‘Female Figure’ neck collar
Mixed Media
WallArt
Art Nouveau
1900
19th Century
53.0 x 9.0 cm
Calouste Gulbenkian Stiftung
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A Whisper of Opulence: René Lalique’s ‘Female Figure’ Neck Collar
René Jules Lalique's “Female Figure” neck collar, a masterpiece crafted in 1900, is more than simply a jewel; it’s a crystallized dream of the Art Nouveau era. This exquisite piece, measuring 53 x 9 cm, embodies Lalique’s singular vision – a harmonious blend of nature, craftsmanship, and luxurious materials that would forever elevate the status of jewelry as an art form. The collar itself is constructed from meticulously chiseled gold, its surface shimmering with an almost liquid quality, complemented by lavender-blue enamel that evokes the twilight hues of a summer evening. The central element – a face carved from translucent chrysoprase – possesses a haunting beauty, framed by swirling gold ribbons and bows adorned with delicate blue enamel accents. This isn’t merely decoration; it's a profound meditation on femininity, rendered in materials that seem to breathe with life.
Technique and Materials: A Masterclass in Craftsmanship
- Enamel Work: Lalique was a pioneer in the use of enamel, pushing the boundaries of its application. The lavender-blue enamel is not merely applied; it’s meticulously built up in layers, creating depth and luminosity that captures the light with remarkable brilliance.
- Chrysoprase Carving: The choice of chrysoprase – a milky chalcedony – for the central face is significant. Its translucent quality lends itself perfectly to capturing and refracting light, contributing to the piece’s ethereal glow.
- Gold Chasing & Fabrication: The intricate gold detailing, including the ribbons and bows, demonstrates Lalique's mastery of chasing – a technique involving hammering and shaping gold to create raised designs. This painstaking process elevates the collar beyond mere adornment, transforming it into a sculptural object.
Symbolism and Context: Echoes of Nature and the Orient
The “Female Figure” neck collar is deeply rooted in the symbolism of its time. The inclusion of three opium poppies, rendered in vibrant blue enamel, speaks to the fascination with the exotic and sensual aspects of the East that characterized Art Nouveau. Opium poppies were associated with dreams, beauty, and even death – a potent combination reflecting the era’s preoccupation with both pleasure and mortality. The piece was acquired by Calouste Gulbenkian in 1900, marking a pivotal moment in Lalique's career and solidifying his position as a leading designer of luxury objects. It represents a fusion of European artistic sensibilities with Eastern influences, reflecting the cosmopolitan atmosphere of early 20th-century Paris.
A Legacy of Beauty: Lalique’s Enduring Influence
Created in the year of Lalique's definitive consecration, this neck collar exemplifies his profound understanding of how to translate natural forms into exquisite jewelry. It is a testament to his ability to capture fleeting moments of beauty and imbue them with an emotional resonance that continues to captivate viewers today. As one of the earliest examples of Lalique’s work, it offers a rare glimpse into the genesis of his artistic vision – a vision that would profoundly influence generations of designers and artists. Owning a reproduction of this piece is not simply acquiring a beautiful object; it's inheriting a legacy of artistry and innovation.
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Biografie des Künstlers
Frühes Leben und Ausbildung
René Jules Lalique, ein berühmter französischer Juwelier, Medailleur und Glasdesigner, wurde am 6. April 1860 in Aÿ, Frankreich geboren. Seine frühen Jahre waren geprägt vom Erlernen der Design- und Kunstmethoden, die später seine Karriere prägen sollten. Im Alter von zwei Jahren zog seine Familie in die Vororte von Paris, kehrte aber für Sommerurlaube nach Aÿ zurück, was Laliques naturalistische Glasarbeiten beeinflusste.
Künstlerische Laufbahn
- Nach dem Tod seines Vaters begann Lalique eine Lehre bei dem Goldschmied Louis Aucoc in Paris.
- Später studierte er an der École des Arts Décoratifs und besuchte Abendkurse an der Crystal Palace School of Art Sydenham, London. Diese Auseinandersetzung mit verschiedenen künstlerischen Disziplinen prägte seinen einzigartigen Stil.
- Von 1881 arbeitete Lalique als freiberuflicher Designer für mehrere französische Juwelierfirmen, darunter Cartier und Boucheron.
- Im Jahr 1890 eröffnete er sein eigenes Juweliergeschäft im Opéra-Viertel von Paris, wo er einige seiner berühmtesten Entwürfe schuf.
- Sein Hauptmotiv war die Naturwelt mit Motiven wie Libellen, Orchideen und Pfauen, gefertigt aus einer Kombination von Emaille, Edelsteinen und Halbedelsteinen.
Bedeutende Werke und Vermächtnis
Laliques Kreationen in der Glaskunst sind seine bedeutendsten Werke. Er wurde für seinen Art-Déco-Stil in den 1920er Jahren bekannt. Einige seiner bemerkenswerten Mäzene waren Calouste Sarkis Gulbenkian, der über 140 seiner Arbeiten in Auftrag gab.
- Laliques Werke sind in verschiedenen Museen zu finden, darunter das Musée d'Orsay, das eine umfangreiche Sammlung impressionistischer und postimpressionistischer Meisterwerke beherbergt.
- Seine Tochter Suzanne Lalique war Malerin und Bühnenbildnerin für die Comédie-Française.
- Seine Enkelin Marie Claude-Lalique (geb. 1936) war ebenfalls eine Glasmacherin, die am 14. April 2003 in Fort Myers, Florida verstarb.
Einflüsse und Entwicklung
Laliques Stil wurde stark von der Natur beeinflusst, insbesondere von den detaillierten Formen und Farben von Pflanzen und Tieren. Er brach mit den traditionellen Konventionen der Juwelierkunst, indem er unkonventionelle Materialien wie Horn, Elfenbein und Glas in seine Entwürfe integrierte. Seine frühen Arbeiten zeigten Einflüsse des Jugendstils, während seine späteren Werke den geometrischen Formen und der Eleganz des Art Déco entsprachen.
Tod und Beerdigung
René Lalique starb am 1. oder 5. Mai 1945 in Paris und wurde auf dem Friedhof Père Lachaise in Paris, Frankreich beigesetzt.
René Jules Lalique
1860 - 1945 , Frankreich
Kurzinfos
- Bemerkenswerte Werke:
- St. Albert Vase
- Anhänger mit Kette
- Weibliches Gesicht
- 'Cluny' Vase
- Caudebec Vase No. 1020
- Geburtsdatum: 6. April 1860
- Geburtsort: Aÿ, Frankreich
- Künstlerische Richtung: Art Nouveau & Art Déco
- Nationalität: Französisch
- Sterbedatum: 1. oder 5. Mai 1945
- Vollständiger Name: René Jules Lalique