Durian-Frucht von einem großen Baum, Sarawak, Borneo
Acryl auf Leinwand
Wandkunst
Viktorianische botanische Illustration
1876
29.0 x 40.0 cm
Marianne North Galerie
Giclée / Kunstdruck
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Durian-Frucht von einem großen Baum, Sarawak, Borneo
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Sammlerstück-Beschreibung
Eine duftende Begegnung: Marianne Norths Durian-Stillleben
Marianne Norths „Durian Fruit from a Large Tree, Sarawak, Borneo“ ist nicht bloß ein Gemälde; es ist eine immersive Reise in das Herz Südostasiens. Vollendet im Jahr 1876 während ihrer außergewöhnlichen globalen botanischen Expeditionen, transzendiert dieses Werk die einfache Darstellung und wird zu einem lebendigen Zeugnis viktorianischer wissenschaftlicher Neugiente und künstlerischer Leidenschaft. North, eine Frau, die gesellschaftliche Erwartungen herausforderte, indem sie ihren eigenen Weg als Forscherin und Künstlerin einschlug, fing nicht nur das Aussehen der Durian ein, sondern auch ihre kraftvolle Präsenz – eine sensorische Erfahrung, die mit bemerkenswerter Detailtreue und einem unbestreitbaren Gefühl des Staunens wiedergegeben wurde.
Der exotische Reiz der Durian
Die Durian selbst – oft als „König der Früchte“ bezeichnet – ist ein Wesen von intensiver Faszination und, für viele, eine beträchtliche olfaktorische Herausforderung. Norths Gemälde navigiert geschickt durch diese Dualität. Die Frucht dominiert die Komposition, ihre gewaltige Schale in satten Braun- und Ockertönen dargestellt, was auf die komplexen Aromen im Inneren hindeutet. Sie wird von kleineren Exemplaren und Bananen umgeben, was ein Stillleben schafft, das von der Fülle und dem Reichtum der tropischen Landschaft erzählt. Die sorgfältige Anordnung deutet nicht nur auf reine Beobachtung hin, sondern auf eine Wertschätzung des Zusammenspiels von Texturen und Formen – die raue Rinde des Baumes, die glatten Kurven der Frucht und die zarten Blätter, die einen grünen Hintergrund bilden.
Entscheidend war, dass North nicht einfach nur dokumentierte; sie vermittelte ein Erlebnis. Das Gemälde atmet die feuchte Luft Borneos und deutet die Hitze sowie das pulsierende Leben an, das in seinen Wäldern wimmelt. Die Einbeziehung von Bananen verstärkt diese tropische Atmosphäre und festigt den Eindruck einer üppigen, fruchtbaren Umgebung.
Die Vision einer viktorianischen Entdeckerin
Marianne Norths Leben war geprägt von unermüdlicher Erkundung und künstlerischer Hingabe. Angetrieben von dem unstillbaren Verlangen, die Flora der Welt zu dokumentieren, begab sie sich zeitlebens auf zahlreiche Expeditionen und wagte oft den Vorstoß in entlegene und herausfordernde Regionen. Ihre Reisen führten sie durch Asien, Afrika, Südamerika und Australien und resultierten in einer gewaltigen Sammlung botanischer Gemälde – insgesamt über 800 Werke. „Durian Fruit from a Large Tree, Sarawak, Borneo“ ist beispielhaft für ihren akribischen Ansatz: Sie beobachtete Form, Farbe und Textur der Frucht mit größter Sorgfalt und übertrug diese Beobachtungen mit erstaunlicher Genauigkeit auf die Leinwand.
Das Gemälde spiegelt den Geist der viktorianischen Ära wider – eine Zeit wissenschaftlicher Entdeckungen, imperialer Expansion und eines wachsenden Interesses an exotischen Kulturen. Norths Werk ist ein Produkt dieses Kontextes; es fängt sowohl den Reiz als auch die Komplexität ein, die mit der Begegnung mit unbekannten Landschaften und Traditionen einhergeht. Ihre Hingabe zur Dokumentation dieser Begegnungen zeugt von dem tieferen Wunsch, die natürliche Welt zu verstehen und zu schätzen.
Symbolik und sensorische Details
Über die botanische Genauigkeit hinaus besitzt das Gemälde eine symbolische Tiefe. Die Durian repräsentiert trotz ihres polarisierenden Rufes Fülle, Fruchtbarkeit und den Reichtum des tropischen Lebens. Norths meisterhafter Einsatz von Farben – das tiefe Grün, die warmen Brauntöne und das leuchtende Gelb – beschwört ein Gefühl sinnlicher Freude herauf. Die Komposition selbst ist sorgfältig ausbalanciert und lenkt das Auge des Betrachters auf die zentrale Frucht, während sie gleichzeitig die Umgebung vermittelt. Die subtilen Details – die Textur der Schale, die Adern in den Blättern, die von Zweigen geworfenen Schatten – tragen alle zu einer bemerkenswert immersiven Erfahrung bei.
Darüber hinaus deutet Norths Entscheidung, die Durian in diesem speziellen Reifegrad darzustellen, auf eine Wertschätzung ihres vollen Potenzials hin – eine Feier der transformativen Kraft der Natur. Das Gemälde ist nicht nur die Darstellung einer Frucht; es ist ein Zeugnis der Schönheit und Komplexität der natürlichen Welt, festgehalten mit dem scharfen Auge einer hingebungsvollen Entdeckerin und Künstlerin.
Ähnliche Kunstwerke
Über den Künstler
Marianne North: Ein Leben in Botanischer Kunst
Frühes Leben und Ausbildung
- Marianne North, geboren am 24. Oktober 1830 in Hastings, Vereinigtes Königreich, war die älteste Tochter einer wohlhabenden Landbesitzerfamilie.
- Ihr frühes Leben umfasste eine Gesangsausbildung bei Charlotte Helen Sainton-Dolby. Ihre Gesangsbeschäftigungen wurden jedoch durch Krankheit eingeschränkt.
- Nach diesem Rückschlag wandte sie sich der Malerei von Blumen zu, die dann zur bestimmenden Leidenschaft und dem Fokus ihres Lebenswerdegangs wurde.
Umfassende Reisen und botanische Entdeckungen
- Marianne North unternahm umfangreiche Reisen um die Welt, beginnend in ihren 40ern – ein bemerkenswert unabhängiges Unterfangen für eine Frau des viktorianischen Zeitalters.
- Ihre Reisen führten sie nach Syrien, dem Nil, Sizilien, Kanada, den Vereinigten Staaten, Jamaika, Brasilien, Teneriffa, Kalifornien, Japan, Borneo, Java, Ceylon (Sri Lanka), Indien, Australien und Neuseeland.
- Diese Reisen waren nicht nur Sightseeing; sie dokumentierten die Flora jeder Region detailliert durch botanische Gemälde.
- Sie entdeckte während ihrer Expeditionen zahlreiche Pflanzenarten und trug somit erheblich zum botanischen Wissen bei.
Künstlerischer Stil und Entwicklung
- Norths künstlerischer Stil ist durch seine detaillierte Realismus und lebendige Farbpalette gekennzeichnet.
- Sie arbeitete hauptsächlich in Ölfarben und schuf Gemälde, die den Wesenszug der exotischen Pflanzen und Landschaften mit bemerkenswerter Genauigkeit erfassten.
- Ihr Ansatz war größtenteils autodidaktisch; sie entwickelte ihre Fähigkeiten durch Beobachtung und Übung während ihrer Reisen.
- Obwohl sie nicht einer bestimmten Kunstrichtung angehören konnte, spiegeln ihre Werke Elemente des viktorianischen Naturalismus und der wissenschaftlichen Illustration wider.
Bekannte Werke und die Kew-Galerie
- Zu ihren bekanntesten Werken gehören Foliage, Flowers and Fruit of the Cashew, Tanjore, India, Elephants, Exotic Fish und Leaf Insect.
- Um die Bedeutung ihrer Sammlung zu würdigen, schenkte Marianne North rund 800 Gemälde an den Royal Botanic Gardens, Kew.
- Im Jahr 1882 wurde eine spezielle Galerie in Kew errichtet, um ihre Werke auszustellen – die Marianne North Gallery. Diese ist bis heute ein beliebtes Ausstellungsstück.
Vermächtnis und historische Bedeutung
- Marianne North stellte konventionelle viktorianische Erwartungen für Frauen in Frage, indem sie eine unabhängige Reise und eine professionelle künstlerische Karriere verfolgte.
- Ihre Gemälde liefern wertvolle Dokumentationen des Pflanzenleibs aus der ganzen Welt im 19. Jahrhundert und dienen sowohl als Kunstwerk als auch als wissenschaftliche Aufzeichnung.
- Die Restaurierung der Marianne North Gallery in Kew im Jahr 2008 unterstrich ihr bleibendes Vermächtnis und ihren Beitrag zur Botanik und Kunst.
- Sie wird als Pionierin der botanischen Kunst und eine abenteuerlustige Seele remembered, die gesellschaftliche Normen zu überwinden wagte, um ihren Leidenschaften nachzugehen.
Marianne North
1830 - 1890 , Vereinigtes Königreich
Kurzinfos
- Bemerkenswerte Werke:
- Foliage, Flowers and Fruit...
- Elephants
- Exotic Fish
- Leaf Insect
- Geburtsdatum: 24. Oktober 1830
- Geburtsort: Hastings, Vereinigtes Königreich
- Künstlerische Richtung: Botanische Kunst, Naturalismus
- Nationalität: Britisch
- Sterbedatum: 30. August 1890
- Vollständiger Name: Marianne North

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