Seerose, Papagei und Rohrkolben auf goldenem Hintergrund
Öl auf Leinwand
Wandkunst
Viktorianische botanische Malerei
1870
54.0 x 146.0 cm
Marianne North Galerie
Giclée / Kunstdruck
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Seerose, Papagei und Rohrkolben auf goldenem Hintergrund
Giclée / Kunstdruck
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Ein goldenes Tagtraum: Marianne Norths „Seerose, Papagei und Rohrkolben auf goldenem Hintergrund“
Marianne Norths „Seerose, Papagei und Rohrkolben auf goldenem Hintergrund“, gemalt im Jahr 1870, ist weit mehr als nur eine botanische Illustration; es ist eine lebendige Momentaufnahme der natürlichen Welt, durchdrungen von viktorianischer Romantik und einem Pioniergeist. Dieses exquisite Ölgemälde, das heute in der Marianne North Gallery in Richmond, Virginia, zu Hause ist, entführt den Betrachter an einen sonnenverwöhnten Ort eines ruhigen Wasserwegs, der vor Leben und schimmerndem Licht strotzt. Die Leinwand stellt nicht bloß die Flora dar; sie fängt eine Atmosphäre ein – ein Gefühl von erhabener Schönheit und grenzenloser Entdeckungslust, welches Norths eigene außergewöhnliche Reise als eigenfinanzierte Künstlerin und Botanikerin widerspiełgelt.
North, eine bemerkenswerte Gestalt der viktorianischen Kunstgeschichte, trotzte den gesellschaftlichen Erwartungen, indem sie sich auf jahrzehntelange, einsame Expeditionen rund um den Globus begab. Im Gegensatz zu vielen Künstlerinnen ihrer Zeit, die in häusliche Rollen gedrängt wurden, dokumentierte sie akribisch die Pflanzenwelt exotischer Orte – vom Amazonas-Regenwald bis hin zu den Küsten Japans – und verwandelte ihre Reisen in ein unvergleichliches künstlerisches und wissenschaftliches Unterfangen. Dieses Gemälde ist ein Paradebeispiel für diese Hingabe; jedes Detail, von der zarten Krümmung eines Seerosenblattes bis hin zum leuchtenden Gefieder der Papageien, wurde mit erstaunlicher Präzision und einer tiefen Wertschätzung für die Komplexität der Natur dargestellt.
Die Palette des Paradieses: Technik und Stil
Ausgeführt in reichhaltigen, geschichteten Ölfarben auf Leinwand, präsentiert „Seerose, Papagei und Rohrkolben“ Norths meisterhafte Technik. Sie wandte den Stil der gebrochenen Farbe an – eine Methode, bei der dünne Farbschichten übereinander aufgetragen werden, sodass die Farben optisch verschmelzen, anstatt sie physisch auf der Palette zu mischen. Dies erzeugt eine ätherische Leuchtkraft, die besonders im schimmernden goldenen Hintergrund deutlich wird, welcher nicht einfach nur gemalt, sondern durch unzählige transparente Lasuren aufgebaut wurde. Die Komposition ist sorgfältig ausbalanciert und leitet das Auge durch eine Serie von überlappenden Ebenen und Texturen. Man beachte, wie sie variierende Pinselstriche einsetzt – kurze, abgehackte Striche für das Blattwerk und längere, fließende für das Wasser –, um ein Gefühl von Tiefe und Bewegung zu erzeugen.
Die Farbpalette selbst ist bemerkenswert lebendig, dominiert von üppigem Grün, Blau und Gelb. Der goldene Hintergrund wirkt dabei nicht prätentiös; er dient vielmehr dazu, die Szene zu illuminieren, die Farben der Pflanzen hervorzuheben und einen Gesamteindruck von Wärme und Fülle zu schaffen. Die Papageien, dargestellt in brillantem Rot, Blau und Gelb, verleihen der Komposition einen Hauch von Exotik und spielerischer Energie, während die Rohrkolben mit ihren strukturierten Oberflächen ein erdendes Element bieten.
Symbolik und viktorianisches Empfinden
Über ihre botanische Genauigkeit hinaus ist „Seerose, Papagei und Rohrkolben“ reich an symbolischer Bedeutung. Seerosen, die oft mit Reinheit, Wiedergeburt und Ruhe assoziiert werden, dominieren den Vordergrund und deuten auf eine Verbindung zur spirituellen Welt hin. Die Papageien, häufig Symbole des Paradieses und der Freude, repräsentieren die Schönheit und das Wunder der natürlichen Welt. Die Rohrkolben, die typisch für Wasserwege sind, symbolisieren Widerstandsfähigkeit und Anpassungsfähigkeit – ein Spiegelbild von Norths eigenem beharrlichen Geist.
Das Gemälde ist fest in der viktorianischen Sensibilität verwurzelt – einer Faszination für die Natur, dem Glauben an wissenschaftliche Beobachtung und einer romantischen Sehnsucht nach exotischen Landschaften. Es spiegelt das Interesse jener Ära wider, sowohl die natürliche Welt zu dokumentieren als auch ihr eine symbolische Bedeutung zu verleihen. North selbst war tief von der Romantik beeinflusst, die Emotion, Fantasie und die sublime Schönheit der Natur betonte.
Ein Vermächtnis der Entdeckung: Die Künstlerin und ihre Galerie
Marianne Norths Lebensgeschichte ist ebenso fesselnd wie ihr Kunstwerk. Sie gründete eine einzigartige Galerie in den Royal Botanic Gardens, Kew, in der über 800 ihrer Gemälde ausgestellt sind – ein Zeugnis ihrer lebenslangen Hingabe zur botanischen Kunst. Diese Galerie diente nicht nur als Ausstellungsraum, sondern auch als lebendiges Labor, in dem Besucher mehr über Norths Reisen und Entdeckungen erfahren konnten. Ihr Werk inspiriert bis heute Künstler und Sammler gleichermaßen und bietet einen Einblick in das außergewöhnliche Leben und die künstlerische Vision einer bemerkenswerten Frau.
Heute steht „Seerose, Papagei und Rohrkolben auf goldenem Hintergrund“ als eindringliche Erinnerung an die Schönheit und Zerbrechlichkeit der natürlichen Welt sowie an das bleibende Erbe einer Künstlerin, die es wagte, ihren eigenen Weg zu gehen – eine wahre Pionierin im Bereich der botanischen Kunst. Es ist ein Werk, das zur Kontemplation einlädt, ein Gefühl des Staunens weckt und uns an die tiefe Verbindung zwischen der Menschheit und ihrer Umwelt erinnert.
Ähnliche Kunstwerke
Über den Künstler
Marianne North: Ein Leben in Botanischer Kunst
Frühes Leben und Ausbildung
- Marianne North, geboren am 24. Oktober 1830 in Hastings, Vereinigtes Königreich, war die älteste Tochter einer wohlhabenden Landbesitzerfamilie.
- Ihr frühes Leben umfasste eine Gesangsausbildung bei Charlotte Helen Sainton-Dolby. Ihre Gesangsbeschäftigungen wurden jedoch durch Krankheit eingeschränkt.
- Nach diesem Rückschlag wandte sie sich der Malerei von Blumen zu, die dann zur bestimmenden Leidenschaft und dem Fokus ihres Lebenswerdegangs wurde.
Umfassende Reisen und botanische Entdeckungen
- Marianne North unternahm umfangreiche Reisen um die Welt, beginnend in ihren 40ern – ein bemerkenswert unabhängiges Unterfangen für eine Frau des viktorianischen Zeitalters.
- Ihre Reisen führten sie nach Syrien, dem Nil, Sizilien, Kanada, den Vereinigten Staaten, Jamaika, Brasilien, Teneriffa, Kalifornien, Japan, Borneo, Java, Ceylon (Sri Lanka), Indien, Australien und Neuseeland.
- Diese Reisen waren nicht nur Sightseeing; sie dokumentierten die Flora jeder Region detailliert durch botanische Gemälde.
- Sie entdeckte während ihrer Expeditionen zahlreiche Pflanzenarten und trug somit erheblich zum botanischen Wissen bei.
Künstlerischer Stil und Entwicklung
- Norths künstlerischer Stil ist durch seine detaillierte Realismus und lebendige Farbpalette gekennzeichnet.
- Sie arbeitete hauptsächlich in Ölfarben und schuf Gemälde, die den Wesenszug der exotischen Pflanzen und Landschaften mit bemerkenswerter Genauigkeit erfassten.
- Ihr Ansatz war größtenteils autodidaktisch; sie entwickelte ihre Fähigkeiten durch Beobachtung und Übung während ihrer Reisen.
- Obwohl sie nicht einer bestimmten Kunstrichtung angehören konnte, spiegeln ihre Werke Elemente des viktorianischen Naturalismus und der wissenschaftlichen Illustration wider.
Bekannte Werke und die Kew-Galerie
- Zu ihren bekanntesten Werken gehören Foliage, Flowers and Fruit of the Cashew, Tanjore, India, Elephants, Exotic Fish und Leaf Insect.
- Um die Bedeutung ihrer Sammlung zu würdigen, schenkte Marianne North rund 800 Gemälde an den Royal Botanic Gardens, Kew.
- Im Jahr 1882 wurde eine spezielle Galerie in Kew errichtet, um ihre Werke auszustellen – die Marianne North Gallery. Diese ist bis heute ein beliebtes Ausstellungsstück.
Vermächtnis und historische Bedeutung
- Marianne North stellte konventionelle viktorianische Erwartungen für Frauen in Frage, indem sie eine unabhängige Reise und eine professionelle künstlerische Karriere verfolgte.
- Ihre Gemälde liefern wertvolle Dokumentationen des Pflanzenleibs aus der ganzen Welt im 19. Jahrhundert und dienen sowohl als Kunstwerk als auch als wissenschaftliche Aufzeichnung.
- Die Restaurierung der Marianne North Gallery in Kew im Jahr 2008 unterstrich ihr bleibendes Vermächtnis und ihren Beitrag zur Botanik und Kunst.
- Sie wird als Pionierin der botanischen Kunst und eine abenteuerlustige Seele remembered, die gesellschaftliche Normen zu überwinden wagte, um ihren Leidenschaften nachzugehen.
Marianne North
1830 - 1890 , Vereinigtes Königreich
Kurzinfos
- Bemerkenswerte Werke:
- Foliage, Flowers and Fruit...
- Elephants
- Exotic Fish
- Leaf Insect
- Geburtsdatum: 24. Oktober 1830
- Geburtsort: Hastings, Vereinigtes Königreich
- Künstlerische Richtung: Botanische Kunst, Naturalismus
- Nationalität: Britisch
- Sterbedatum: 30. August 1890
- Vollständiger Name: Marianne North

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