Suprematistische Komposition (Gefühl der Gegenwart. Telegrafie)
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Suprematistische Komposition (Gefühl der Gegenwart. Telegrafie)
Art der Reproduktion
Format der Reproduktion
-
Gesamtpreis
$ 263
Beschreibung des Kunstwerks
Kazimir Malevich und die Geburt einer neuen Kunst
Kazimir Severinovich Malevich gilt als eine der prägenden Figuren der Avantgarde und abstrakten Kunst des 20. Jahrhunderts. Sein Werk revolutionierte nicht nur die künstlerische Praxis seiner Zeit, sondern auch das Verständnis von Kunst und ihrer Fähigkeit, Emotionen auszudrücken. Geboren im Jahr 1879 in Kiev Oblast, Ukraine, zu einer polnischen Familie, prägte sein frühes Leben die Landschaft seines Heimatlandes und seine vielfältige Volkskultur nachhaltig.
- Frühe Einflüsse: Bereits früh zeigte Malevich eine Affinität für traditionelle künstlerische Ausdrucksformen, die später subtil in seiner Arbeit zum Ausdruck kamen. Diese Wurzeln in der Folklore und seinem Wunsch nach modernen Ideen bildeten die Grundlage seines einzigartigen Stils.
- Verschiedene Stilrichtungen: Vor seinem Durchbruch durchforschte Malevich verschiedene Kunstrichtungen wie Impressionismus, Symbolismus, Fauvismus und Kubismus – wobei er insbesondere die Werke europäischer Künstler studierte und reproduzierte. Diese Erfahrungen erweiterten seinen künstlerischen Horizont und bereiteten den Boden für seine spätere Entwicklung.
Die Geburt von Suprematismus
Der entscheidende Wendepunkt in Malevichs künstlerischem Werdegang gelang ihm 1912 während eines Aufenthalts in Paris, wo er sich intensiv mit den neuesten Entwicklungen der europäischen Kunst auseinandersetzte. Diese Begegnung mit französischen Avantgarde-Bewegungen verstärkte seinen Wunsch nach einer völlig neuen künstlerischen Sprache und führte ihn dazu, sich zunehmend von repräsentativen Formen zu entfernen.
Er entwickelte die Theorie des Suprematismus, eine Bewegung, die darauf abzielte, Kunst über die Darstellung der natürlichen Welt hinaus zu bringen und stattdessen „die Vorherrschaft der reinen Gefühlskraft“ auszudrücken. Diese Philosophie beeinflusste ihn maßgeblich und prägte sein künstlerisches Werk bis zum Schluss seines Lebens.
Die Einfachheit der Formen
Malevichs Kunst zeichnet sich durch eine außergewöhnliche Einfachheit aus. Er reduzierte seine Bilder auf ihre grundlegenden geometrischen Elemente – insbesondere Kreise und Rechtecke – und konzentrierte sich darauf, diese Formen mit minimalem Aufwand zu kombinieren. Diese Entscheidung entsprach seinem Glauben an die Möglichkeit einer Kunst, die ausschließlich auf reine Wahrnehmung und Emotion zugreifen konnte.
Die berühmteste Darstellung dieser Philosophie ist *Schwarz auf Weiß* (1915), ein Werk, das Malevich als Ausdruck der höchsten künstlerischen Idee betrachtete und damit eine klare Trennung zwischen alter und neuer Kunst verkörperte. Diese Komposition gilt bis heute als eines der wichtigsten Werke der abstrakten Kunstgeschichte.
Ein Blick auf die Reproduktion
Die Fotografie zeigt eine Seite eines Buches, das Kazimir Malevichs *Suprematistische Komposition (Gefühl der Gegenwart. Telegrafie)* präsentiert. Es handelt sich um eine Schwarzweiß-Reproduktion des Gemäldes, das geometrische Formen – hauptsächlich Kreise und Rechtecke – auf einem weißen Hintergrund arrangiert sind. Die Komposition wirkt trotz ihrer Einfachheit dynamisch und wird durch Linien unterstützt, die Bewegung oder Energiefluss suggerieren.
Die Fotografie selbst weist einige Zeichen von Gebrauchsabnutzung auf und spiegelt damit die Geschichte des Buches wider. Sie wird von den Seitenränder umgeben, die Text in Deutsch und Englisch enthalten sowie eine Nummer „81“ rechtsseitig angeordnet sind. Die Bildqualität ist ausreichend gut, um Details innerhalb der Komposition zu erkennen.
Ähnliche Kunstwerke
Über den Künstler
Kazimir Malevich: Ein Pionier der abstrakten Kunst
Kazimir Severinovich Malevich, geboren 1878 in der ukrainischen Oblast Kiew, war eine Schlüsselfigur der russischen Avantgarde und gilt als einer der Begründer der abstrakten Malerei. Sein Leben und Werk spiegeln eine tiefgreifende Auseinandersetzung mit Traditionen, dem Wunsch nachlicher moderner Ausdrucksweise und einer radikalen Neudefinition dessen, was Kunst sein kann. Seine frühen Jahre in der ländlichen Ukraine prägten seine künstlerische Sensibilität, während seine Reisen nach Europa ihn mit den neuesten Strömungen des internationalen Kunstbetriebs vertraut machten.
Malevichs Ausbildung begann in Kiew, wo er die Grundlagen der Malerei lernte. Doch schon früh suchte er nach neuen Wegen und zog nach Moskau, um sich den aufkommenden avantgardistischen Bewegungen zuzuschliessen. Diese Phase war entscheidend für seine Entwicklung, da er mit Künstlern wie Wassili Kandinsky und Michail Larionow in Kontakt kam und von deren Ideen inspiriert wurde. Ein bedeutender Wendepunkt in seinem Leben war die Reise nach Paris im Jahr 1912, wo er die Werke von Pablo Picasso, Henri Matisse und anderen modernen Künstlern kennenlernte. Diese Begegnungen erweiterten seinen Horizont und trugen dazu bei, dass er sich zunehmend von traditionellen Maltechniken distanzierte.
Frühes Leben und künstlerische Einflüsse
Malevichs Kindheit in der ländlichen Ukraine war geprägt von den Traditionen des ukrainischen Volkes. Er wuchs in einer polnisch-ukrainischen Familie auf, die eine reiche kulturelle Geschichte hatte. Diese Erfahrung beeinflusste sein späteres Werk, das oft Elemente der Volkskunst und Folklore aufweist. Gleichzeitig war er jedoch auch von der Moderne fasziniert und suchte nach neuen Wegen, um seine künstlerische Vision auszudrücken. Seine frühe Ausbildung in Kiew vermittelte ihm die Grundlagen der Malerei, während seine Reisen nach Europa ihn mit den neuesten Entwicklungen in der Kunstwelt vertraut machten.
Zu seinen wichtigsten Einflüssen gehörten die Werke von Vincent van Gogh, Paul Cézanne und Wassily Kandinsky. Van Goghs expressive Farben und Pinselstriche inspirierten ihn zu einer neuen Art, mit Farbe umzugehen, während Cézannes geometrische Reduktion der Natur ihm half, die Welt in ihre grundlegenden Formen zu zerlegen. Kandinskys abstrakte Gemälde zeigten ihm, dass Kunst nicht unbedingt eine Abbildung der Realität sein muss, sondern auch eine Ausdrucksform für innere Gefühle und Ideen.
Die Entwicklung des Suprematismus
Um 1915 entwickelte Malevich den Begriff "Suprematismus", der die Vorherrschaft der reinen Empfindung in der Kunst betonte. Der Suprematismus lehnte jede Darstellung von Objekten aus der sichtbaren Welt ab und konzentrierte sich stattdessen auf grundlegende geometrische Formen wie Quadrate, Kreise und Rechtecke. Diese Formen sollten nicht als Symbole für etwas anderes verstanden werden, sondern als reine Ausdrucksmittel. Malevichs bekanntestes Werk, "Schwarzes Quadrat auf weißem Grund" (1915), verkörperte diese Idee auf eindrückliche Weise. Das Bild besteht aus einem schwarzen Quadrat, das auf einem weißen Hintergrund steht und somit die Grenzen der traditionellen Malerei sprengt.
In den folgenden Jahren experimentierte Malevich mit verschiedenen Formen und Farben und entwickelte neue Stile innerhalb des Suprematismus. Er schuf Werke wie "Weiß auf Weiß" (1918), eine Reihe von Gemälden, in denen weiße geometrische Formen gegen eine weiße Wand dargestellt werden, und "Haus unter Bau" (1916), das die ukrainische Kultur durch abstrakte Formen darstellt. Diese Werke zeigten seine Fähigkeit, komplexe Ideen auf minimalistische Weise zu vermitteln.
Wichtige Leistungen und historischer Einfluss
Malevichs Werk hatte einen tiefgreifenden Einfluss auf die Entwicklung der abstrakten Kunst des 20. Jahrhunderts. Seine Ideen über reine Empfindung und geometrische Abstraktion inspirierten Künstler wie El Lissitzky, Piet Mondrian und Kazimir Malevich. Der Suprematismus beeinflusste Bewegungen wie Minimalismus und Konstruktivismus und trug dazu bei, die Grenzen der künstlerischen Ausdrucksweise zu erweitern. Trotz politischer Verfolgung unter Stalin – zunächst unterstützt, dann unterdrückt – blieb Malevich in seiner Praxis und Lehre bestehen.
Sein Werk wurde lange Zeit übersehen, erlebte aber in den 1960er Jahren eine Wiederentdeckung und festigte seinen Platz als eine der wichtigsten Figuren der modernen Kunstgeschichte. Heute werden seine Gemälde in Museen auf der ganzen Welt ausgestellt und sind ein wichtiger Bestandteil des internationalen Kunstbetriebs.
Spätes Leben und Tod
In seinen späteren Jahren kehrte Malevich zu figurativer Malerei zurück, versuchte jedoch, seine abstrakten Prinzipien mit repräsentativen Formen zu synthetisieren. Er lehrte und schrieb über Kunst bis zu seinem Tod in Leningrad (heute St. Petersburg) im Jahr 1935. Sein Werk blieb jahrzehntelang nach seinem Tod verkümmert, erlebte aber in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts eine Wiederentdeckung und festigte seinen Platz als eine der wichtigsten Figuren der modernen Kunstgeschichte.
Kasimir Sewerinowitsch Malewitsch
1878 - 1935 , Ukraine
Kurzinfos
- Beeinflusste Künstler: ['El Lissitzky']
- Bemerkenswerte Werke:
- Schwarzes Quadrat
- Weiß auf Weiß
- Haus unter Bau
- Geburtsdatum: 1878-02-23
- Geburtsort: Kiew Oblast, Ukraine
- Künstlerische Bewegung: Suprematismus, abstrakte Kunst
- Nationalität: Ukrainisch, Russisch
- Todatum: 1935-05-15
- Vollständiger Name: Kasimir Sewerinowitsch Malewitsch
- Von Künstlern Beeinflusst:
- Impressionismus
- Symbolismus
- Fauvismus
- Kubismus



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