Lot and his Daughters
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Lot and his Daughters
Giclée / Kunstdruck
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The Shadowed Embrace: Lorenzo Lippi’s “Lot and His Daughters”
Lorenzo Lippi's "Lot and his Daughters," housed within the hallowed halls of the Galleria degli Uffizi in Florence, isn’t merely a depiction of a biblical narrative; it’s a profound meditation on survival, lineage, and the unsettling beauty born from tragedy. Painted around 1650-55, during the twilight years of the Italian Baroque, this work transcends its religious subject matter to become a hauntingly intimate portrait of human resilience—and the unexpected consequences that follow. The painting captures a pivotal moment: Lot, fleeing the destruction of Sodom and Gomorrah, is accompanied not by his wife and sons as tradition dictates, but by his two daughters, Zillah and Naamah, who have conceived in isolation and are now offering him wine, a desperate gesture of sustenance and perhaps, a fragile hope for the future.
Lippi’s masterful command of light and shadow—a hallmark of the Baroque style—immediately draws the viewer into the scene. The composition is dominated by a muted palette of browns, ochres, and deep reds, creating an atmosphere of somber intensity. The figures are bathed in a diffused glow emanating from the left side of the canvas, casting long, dramatic shadows that emphasize their vulnerability and isolation. This chiaroscuro technique isn’t simply decorative; it serves to heighten the emotional impact, mirroring the psychological turmoil experienced by Lot and his daughters.
A Study in Human Form: Technique and Detail
Lippi's skill as a painter is evident in every meticulously rendered detail. The figures are sculpted with an almost photographic realism, yet imbued with a palpable sense of humanity. Note the subtle variations in skin tone, the delicate folds of their clothing—a blend of classical drapery and contemporary Florentine fashion—and the expressive gestures that convey both exhaustion and determination. The artist’s attention to texture is particularly striking; you can almost feel the rough fabric of the robes and the smooth coolness of the wine cup.
He employs a technique reminiscent of his early training under Matteo Rosselli, inheriting the meticulous observation championed by Santi di Tito. However, Lippi departs from mere imitation, injecting his own distinctive style—a blend of classical grace and Baroque drama—into every brushstroke. The figures are not idealized; they possess a certain ruggedness, reflecting their recent ordeal. The landscape behind them is rendered with atmospheric perspective, suggesting the desolate wasteland that has become their new reality.
Symbolism and Interpretation
Beyond its immediate narrative, “Lot and His Daughters” is rich in symbolic meaning. The two daughters represent a radical departure from traditional biblical accounts. Their existence—a consequence of incestuous union born out of desperation—challenges conventional notions of family and lineage. They are not merely companions; they are the potential progenitors of a new tribe, a testament to humanity’s capacity for survival even in the face of unimaginable devastation.
The offering of wine is another significant symbol. It represents both sustenance and a desperate attempt to establish connection—a fragile bridge across the chasm of loss and isolation. The act itself is intimate and fraught with unspoken tension, hinting at the complex dynamics between Lot and his daughters. The burning city in the background serves as a constant reminder of the catastrophe that has shattered their world, yet it also underscores the enduring spirit of humanity.
A Legacy of Emotion: Impact and Resonance
"Lot and His Daughters" is more than just a historical painting; it’s an emotionally resonant work that continues to captivate viewers centuries after its creation. Lippi's ability to capture the raw vulnerability and unexpected beauty of human experience has ensured its place as a cornerstone of Florentine Baroque art. The painting invites us to contemplate themes of survival, family, and the enduring power of hope—even in the darkest of times. Reproductions of this powerful image offer a glimpse into a world both ancient and profoundly relevant to our own.
Ähnliche Kunstwerke
Über den Künstler
Das doppelte Erbe von Lorenzo Lippi: Eine Symphonie aus Pinsel und Feder
In der lebendigen, intellektuellen Landschaft des Florenz des siebzehnten Jahrhunderts verkörperten nur wenige Gestalten den Geist der humanistischen Tradition so anmutig wie Lorenşo Lippi. Geboren im Jahr 1606, war Lippi ein Mann von doppelter Meisterschaft, der sich mit gleicher Geschicklichkeit in den Welten der bildenden Kunst und der Literatur bewegte. Während die Geschichte ihn oft durch die zarten Pinselstriche seiner Ölgemälde in Erinnerung behält, war seine Seele ebenso fest an die rhythmische Schönheit des Verses gebunden. Er lebte in einer Ära des Wandels, in der die verfeinerte Eleganz der Renaissance begann, mit der theatralischen Intensität des Barock zu verschmelzen, und Lippi stand im absoluten Zentrum dieser stilistischen Evolution.
Lippis künstlerische Reise begann unter der Anleitung von Matteo Rosselli, einem Meister, dessen Einfluss Lippi fest in der prestigeträchtigen florentinischen Tradition verankerte. Durch Rosselli erbte Lippi die Akribie von Santi di Tito, einem Stil, der durch präzise Beobachtung und einen tiefen Respekt vor dem Naturalismus gekennzeichnet war. Doch Lippi gab sich nie damit zufrieden, lediglich die Vergangenheit zu replizieren. Er besaß den angeborenen Wunsch, seinem Werk eine neue, expressive Dynamik einzuhauchen. Seine persönliche Philosophie – "so zu dichten, wie er sprach, und so zu malen, wie er sah" – diente als Leitstern für sein gesamtes Œuvre und stellte sicher, dass jedes Porträt und jede religiöse Szene eine erzählerische Tiehte besaß, die über die bloße Darstellung hinausging.
Meisterschaft des Lichts und der Geist des Barock
Die Werke von Lorenzo Lippi werden für ihre bemerkenswerte Fähigkeit gefeiert, die psychologischen Nuancen ihrer Motive einzufangen. Ob er nun die königliche Präsenz des Adels oder die ätherische Anmut himmlischer Wesen darstellte, seine Technik blieb in einer anspruchsvollen Nutzung von Licht und Farbe verwurzelt. In Meisterwerken wie "Tobias und Erzengel Raphael" kann man die dramatische Anwendung des Chiaroscuro miterleben, bei dem tiefe Schatten und brillante Glanzlichter ein Gefühl von Bewegung und göttlichem Eingreifen erzeugen. Diese Spannung zwischen Licht und Schatten ist ein Markenzeichen der Barockzeit, doch Lippi bewahrte eine gewisse florentinische Klarheit, die verhinderte, dass seine Kompositionen in übermäßiger Dunkelheit verloren gingen.
Seine Porträtmalerei demonstriert ferner seine Vielseitigkeit und sein Können. In Werken wie dem "Porträt der Claudia de' Medici" zeigt Lippi eine opulente Liebe zum Detail, wobei er Texturen und symbolische Elemente nutzt, um den Status und den Charakter des Dargestellten zu vermitteln. Ähnlich lädt sein Werk "Frau mit Maske" den Betrachter in eine introspektivere, mysteriösere Welt ein und nutzt eine rätselhafte Stimmung, um die Fantasie des Beobachters zu fesseln. Seine Fähigkeit, die Grandiosität, die von hochrangigen Auftraggebern verlangt wurde, mit einer intimen, naturalistischen Note auszubalancieren, erlaubte es ihm, sich nahtlos zwischen verschiedenen künstlerischen Anforderungen zu bewegen.
Eine literarische Reise und internationaler Einfluss
Jenseits der Grenzen seines Ateliers führten ihn Lippis intellektuelle Bestrebungen weit über die Grenzen Italiens hinaus. Seine Heirat mit Giovanna Susini und seine anschließende Ernennung zum Hofmaler für Erzherzog Ferdinand II. Habsburg in Innsbruck markierten ein bedeutendes Kapitel in seinem Leben. Diese Zeit des internationalen Dienstes erweiterte nicht nur seinen Kontakt zu vielfältigen europäischen Einflüssen, sondern bildete auch den Hintergrund für seine berühmteste literarische Errungenschaft. Während seiner Zeit am Habsburger Hof verfasste er "Il Malmantile Racquistato", eine weitläufige, mock-heroische Romanze, die Elemente der populären Folklore mit anspruchsvollen literarischen Anspielungen verband.
Dieses literarische Unterfangen, das unter dem Pseudonym Perlone veröffentlicht wurde, festigte seinen Ruf als bedeutende Stimme der florentinischen Literatur. Die Schnittmenge aus seinem poetischen Witz und seinem malerischen Auge schuf eine einzigartige künstlerische Identität – eine, in der die Grenzen zwischen Wort und Bild ständig verschwammen. Wenn wir über das Leben von Lorenzo Lippi nachdenken, sehen wir mehr als nur einen Maler oder einen Dichter; wir sehen einen wahren Renaissance-Menschen des Barockzeitalters, dessen Erbe durch die dauerhafte Schönheit seiner Leinwände und den beständigen Charme seiner Verse weiter nachhallt.
Lorenzo Lippi
1606 - 1664 , Italien
Kurzinfos
- Artistic Movement Or Style: Barock
- Artists Who Influenced This Artist: ['Matteo Rosselli']
- Date Of Birth: Florenz, Italien (1606)
- Date Of Death: 1664
- Full Name: Lorenzo Lippi
- Nationality: Italienisch
- Notable Artworks:
- Kreuzigung
- David
- Porträt Claudia Medici
- Place Of Birth: Florence



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