Die Verbrennungsgänge. Benares. Indien. Oktober 1878
Acryl auf Leinwand
Wandkunst
Victorian Botanical Painting
1878
34.0 x 36.0 cm
British Library
Handgefertigte Ölreproduktion
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Die Verbrennungsgänge. Benares. Indien. Oktober 1878
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Ein Blick auf die heiligen Feuertöpfe von Varanasi
Die Darstellung von Varanasi, Indien, aus dem Jahr 1878, ist ein außergewöhnliches Werk der englischen Botanikerin und Künstlerin Marianne North. Dieses Gemälde bietet einen faszinierenden Einblick in das Leben einer Stadt tief verwurzelt in religiöser Tradition und beeindruckt durch seine Detailtreue und künstlerische Umsetzung. Es wurde von einem Besucher aus Großbritannien geschaffen und zeigt eine lebendige Szene auf den heiligen Feuertöpfen – einem wichtigen Ort für hinduistische Rituale und Begräbnisse.- Das Motiv: Norths Fokus lag stets auf der Natur, insbesondere auf Pflanzenarten des südasiatischen Raumteils. Diese außergewöhnliche Beobachtungsgabe fand ihren Ausdruck in zahlreichen Gemälden von exotischen Blüten und Bäumen, wobei „Die heiligen Feuertöpfe“ eine besondere Bedeutung besitzt.
- Der Stil: Das Gemälde zeichnet sich durch einen realistischen Impressionismus aus. Obwohl North keine umfassende Ausbildung im klassischen Malstil hatte, gelang es ihr dennoch, eine Atmosphäre von Wärme und Bewegung einzufangen – ein Zeichen ihrer außergewöhnlichen künstlerischen Sensibilität.
- Historischer Kontext: Das Gemälde entstand im Kontext der britischen Kolonialzeit und spiegelt das Interesse für ethnologische Studien und die Dokumentation verschiedener Kulturen wider. Gleichzeitig zeigt es jedoch auch eine tiefgreifende Verbindung zur lokalen Religion und Tradition – ein Aspekt, der durch die Darstellung der heiligen Feuertöpfe besonders hervorgehoben wird.
- Symbolik: Die heiligen Feuertöpfe sind ein zentrales Element hinduistischer Rituale und stehen für Reinigung und Übergang zum Jenseits. Durch ihre Darstellung betont North nicht nur die natürliche Schönheit von Varanasi, sondern auch die spirituelle Bedeutung dieser besonderen Orte.
Ähnliche Kunstwerke
Über den Künstler
Marianne North: Ein Leben in Botanischer Kunst
Frühes Leben und Ausbildung
- Marianne North, geboren am 24. Oktober 1830 in Hastings, Vereinigtes Königreich, war die älteste Tochter einer wohlhabenden Landbesitzerfamilie.
- Ihr frühes Leben umfasste eine Gesangsausbildung bei Charlotte Helen Sainton-Dolby. Ihre Gesangsbeschäftigungen wurden jedoch durch Krankheit eingeschränkt.
- Nach diesem Rückschlag wandte sie sich der Malerei von Blumen zu, die dann zur bestimmenden Leidenschaft und dem Fokus ihres Lebenswerdegangs wurde.
Umfassende Reisen und botanische Entdeckungen
- Marianne North unternahm umfangreiche Reisen um die Welt, beginnend in ihren 40ern – ein bemerkenswert unabhängiges Unterfangen für eine Frau des viktorianischen Zeitalters.
- Ihre Reisen führten sie nach Syrien, dem Nil, Sizilien, Kanada, den Vereinigten Staaten, Jamaika, Brasilien, Teneriffa, Kalifornien, Japan, Borneo, Java, Ceylon (Sri Lanka), Indien, Australien und Neuseeland.
- Diese Reisen waren nicht nur Sightseeing; sie dokumentierten die Flora jeder Region detailliert durch botanische Gemälde.
- Sie entdeckte während ihrer Expeditionen zahlreiche Pflanzenarten und trug somit erheblich zum botanischen Wissen bei.
Künstlerischer Stil und Entwicklung
- Norths künstlerischer Stil ist durch seine detaillierte Realismus und lebendige Farbpalette gekennzeichnet.
- Sie arbeitete hauptsächlich in Ölfarben und schuf Gemälde, die den Wesenszug der exotischen Pflanzen und Landschaften mit bemerkenswerter Genauigkeit erfassten.
- Ihr Ansatz war größtenteils autodidaktisch; sie entwickelte ihre Fähigkeiten durch Beobachtung und Übung während ihrer Reisen.
- Obwohl sie nicht einer bestimmten Kunstrichtung angehören konnte, spiegeln ihre Werke Elemente des viktorianischen Naturalismus und der wissenschaftlichen Illustration wider.
Bekannte Werke und die Kew-Galerie
- Zu ihren bekanntesten Werken gehören Foliage, Flowers and Fruit of the Cashew, Tanjore, India, Elephants, Exotic Fish und Leaf Insect.
- Um die Bedeutung ihrer Sammlung zu würdigen, schenkte Marianne North rund 800 Gemälde an den Royal Botanic Gardens, Kew.
- Im Jahr 1882 wurde eine spezielle Galerie in Kew errichtet, um ihre Werke auszustellen – die Marianne North Gallery. Diese ist bis heute ein beliebtes Ausstellungsstück.
Vermächtnis und historische Bedeutung
- Marianne North stellte konventionelle viktorianische Erwartungen für Frauen in Frage, indem sie eine unabhängige Reise und eine professionelle künstlerische Karriere verfolgte.
- Ihre Gemälde liefern wertvolle Dokumentationen des Pflanzenleibs aus der ganzen Welt im 19. Jahrhundert und dienen sowohl als Kunstwerk als auch als wissenschaftliche Aufzeichnung.
- Die Restaurierung der Marianne North Gallery in Kew im Jahr 2008 unterstrich ihr bleibendes Vermächtnis und ihren Beitrag zur Botanik und Kunst.
- Sie wird als Pionierin der botanischen Kunst und eine abenteuerlustige Seele remembered, die gesellschaftliche Normen zu überwinden wagte, um ihren Leidenschaften nachzugehen.
Marianne North
1830 - 1890 , Vereinigtes Königreich
Kurzinfos
- Bemerkenswerte Werke:
- Foliage, Flowers and Fruit...
- Elephants
- Exotic Fish
- Leaf Insect
- Geburtsdatum: 24. Oktober 1830
- Geburtsort: Hastings, Vereinigtes Königreich
- Künstlerische Richtung: Botanische Kunst, Naturalismus
- Nationalität: Britisch
- Sterbedatum: 30. August 1890
- Vollständiger Name: Marianne North

Die Glasoption ist nur für Größen unter 110 cm verfügbar.
