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Das fünfte Kind verbrennt

Ein Blick auf „Das fünfte Kind verbrennt“ von Lonnie Holley

Die außergewöhnliche Arbeit „Das fünfte Kind verbrennt“ von Lonnie Holley ist ein beeindruckendes Beispiel für Outsider Kunst und eine tiefgründige Reflexion über Verlust, Erinnerung und die transformative Kraft der einfachen Materialien. Fotografiert gegen einen weißen Hintergrund wird dieses Werk von einer komplexen Assemblage aus gefundenen Gegenständen auf einem improvisierten Tisch oder Plattform präsentiert – eine Komposition, die sowohl chaotisch als auch bewusst ist und ein Gefühl von mehreren Erzählungen und visuellen Texturen hervorruft. Die Assemblage selbst besteht hauptsächlich aus Abfallprodukten: Eine alte Fernsehmatte dominiert das Zentrum und wird von einem Stuhl, Kabeln, Büchern, einem Radio und verschiedenen unbekannten Objekten umgeben. Ein vertikaler Element verstärkt diese Struktur und wird mit Stoffresten in Teal und Rot geschmückt – eine deutliche Anspielung auf die Geschichte eines Hausbrandes und somit auf ein zentrales Motiv der Arbeit. Holley bezieht seine Inspiration aus einer erschütternden Erfahrung: Die Geburt eines kleinen Mädchens wurde durch einen Wohnungsbrand ausgelöscht, ein Ereignis, das tiefgreifend mit dem Leben eines anderen jungen Mädchens verbunden ist – einem Opfer des Rassismus und der Gewalt. Diese Verbindung wird durch die Verwendung von vier Kindern als zentrale Elemente in seiner Kunst zum Ausdruck gebracht. Holley nutzt ausschließlich Materialien aus seinem unmittelbaren Umfeld und seinen persönlichen Erfahrungen. Er bezieht seine künstlerische Vision direkt aus seinem Leben als ehemaliger Straßenmusikant und dessen Begegnungen mit Armut und sozialer Ungleichheit. Diese Perspektive verleiht seiner Arbeit eine besondere Authentizität und ermöglicht es ihm, Themen wie Hoffnungslosigkeit und Widerstandskraft auf eine Weise zu behandeln, die über traditionelle künstlerische Ausbildung hinausgeht. Die Verwendung von gefundenen Gegenständen ist nicht nur ein Ausdruck von Einfachheit und Kreativität; sie ist auch eine bewusste Entscheidung gegen kommerzielle Konventionen und eine Herausforderung für etablierte Kunstformen. Die Technik besteht darin, diese Materialien sorgfältig zu arrangieren und anschließend durch Fotografie zu dokumentieren – eine Methode, die Holley ermöglicht, seine Vision auf eine Weise einzufangen, die sowohl direkt als auch tiefgründig ist. Die Verwendung von Farbe ist bewusst reduziert und erdverbunden; Grau-, Braun- und Schwarztöne dominieren das Gesamtbild und spiegeln den Altersschwund und die Verwüstelung der verwendeten Objekte wider. Das Licht wird diffus eingesetzt, um harte Schatten zu vermeiden und die Textur jedes einzelnen Gegenstands hervorzuheben – eine Technik, die dazu beiträgt, eine Atmosphäre von Melancholie und Kontemplation zu schaffen. Die Arbeit „Das fünfte Kind verbrennt“ ist mehr als nur ein Kunstwerk; sie ist eine Geschichte über Verlust und Erinnerung, erzählt durch die Sprache der einfachen Materialien und geprägt von einer einzigartigen künstlerischen Perspektive. Holley nutzt seine Erfahrung mit sozialer Ungleichheit und Armut, um Themen wie Hoffnungslosigkeit und Widerstandskraft auf eine Weise zu behandeln, die über traditionelle künstlerische Ausbildung hinausgeht. Durch diese Kombination von persönlicher Geschichte und künstlerischer Technik entsteht ein Werk, das sowohl beeindruckend als auch bewegend ist – ein Kunstwerk, das zum Nachdenken anregt und einen tiefen Eindruck hinterlässt.

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Über dieses Kunstwerk

Eckdaten

  • Medium: Fundmaterialien
  • Subject or theme: Erinnerung; Verlust; Wiederverwertung von Abfallstoffen
  • Location: Nicht im Ausstellungsbereich
  • Artistic style: Outsider Kunst / Folk Art
  • Influences: Jim Crow Süd
  • Dimensions: 87 × 72 × 60 Zoll (221 × 182,9 × 152,4 cm.)
  • Notable elements or techniques: Verwendung von gefundenen Gegenständen; Verbrennung und Schmelzen der Materialien.

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