Sie geht zum frischen Wasser (Haere Pape)
Öl auf Leinwand
Wandkunst
Post-Impressionism
1892
19. Jahrhundert
91.0 x 66.0 cm
Giclée / Kunstdruck
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Paul Gauguin und „She Goes Down to the Fresh Water“ – Ein Meisterwerk des Cloisonnismus
„She Goes Down to the Fresh Water“ (Haere Pape), geschaffen 1892, ist ein außergewöhnliches Beispiel für den Cloisonnismus, eine Kunstrichtung, die durch deutliche Umrandungen und flächige Farbflächen ohne Verschmierung gekennzeichnet ist. Dieses faszinierende Gemälde befindet sich heute im Barnes Foundation in Philadelphia, Pennsylvania und stellt einen Höhepunkt von Gauguins künstlerischem Werdegang dar. Es ist ein Werk, das nicht nur technische Innovationen verkörpert sondern auch tiefgreifende kulturelle Einflüsse widerspiegelt und somit eine besondere Bedeutung für Kunstgeschichte und Dekorationskunst besitzt.Die Kunstrichtung Cloisonnismus und ihre Besonderheiten
Der Cloisonnismus entwickelte sich gegen Ende des 19. Jahrhunderts als Reaktion auf den Impressionismus und wurde insbesondere von Gauguin und Henri Matisse populär. Er zeichnet sich durch eine außergewöhnliche Einfachheit aus: Eine klare Trennung zwischen Farbflächen wird durch dünne Metalllinien erreicht, sogenannte Cloisonnetten, die wie ein kompliziertes Mosaik wirken. Diese Technik ermöglicht eine hohe Farbintensität und eine besondere Klarheit der Formen – Eigenschaften, die perfekt zur Darstellung exotischer Landschaften und Figuren geeignet sind. Gauguin nutzte diese Methode bewusst, um seine Vision von einer einfachen, ursprünglichen Lebensweise einzufangen und gleichzeitig die Schönheit der Natur zu feiern.Die Komposition und Stilmittel von „She Goes Down to the Fresh Water“
Das Gemälde zeigt eine junge Frau am Strand eines ruhigen Gewässers, begleitet von einem Kind und einer Vogelgruppe. Gauguin verwendet eine außergewöhnlich hohe Farbintensität und arbeitet mit präzisen Umrissen und Flächen, um eine starke visuelle Wirkung zu erzielen. Die Verwendung von tiefen Blau- und Rottönen verstärkt die Dramatik der Szene und betont gleichzeitig die Wärme und Geborgenheit des Bildmotivs. Besonders beeindruckend ist die Darstellung der Frau selbst: Ihr Blick wirkt nachdenklich und ihre Körperhaltung strahlt Ruhe aus – eine Aussage, die sowohl auf die künstlerische Beobachtung als auch auf eine tiefere Reflexion über menschliche Existenz zurückblickt. Die ausgewählten Elemente der Komposition tragen dazu bei, eine Atmosphäre von Frieden und Kontemplation zu schaffen.Historischer Kontext und Einflussnahme
Gauguin arbeitete während dieser Zeit intensiv in französischen Polynesiengemeinden und ließ sich dabei stark von lokalen Traditionen und Materialien inspirieren. Der Cloisonnismus spiegelt diese Einflüsse wider und ist ein Ausdruck der künstlerischen Suche nach Authentizität und Einfachheit. Er steht im Kontrast zu den komplexen Kompositionen und Farbgebungen des Impressionismus und wird oft als Vorläufer des Expressionismus betrachtet. Das Gemälde erinnert an andere bedeutende Werke von Gauguin wie „Breton Boy by the Aven River“ und „The Vase of Nasturtiums“, die ebenfalls durch ihre außergewöhnliche Farbgebung und ihren Fokus auf natürliche Motive geprägt sind.Ein Blick auf die Symbolik und Emotionale Wirkung
„She Goes Down to the Fresh Water“ ist mehr als nur eine Darstellung einer Landschaftszene; sie enthält tiefere Bedeutungsebenen. Die Frau steht für Weiblichkeit und Mutterlichkeit, während das Wasser für Reinheit und Leben symbolisiert wird. Der Vogelgruppe verleiht dem Bild eine gewisse Dynamik und Lebendigkeit hinzu – ein Hinweis auf die Verbindung zwischen Mensch und Natur. Insgesamt wirkt das Gemälde äußerst beruhigend und einladend und erinnert an die Schönheit und Einfachheit eines ursprünglichen Lebensstils. Eine hochwertige Reproduktion von „She Goes Down to the Fresh Water“ kann daher einen besonderen Beitrag zur Gestaltung eines modernen Wohnraums leisten und eine Erinnerung an die außergewöhnliche Kunst des französischen Impressionisten Paul Gauguin schaffen.Ähnliche Kunstwerke
Über den Künstler
Eugène Henri Paul Gauguin: Ein Leben in Farbe und Symbolik
Frühes Leben und Hintergrund
- Geboren am 7. Juni 1848 in Paris, Frankreich, war Eugène Henri Paul Gauguin eine komplexe Persönlichkeit, die von einer ungewöhnlichen Erziehung geprägt war.
- Sein Vater war Journalist, und seine Mutter stammte aus einer Familie mit peruanischen Wurzeln – ihre Großmutter, Flora Tristan, war eine Pionierin der feministischen und sozialistischen Schriftstellerin.
- Im Jahr 1850 zog die Familie nach Peru, wo Gauguin vier prägende Jahre in einer anderen Kultur verbrachte. Diese Erfahrung beeinflusste seine Kunst später nachhaltig.
- Nach dem Tod seines Vaters kehrte Gauguin nach Frankreich zurück und erhielt eine formale Ausbildung, wählte aber schließlich eine Karriere als Börsenmakler.
Von Börsenmakler zum Künstler
- Gauguin begann in seiner Freizeit zu malen, wobei er zunächst von den Impressionisten beeinflusst wurde.
- Eine Finanzkrise im Jahr 1882 veranlasste ihn, seine Geschäftskarriere aufzugeben und sich voll und ganz der Kunst zu widmen.
- Er studierte bei Camille Pissarro, der seine künstlerische Entwicklung förderte und ihn mit anderen avantgardistischen Malern bekannt machte.
Künstlerische Entwicklung und Einflüsse
- Gauguins frühe Werke spiegelten impressionistische Techniken wider, aber er suchte bald einen ausdrucksstärkeren und symbolischen Stil.
- Er experimentierte mit kräftigen Farben, flachen Formen und vereinfachten Kompositionen und weicht von den Naturalismen des Impressionismus ab.
- Seine Reisen nach Brittany, Martinique und schließlich nach Tahiti waren entscheidend für die Gestaltung seiner künstlerischen Vision. Er suchte einen „primitiveren“ Lebenswandel, in dem er eine größere spirituelle Authentizität glaubte.
- Er war von japanischen Holzschnitten (Japonismus) und mittelalterlicher Kunst beeinflusst, die zu seinem unverwechselbaren Ästhetik beitrugen.
Tahitianische Periode und wichtige Werke
- Gauguin kam im Jahr 1891 nach Tahiti, um Zuflucht vor der europäischen Zivilisation und Inspiration aus der polynesischen Kultur zu suchen.
- Diese Zeit markierte den Höhepunkt seiner künstlerischen Kreativität und führte zu ikonischen Gemälden wie “Vahine no te miti”, “Manao Tupapau” (Beobachtet vom Geist der Toten) und “The Day of Gods”.
- Seine tahitianischen Werke sind durch leuchtende Farben, exotische Themen und ein Gefühl von Mysterium und Spiritualität geprägt.
- Er stellte oft polynesische Frauen, Landschaften und religiöse Überzeugungen dar und interpretierte sie durch seine eigene symbolische Linse.
Spätere Jahre und Kämpfe
- Gauguin hatte während seiner Zeit in Tahiti und später auf den Marquesasinseln finanzielle Schwierigkeiten und Gesundheitsprobleme.
- Trotz dieser Herausforderungen malte er weiterhin produktiv und erkundete Themen wie Leben, Tod und Spiritualität.
- Er starb am 8. Mai 1903 auf der Insel Hiva Oa in den Marquesasinseln.
Vermächtnis und historische Bedeutung
- Gauguins Werk wurde während seines Lebens weitgehend unerkannt, erlangte aber nach seinem Tod posthumane Anerkennung.
- Er gilt heute als eine zentrale Figur in der Entwicklung der modernen Kunst, die die Lücke zwischen Impressionismus und Symbolismus schloss.
- Seine Verwendung von Farbe, vereinfachten Formen und symbolischen Bildern beeinflusste zahlreiche Künstler, darunter Pablo Picasso, Henri Matisse und die Fauves.
- Gauguins Erforschung „primitiver“ Kulturen und seine Ablehnung westlicher künstlerischer Konventionen werden bis heute debattiert und neu interpretiert.
- Er bleibt eine umstrittene Figur aufgrund bestimmter Aspekte seines Privatlebens, aber sein künstlerischer Beitrag ist unbestreitbar.
Eugène Henri Paul Gauguin
1848 - 1903 , Frankreich
Kurzinfos
- Artistic Movement Or Style: Post-Impressionismus, Symbolismus
- Artists Or Movements Influenced By This Artist:
- Pablo Picasso
- Henri Matisse
- Artists Who Influenced This Artist: ['Camille Pissarro']
- Date Of Birth: 7. Juni 1848
- Date Of Death: 8. Mai 1903
- Full Name: Eugène Henri Paul Gauguin
- Nationality: Französisch
- Notable Artworks:
- Vahine no te miti
- Manao Tupapau
- Der Tag der Götter
- Place Of Birth: Paris, Frankreich

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