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A-t-on besoin des ombres pour se souvenir? (N° 8-9-10)

Massinissa Selmani ist ein algerischer Künstler, der mit Zeichnungen und Installationen Erinnerung, Geschichte und Identität erforscht. Bekannt für seine Collage-Arbeiten und Auseinandersetzung mit politischen Themen – u.a. bei der Biennale von Venedig.

Giclée / Kunstdruck

Giclée- oder Leinwanddruck in Museumsqualität mit schneller Produktion und flexiblen Veredelungsoptionen. (Handgemalte Reproduktion bestellen Handgemalte Reproduktion bestellenZum digitalen Bild wechseln Zum digitalen Bild wechseln)

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Gesamtpreis

$ 62

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A-t-on besoin des ombres pour se souvenir? (N° 8-9-10)

Giclée / Kunstdruck

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Gesamtpreis

$ 62

Massinissa SelmaniBorn in Algiers, Algeria, in 1980.He lives and works in France and Algeria.Massinissa Selmani grew up in Algiers and was twenty- five years of age before he moved to France in 2005 to study art at the Ecole superieure des beaux-arts in Tours. A ceaseless experimentalist who pushes the envelope in understated ways, Selmani’s technique includes both the archival and the documentary. Drawings, photographs, montage, texts, cut-outs, and newspaper clippings of political and social happenings are repurposed, altered, and recomposed to yield new meanings. Before embarking on an artistic career, Selmani had first studied computer science, reflected in his practice by his seasoned familiarity with the protocols of media technology and his more recent conventional art training. Drawing, which remains a principal aspect of his practice, serves as a means to an end but also as an end in itself, assembled as individual drawings or a collage of forms, and presented as either animations or installations. His short animations are looped and projected onto flat or contrived three-dimensional surfaces. The animation Souvenir du vide (2014), for example—first shown at Dak’art, Biennale de l’Art Africain Contemporain in Dakar, 2014—consists of miniature drawings and words projected against a mass of contrived cubes made of tracing paper. Each cube serves as a screen for an individual drawing. Evincing the classical storyboard format but without a centralizing narrative, the animation shows Selmani’s proclivity to tackle serious political and social issues, often interspersed with humor and ambiguity. It is Selmani’s ability to engage history and material conditions with great subtlety that is truly outstanding. For the Biennale di Venezia, he presents the compelling A-t-on besoin des ombres pour se souvenir? (2013–2014), a series of delicate graphite and colored pencil drawings that capture the everyday experience in all its reality, absurdity, and humanity. Another work, 1000 Villages Socialites Algériens (2014–2015), engages the socialist agrarian experiment undertaken by the Algerian government in 1973. In several drawings compiled in red-covered notebooks, Selmani recreates the effects of this ambitious but unsuccessful agricultural revolution in the rural communities where the pilot project was carried out. Each drawing is accompanied by transcribed testimonies of people who lived in the villages at that time.

Über den Künstler

Massinissa Selmani: Ein Kartograf der Erinnerung und politischer Echos

Geboren 1980 in Constantine, Algerien, ist Massinissa Selmanis künstlerische Reise tief in die Landschaften und Geschichten seines Heimatlandes verwurzelt. Ursprünglich studierte er Informatik – ein scheinbar gegensätzlicher Weg, der später seinen einzigartigen Ansatz für die Bildgestaltung prägen sollte – fand er sich jedoch durch die Macht der visuellen Darstellung als Mittel zur Auseinandersetzung mit komplexen sozialen und politischen Realitäten hingezogen. Seine Arbeit ist nicht einfach nur das Abbilden von Szenen; es ist ein komplizierter Prozess der Ausgrabung, des Verlegens von Informationsfragmenten – Zeitungsfotos, architektonische Pläne, handschriftliche Texte – um Erzählungen zu konstruieren, die sowohl mit persönlicher Erinnerung als auch mit breiteren historischen Strömungen resonieren.

Selmanis künstlerische Entwicklung ist durch eine bewusste Ablehnung traditioneller Repräsentationstechniken gekennzeichnet. Er lehnt polierte Oberflächen und idealisierte Formen ab und bevorzugt stattdessen die rohe Materialität von gefundenen Bildern und die inhärente Mehrdeutigkeit von Collagen. Dieser Ansatz spiegelt eine kritische Auseinandersetzung mit den Mechanismen der Medienverbreitung und den Wegen wider, wie Geschichte durch selektive Bilder konstruiert wird. Frühe Einflüsse umfassen das Werk von Künstlern, die archivistisches Material – insbesondere solche, die Themen der Erinnerung und Dokumentation erforschen – nutzten, sowie der sozio-politische Kontext Algeriens’ postkolonialer Ära, wo Fragen der Identität, Vertreibung und nationaler Erzählung weiterhin von großer Relevanz sind.

Die Sprache der Zerrissenheit: Zeichnungen, Installationen und Fundstücke

Selmanis Praxis ist durch ein faszinierendes Zusammenspiel scheinbar gegensätzlicher Elemente gekennzeichnet. Seine Arbeit kombiniert häufig Zeichnungen – oft detailliert ausgeführt – mit kolorierten Fotos und Textfragmenten. Diese werden nicht einfach nebeneinandergestellt; sie sind miteinander verwoben, wodurch überlagerte Kompositionen entstehen, die den Betrachter dazu einladen, aktiv an der Konstruktion von Bedeutung teilzunehmen. Architektonische Diagramme, beispielsweise, können mit Bildern von ländlichen Landschaften oder politischen Plakaten überlagert werden und so ein Gefühl der Desorientierung erzeugen und konventionelle Wahrnehmungsweisen herausfordern.

Die Verwendung von Fundstücken – insbesondere architektonischen Plänen und Karten – ist zentral für seinen Prozess. Diese Dokumente, die sowohl den greifbaren als auch den abstrakten Raum repräsentieren, dienen als Ausgangspunkte zur Erforschung von Themen wie Macht, Kontrolle und der Konstruktion von Raum. Selmanis Installationen verwandeln diese Materialien oft in suggestive Umgebungen, die die Grenzen zwischen Realität und Repräsentation verwischen und den Betrachter einladen, über die Fragilität der Erinnerung und die Komplexität historischer Interpretation nachzudenken.

Venedig Biennale und darüber hinaus: Anerkennung und kritische Würdigung

Selmanis internationales Ansehen begann mit seiner Aufnahme in die 2015er Venedig Biennale, wo er “*A-t-on besoin des ombres pour se souvenir?*” (Benötigt man Schatten, um sich zu erinnern?) und “*1000 Dörfer*” präsentierte. Die letztere Arbeit, eine eindringliche Meditation auf das gescheiterte Agrarexperiment der 1973er Jahre in Algerien, erregte besondere Aufmerksamkeit für ihre sorgfältige Rekonstruktion verlorener Geschichte durch fragmentierte Bilder und handschriftliche Notizen. Diese Auswahl markierte einen bedeutenden Wendepunkt in seiner Karriere und brachte ihn in den Vordergrund des zeitgenössischen Kunstdiskurses.

Seit Venedig wurden Selmanis Werke weltweit ausgestellt, darunter im Palais de Tokyo (Paris), Centre Pompidou (Paris), Frac Centre Val de Loire (Orléans) und zahlreichen anderen renommierten Institutionen. Er erhielt mehrere Auszeichnungen und Anerkennungen, darunter den Marcel Duchamp Prize 2023 und eine besondere Nennung bei der 56. Venedig Biennale für seine “moderne Mittelklasse’s Fähigkeit, über ihre Skala hinaus zu wirken”. Seine Werke befinden sich heute in bedeutenden Sammlungen, was ihre wachsende Anerkennung in der internationalen Kunstwelt widerspiegelt.

Erforschung von Erinnerung, Geschichte und Identität

Im Kern von Selmanis künstlerischer Praxis liegt eine tiefe Auseinandersetzung mit Themen wie Erinnerung, Geschichte und Identität. Er bietet nicht einfache Erzählungen oder definitive Antworten; stattdessen präsentiert er den Betrachtern eine Reihe fragmentierter Bilder und ambivalenter Symbole, die zur Reflexion über die Komplexitäten der Vergangenheit und deren fortwährenden Einfluss auf das gegenwärtige anregen. Seine Arbeit erforscht oft die Wege, wie kollektive Erinnerung durch politische Kräfte, Medienrepräsentationen und persönliche Erfahrungen geformt wird.

Selmanis algerische Herkunft – seine Geburt in Constantine und seine Erziehung in einem Kontext, der von kolonialen Erbschaften und postkolonialen Kämpfen geprägt ist – ist untrennbar mit seiner künstlerischen Vision verbunden. Seine Arbeit dient als kritische Untersuchung der nationalen Identität, Vertreibung und des anhaltenden Einflusses historischer Ereignisse auf das Leben Einzelner. Durch seine einzigartige visuelle Sprache lädt Selmani uns ein, unbequeme Wahrheiten über die Vergangenheit zu konfrontieren und gleichzeitig unsere eigene Auffassung von Geschichte und Erinnerung in Frage zu stellen.

Aktuelle Projekte & Vermächtnis

Im Moment ist Massinissa Selmani an einer Einzelausstellung im Aranya Center North in China beteiligt, die unter dem Titel “*Distances*” steht und Themen wie Ambivalenz und Zerbrechlichkeit erforscht. Seine Werke werden weiterhin international ausgestellt und festigen seine Position als eine der wichtigsten Stimmen der zeitgenössischen Kunst. Selmanis Vermächtnis liegt nicht nur in den ergreifenden Bildern, die er schafft, sondern auch in seinem innovativen Ansatz zur Kombination von Archivmaterialien mit Zeichnungen und Collagen – eine Methode, die traditionelle Vorstellungen von Repräsentation herausfordert und den Betrachter dazu einlädt, aktiv an der Konstruktion von Bedeutung teilzunehmen.

Massinissa Selmani

Massinissa Selmani

1980 - , Algerien

Kurzinfos

  • Artistic Movement Or Style: Zeitgenössische Kunst
  • Artists Who Influenced This Artist: ['None],\n "Artists or movements influenced by this artist": [None']
  • Date Of Birth: 1980
  • Full Name: Massinissa Selmani
  • Nationality: Algerier
  • Notable Artworks:
    • On a Rock, Brief Kreis
    • Untitled
    • Der Wind will nie draußen bleiben
  • Place Of Birth: Constantine, Algerien