Die große Lilie von Naini Tal, in Nordindien
Öl auf Leinwand
Wandkunst
Viktorianische botanische Malerei
1878
47.0 x 34.0 cm
Marianne North Galerie
Giclée / Kunstdruck
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Die große Lilie von Naini Tal, in Nordindien
Giclée / Kunstdruck
Format der Reproduktion
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Gesamtpreis
$ 62
Ein Fenster zu einer Welt exotischer Blüten: Marianne Norths „Die große Lilie von Naini Tal“
Marianne Norths „Die große Lilie von Naini Tal“ ist nicht bloß ein Gemälde; es ist ein lebendiges Portal zur späten viktorianischen Ära, ein Zeugnis für den kühnen Geist einer Frau und ihre tiefe Verbundenheit mit der natürlichen Welt. Das im Jahr 1878 vollendete, atemberlavolle Aquarell fängt ein kolossales Seerosenblatt ein – ein Exemplar von so immenser Größe, dass es seinen evokativen Titel verdient – das auf den ruhigen Gewässern des Naini-Tal-Sees in Nordindien treibt. Weit über eine rein botanische Illustration hinaus verkörpert das Werk Norths wegweisende Reise als unabhängige Entdeckerin und Künstlerin, die gesellschaftlichen Erwartungen trotzte, um die Flora der Welt mit unvergleichlicher Hingabe zu dokumentieren und zu feiern.
North, eine Frau, die sich sowohl in der Botanik als auch in der künstlerischen Technik weitgehend selbst beigebracht hatte, begab sich auf ein bemerkenswertes Leben voller Reisen und Beobachtungen. Sie dokumentierte akribisch ihre Reisen über Kontinente hinweg – vom Amazonas-Regenwald bis zur Kirschblüte Japans und den Steppen Zentralasiens – und schuf so ein außergewöhnliches Archiv von über 800 botanischen Gemälden. „Die große Lilie“ ist beispielhaft für diesen Ansatz: Es handelt sich nicht einfach um die Darstellung einer Blume, sondern um eine sorgfältig ausgearbeitete Studie ihrer Form, Textur und der Interaktion mit ihrer Umgebung. Ihre akribische Liebe zum Detail, die durch unzählige Stunden des Skizzierens und Malens en plein air erreicht wurde, offenbart eine fast wissenschaftliche Präzision neben einer tief empfundenen Wertschätzung für die Schönheit der Natur.
Technik und Stil: Ein feines Gleichgewicht zwischen Beobachtung und künstlerischer Freiheit
Die unmittelbare Wirkung des Gemäldes liegt in seiner leuchtenden Farbpalette. Mit meisterhaftem Geschick setzt North Aquarelltechniken ein, um den irisierenden Glanz der Lilie einzufangen, wobei das Sonnenlicht mit atemberaubendem Realismus auf der Wasseroberfläche reflektiert wird. Die zarten Lasuren erzeugen eine atmosphärische Tiefe und lassen den Hintergrund in einer nebligen Ausdehnung von Blau und Grün verschwimmen, was die imposante Präsenz der Lilie unterstreicht. Man beachte, wie sie subtile Farbabstufungen nutzt – von den leuchtenden Gelb- und Orangetönen der Blütenblätter bis hin zu den kühleren Blau- und Grüntönen des umgebenden Laubs –, um Volumen und Textur aufzubauen.
Obwohl ihr Stil tief in der Beobachtung verwurzelt ist, ist Norths Darstellung nicht rein rein repräsentativ. Sie verstärkt subtil bestimmte Elemente – die Größe der Lilie ist für einen dramatischen Effekt leicht übertrieben, und die Reflexionen auf dem Wasser sind intensiviert, um ein Gefühl von Bewegung und Dynamik zu erzeugen. Diese künstlerische Freiheit erlaubt es ihr, nicht nur zu vermitteln, was sie sah, sondern auch, wie sie es fühlte – eine tiefe Ehrfurcht vor der Erhabenheit und der Stille der natürlichen Welt.
Symbolik und Kontext: Die Vision einer viktorianischen Entdeckerin
„Die große Lilie“ ist tief mit dem Kontext des späten 19. Jahrhunderts verwoben, einer Epoche, die durch aufstrebende wissenschaftliche Erkundungen und eine wachsende Faszination für exotische Länder geprägt war. Viktorianische Entdecker wie North wurden von dem Wunsch angetrieben, die Flora der Welt zu dokumentieren und zu klassifizieren, wobei sie oft in entlegene und herausfordernde Umgebungen vordrangen. Ihr Werk spiegelt diesen Geist des Abenteuers und der Entdeckung wider, hebt aber auch die Rolle der Frauen in der Wissenschaft in einer Ära hervor, in der solche Bestrebungen für sie weitgehend als unangebracht galten.
Die Lilie selbst trägt eine symbolische Last. In vielen Kulturen stehen Lilien für Reinheit, Unschuld und Wiedergeburt – Qualitäten, die mit Norths eigenem Weg der Selbstfindung und Unabhängigkeit resonieren. Darüber hinaus unterstreicht die schiere Größe der Blüte – ein Exemplar, das so gewaltig war, dass es einen eigenen Namen benötigte – die Pracht und Macht der Natur, ein zentrales Thema der viktorianischen Kunst und des Denkens.
Ein bewahrtes Vermächtnis: Reproduktionen und künstlerische Inspiration
Heute befindet sich „Die große Lilie von Naini Tal“ in den Royal Botanic Gardens, Kew, wo sie weiterhin Ehrfurcht und Bewunderung auslöst. Hochwertige Reproduktionen bieten eine wunderbare Gelegenheit, Norths Kunstfertigkeit hautnah zu erleben und dieses lebendige botanische Meisterwerk in Ihr eigenes Heim oder Büro zu bringen. Ob Sie nun ein Kunstsammler, ein Innenarchitekt auf der Suche nach einem Hauch exotischer Eleganz oder einfach jemand sind, der die Schönheit der Natur schätzt – eine Reproduktion von „Die große Lilie“ ist eine zeitlose Erinnerung an das außergewöhnliche Leben von Marianne North und ihr bleibendes Erbe.
Ähnliche Kunstwerke
Über den Künstler
Marianne North: Ein Leben in Botanischer Kunst
Frühes Leben und Ausbildung
- Marianne North, geboren am 24. Oktober 1830 in Hastings, Vereinigtes Königreich, war die älteste Tochter einer wohlhabenden Landbesitzerfamilie.
- Ihr frühes Leben umfasste eine Gesangsausbildung bei Charlotte Helen Sainton-Dolby. Ihre Gesangsbeschäftigungen wurden jedoch durch Krankheit eingeschränkt.
- Nach diesem Rückschlag wandte sie sich der Malerei von Blumen zu, die dann zur bestimmenden Leidenschaft und dem Fokus ihres Lebenswerdegangs wurde.
Umfassende Reisen und botanische Entdeckungen
- Marianne North unternahm umfangreiche Reisen um die Welt, beginnend in ihren 40ern – ein bemerkenswert unabhängiges Unterfangen für eine Frau des viktorianischen Zeitalters.
- Ihre Reisen führten sie nach Syrien, dem Nil, Sizilien, Kanada, den Vereinigten Staaten, Jamaika, Brasilien, Teneriffa, Kalifornien, Japan, Borneo, Java, Ceylon (Sri Lanka), Indien, Australien und Neuseeland.
- Diese Reisen waren nicht nur Sightseeing; sie dokumentierten die Flora jeder Region detailliert durch botanische Gemälde.
- Sie entdeckte während ihrer Expeditionen zahlreiche Pflanzenarten und trug somit erheblich zum botanischen Wissen bei.
Künstlerischer Stil und Entwicklung
- Norths künstlerischer Stil ist durch seine detaillierte Realismus und lebendige Farbpalette gekennzeichnet.
- Sie arbeitete hauptsächlich in Ölfarben und schuf Gemälde, die den Wesenszug der exotischen Pflanzen und Landschaften mit bemerkenswerter Genauigkeit erfassten.
- Ihr Ansatz war größtenteils autodidaktisch; sie entwickelte ihre Fähigkeiten durch Beobachtung und Übung während ihrer Reisen.
- Obwohl sie nicht einer bestimmten Kunstrichtung angehören konnte, spiegeln ihre Werke Elemente des viktorianischen Naturalismus und der wissenschaftlichen Illustration wider.
Bekannte Werke und die Kew-Galerie
- Zu ihren bekanntesten Werken gehören Foliage, Flowers and Fruit of the Cashew, Tanjore, India, Elephants, Exotic Fish und Leaf Insect.
- Um die Bedeutung ihrer Sammlung zu würdigen, schenkte Marianne North rund 800 Gemälde an den Royal Botanic Gardens, Kew.
- Im Jahr 1882 wurde eine spezielle Galerie in Kew errichtet, um ihre Werke auszustellen – die Marianne North Gallery. Diese ist bis heute ein beliebtes Ausstellungsstück.
Vermächtnis und historische Bedeutung
- Marianne North stellte konventionelle viktorianische Erwartungen für Frauen in Frage, indem sie eine unabhängige Reise und eine professionelle künstlerische Karriere verfolgte.
- Ihre Gemälde liefern wertvolle Dokumentationen des Pflanzenleibs aus der ganzen Welt im 19. Jahrhundert und dienen sowohl als Kunstwerk als auch als wissenschaftliche Aufzeichnung.
- Die Restaurierung der Marianne North Gallery in Kew im Jahr 2008 unterstrich ihr bleibendes Vermächtnis und ihren Beitrag zur Botanik und Kunst.
- Sie wird als Pionierin der botanischen Kunst und eine abenteuerlustige Seele remembered, die gesellschaftliche Normen zu überwinden wagte, um ihren Leidenschaften nachzugehen.
Marianne North
1830 - 1890 , Vereinigtes Königreich
Kurzinfos
- Bemerkenswerte Werke:
- Foliage, Flowers and Fruit...
- Elephants
- Exotic Fish
- Leaf Insect
- Geburtsdatum: 24. Oktober 1830
- Geburtsort: Hastings, Vereinigtes Königreich
- Künstlerische Richtung: Botanische Kunst, Naturalismus
- Nationalität: Britisch
- Sterbedatum: 30. August 1890
- Vollständiger Name: Marianne North

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