellen Berichts der britischen Admiralität über die Expedition, der 1784 veröffentlicht wurde. Diese Stiche brachten die Entdeckungen von Cooks Reise einem breiteren Publikum näher.
Karriere und künstlerischer Stil
- Ausstellungen in der Royal Academy: Nach seiner Rückkehr nach England im Jahr 1780 stellte Webber zwischen 1784 und 1792 etwa 50 Werke in der Royal Academy aus. Seine Gemälde zeigten sowohl Landschaften als auch Figuren.
- Anerkennung und Mitgliedschaft: Er wurde 1785 zum Associate der Royal Academy und 1791 zum vollen Mitglied gewählt, was seinen wachsenden Ruf in der britischen Kunstwelt demonstrierte.
- Landschaftsfokus mit figurativen Elementen: Webbers künstlerischer Stil konzentrierte sich hauptsächlich auf Landschaften, oft unter Einbeziehung von Figuren, um Narrative oder Maßstäbe hinzuzufügen. Ein bemerkenswertes Beispiel ist “A Party from H.M.S. Resolution shooting sea horses”, das 1784 ausgestellt wurde.
- Einfluss früher Meister: Während seine Arbeit den Einfluss früherer Landschaftsmaler wie Aberli widerspiegelt, entwickelte Webber einen einzigartigen Stil, der durch genaue Beobachtung und realistische Darstellung natürlicher Umgebungen gekennzeichnet ist.
Vermächtnis und Sammlungen
- Historische Bedeutung: John Webbers Kunstwerke liefern unschätzbare visuelle Dokumentationen von Captain Cooks Reisen und den ersten europäischen Begegnungen mit pazifischen Kulturen. Seine Bilder bieten eine einzigartige Perspektive auf die Erkundung des 18. Jahrhunderts und den kulturellen Austausch.
- Museumsbestände: Seine Werke befinden sich in zahlreichen renommierten Sammlungen weltweit, darunter das Anchorage Museum of History and Art (Alaska), das Bishop Museum (Honolulu), das British Museum (London), das National Maritime Museum (London), das Bern Historical Museum (Schweiz) und das San Antonio Museum of Art.
- Dauerhafter Einfluss: Webbers Gemälde werden weiterhin von Kunsthistorikern, Anthropologen und Wissenschaftlern studiert, die sich für die Geschichte der Erkundung, die Kulturen des Pazifiks und die Kunst des 18. Jahrhunderts interessieren. Seine detaillierten Darstellungen bieten einen Einblick in eine entscheidende Periode globaler Interaktion.
- Tod und Erinnerung: John Webber starb am 29. Mai 1793 und hinterließ ein bedeutendes künstlerisches Erbe, das bis heute nachwirkt.
John Webber
1751 - 1793 , Vereinigtes Königreich
Kurzinfos
- Bemerkenswerte Werke:
- Ship Cove
- Tereoboo Porträt
- Poedua Porträt
- Geburtsdatum: 6. Oktober 1751
- Geburtsort (Stadt, Land): London, Vereinigtes Königreich
- Künstler, Die Diesen Künstler Beeinflussten: ['Aberli']
- Künstlerische Bewegung/Stil: Landschaftskunst
- Nationalität: Englisch
- Sterbedatum: 29. Mai 1793
- Vollständiger Name: John Webber


